Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007
Sonntag, 3. Februar 2008
24 Kilometer in der kalten Nacht
Dafür bin ich heute gelaufen. Allerdings ging das nicht tagsüber, weil ich da zu tun hatte, also erst am Abend, als es schon dunkel war. Es war auch kalt, das Thermometer zeigte 2 Grad Minus an, es war sternenklare Nacht und leicht windig. Ich hatte wieder meine Stirnlampe an und lief diesmal an der Nidda entlang in Richtung Praunheim, Hausen, Rödelheim und dahinter bis nach Nied. Dort kehrte ich um und lief ich die gleiche Strecke wieder zurück, was 24,4 km in 2:16 Stunden ausmachte. Diesmal lief es nicht so gut wie letzte Woche, die Kälte war sehr unangenehm, und ab und zu spürte ich die Waden ziemlich deutlich.
Überhaupt geht es mir nicht so besonders: ich muß jetzt tatsächlich das Kopfschmerzmittel absetzen, weil meine Leberwerte sich nicht nur nicht beruhigen, sondern weiter ansteigen. Ich bin gespannt, ob sie dann wieder runtergehen, d.h. ob das Medikament wirklich die Ursache war. Andererseits ist das auch eine gute Möglichkeit, zu testen, ob die Kopfschmerzen ohne das Medikament wiederkommen. Vielleicht kann ich ja ganz darauf verzichten.
Donnerstag, 31. Januar 2008
14 Kilometer an der Nidda bei Nacht und Regen
Egal, jedenfalls bin ich dann abends rausgegangen. Die Bedingungen waren schlechter; in der Zwischenzeit hatte es angefangen zu regnen, und es war schon dunkel und ziemlich kalt. Solche Dinge schrecken einen wahren Junkie nicht ab, also nahm ich meine Diodenstirnlampe, zog meine Laufklamotten an und ging raus - nur um Sekunden später wieder klingeln zu müssen. Ich hatte vergessen, meine Laufschuhe anzuziehen und war in Filzpantoffeln rausgegangen. Meine Frau und meine Tochter hatten was zu lachen.
Als die letzte Hürde genommen war, konnte ich dann tatsächlich starten. Es lief ganz ordentlich, irgendwie hab ich in letzter Zeit richtig viel Energie. Das merkte ich, als ich über das Drängelgitter am Fußgängertunnel unter der Bahnstrecke sprang: ich sprang mit dem linken Fuß ab, und noch im Sprung entschied ich, mit dem linken Fuß aufzutreten, so daß ich dann sozusagen auf einem Fuß drüber gehüpft bin. Cool.
Ich lief die 14-km-Niddastrecke in Richtung Bad Vilbel, eine Standardstrecke. Anfangs ging es etwas schleppend, aber irgendwann fand ich mein Tempo. Ich überholte einen Jogger bei Kilometer 2, ansonsten waren kaum Leute unterwegs. An der Brücke der B3 hatte ich 37 Minuten und 7 Kilometer drauf, dann lief ich die gleiche Strecke wieder zurück; gegen Ende gab es leichte Wadenkrämpfe, aber ansonsten ging es locker. Ich kam nach 1:13:52 Stunden und 14 Kilometer an, was ein ziemlich konstantes Tempo von 5:17 min/km ausmacht.
Danach bin ich mit Franziska ausgegangen und hab schön geschlemmt; alle verbrauchten Kalorien sind wieder drauf :)
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Now playing: Los Fabulosos Cadillacs - Carnaval toda la vida
Dienstag, 29. Januar 2008
Etwas ruhigerer Mittagslauf
Unterwegs traf ich nur wenige Leute: Hundespaziergänger, zwei Radfahrer, zwei Rentner. Ansonsten war es auch im Wald ganz schön ruhig. Das war gut so, ich hatte den Kopf ziemlich voll und konnte die Gedanken etwas ordnen.
Am Ende der Strecke hatte ich 42:53 Minuten gebraucht, und mir ging es richtig gut.
Montag, 28. Januar 2008
Eine Sekunde...
Ich lief weiter zügig bis etwa der Streckenhälfte, da schweiften meine Gedanken ab, ich stellte alle möglichen Überlegungen an und dachte gar nicht mehr ans Laufen. Später zog ich wieder an, aber ich merkte wieder die Beine. Nach der letzten Steigung ging es wieder besser, und als ich auf die Uhr schaute, waren es gerade 38:02 Minuten. Also los, es war zwar knapp, aber noch zu schaffen! Ich gab etwas Gas, aber nicht zuviel, denn die Beine waren schon deutlich zu spüren. Am Ende die allerletzte Steigung, und ich passierte die Linie. Ich drückte auf die Stoppuhr: Mist! 39:52! Eine Sekunde zu lang.
Sonntag, 27. Januar 2008
Hundetraining am Sonntag
Aber alles in allem funktioniert das immer besser, und ich werde das wohl jeden Sonntag so machen. Die Strecke ist auch ganz prima so, 12,1 km, nicht zuviel weder für mich noch für den Hund, und sie läßt sich variieren bei Bedarf. Heute waren jede Menge Jogger unterwegs, sogar ein paar Bekannte habe ich getroffen.
Wir kamen nach 1:11:18 Stunden an und waren damit ein bißchen schneller als beim letzten Mal.
Samstag, 26. Januar 2008
Es läuft gut... langer Lauf
Diesmal hatte ich überhaupt keine Ermüdungserscheinungen, mir ging es richtig gut. So gut, daß ich am Ende daran zweifelte, ob ich die Uhr nicht irgendwann versehentlich ausgemacht hatte, denn ich hatte keine zwei Stunden dafür gebraucht. Später rekonstruierte ich meine letzten Schritte bei der Arbeit, und es stimmte: ich hatte für die 21,8 km lange Strecke 1:59:18 Stunden gebraucht, und danach fühlte ich mich noch relativ frisch und locker. Das entspricht einem 5:30er-Schritt, und auch, wenn ich heute doch die Beine spüre, bin ich sehr zufrieden damit. Es läuft momentan richtig gut.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Mittagslauf in Köppern, allein
Ich spürte die Beine von gestern, lief also nicht allzu schnell. Die Wege waren relativ trocken, es war mit 2 Grad kalt, aber nicht zu kalt. Es ging ganz gut.
An einer Stelle, bei der ich mich mit einer Steigung abmühte, sprach mich ein älterer Herr an, etwa rüstiges Rentneralter:
"Hiä! Un für was soll des gut sei?"
Ich stammelte etwas von wegen gesund und fit werden, was sicherlich nicht dem von mir abgegebenen Eindruck entsprach, und ein spöttisches Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit.
"Naja, es ist wohl eher der Glaube, was?"
Ich hielt an, schnaufte etwas von Abnehmen, beweglich bleiben, aber er grinste mich immer noch frech an. Dann zuckte ich mein Totschlagargument:
"Ich zeig Ihnen mal was!" Und tatsächlich machte ich den Reißverschluß meines Laufshirts auf und zeigte ihm meine Narbe. "Herz-OP. Vor zwei Jahren. Da war ich völlig bewegungsunfähig. Dann habe ich mit dem Laufen angefangen, und sehen Sie mich jetzt an!"
Das Grinsen war verschwunden. Große Augen. "Oh. Ja, ich sehe Sie ja öfters hiä. Klar, jedem das Seine!"
Ich lief weiter. Eine nette kleine Pause, die hatte ich gut brauchen können. Ich brauchte für die Strecke insgesamt 42:40 Minuten - nicht schlecht, wenn man das Schwätzchen mit einbezieht.
Dienstag, 22. Januar 2008
Die Kilos purzeln... die Zeiten auch...
Das zeigt auch Wirkung. Heute habe ich schon wieder einen neuen Streckenrekord in Köppern aufgestellt. Bei Außentemperaturen um die 5 Grad und nur leichtem Wind, ansonsten recht angenehmem Wetter ließ es sich gut laufen; die Strecke war noch feucht, aber nicht zu matschig, so daß ich gut durchkommen konnte. Die neuen Schuhe haben schon eine leichte Patina angesetzt, und ich habe mir einen Riesenpflaster auf die Fußsohle geklebt.
Das alles kombiniert, ergab zum ersten Mal eine Zeit unter 40 Minuten: ich beendete den Lauf bei 39:51 Minuten bei einem Puls von 172 und ziemlich aus der Puste, aber sehr zufrieden mit mir selbst.
Leider gibt es noch einen Verlust zu verzeichnen: mein Kollege Akki, mit dem die ganze Mittags-Lauferei angefangen hatte, hat heute erklärt, daß er nicht mehr laufen will. Er plagt sich seit einiger Zeit mit Schmerzen an verschiedenen Stellen und meinte nun, das Laufen sei nichts mehr für ihn - er wird sich fortan dem Radfahren widmen. Schade.
Montag, 21. Januar 2008
Wachablösung
Ich holte mir im Winterschlußverkauf bei real,- die Tempo Runner II von Reebok - sicher nichts Dolles, aber für die paar Kilometer, die ich in Köppern laufe, absolut ausreichend. Und günstig, sie waren auf 29,50 Euro reduziert.
Meine alten Schlappen sahen daneben ganz schön zerschlissen aus. Ich habe noch ein Foto gemacht, dann endlich konnte ich sie entsorgen. Sie ruhen in Frieden.


Heute habe ich dann die neuen Schuhe ausprobiert und bin die gewohnte Strecke gelaufen - allein, die Kollegen laufen montags nicht. Es ging ganz gut, wobei ich ein leichtes Drücken auf der Fußsohle zu spüren glaubte. Nach 42:04 Minuten kam ich ans Ziel, und mein Gefühl hatte sich bestätigt: ich habe jetzt nagelneue Schuhe und eine nagelneue Blase :(
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Now playing: Miles Davis - All Blues
Sonntag, 20. Januar 2008
Wieder mit dem Hund an der Nidda
Eigentlich wollte ich gemütlich laufen, weil ich gestern schon relativ schnell unterwegs gewesen bin. Am Ende, durch die vielen Tempowechsel mit dem Hund, bin ich doch ganz schön gerannt. Ich hatte 12,1 km in 1:13:50 Stunden hinter mich gelassen. Das war aber ganz gut so, denn kaum angekommen, blieb nur noch die Zeit, mich zu duschen und umzuzienhen, und schon mußte ich meine Tochter von einem Geburtstag abholen.
Samstag, 19. Januar 2008
14 schnelle km an der Nidda
Es waren relativ wenig Jogger unterwegs, auch nicht allzuviele Spaziergänger. Hin und wieder kamen mir ein paar entgegen, aber ansonsten war der Weg frei. Schon auf dem Rückweg auf der Höhe von Berkersheim machte ich drei Jogger etwa 600 m vor mir aus, und natürlich entwickelte ich den Ehrgeiz, sie einzuholen. Es dauerte eine Weile, aber noch vor Bonames hatte ich sie ein- und gleich überholt. Wo ich so gut im Tempo war, lief ich so weiter, obwohl ich da schon leichte Anzeichen von Überanstrengung spürte.
Am Ende der Strecke sah ich meine beiden Töchter mit dem Hund und setzte noch zu einem kleinen Endspurt an. Ich beendete den Lauf bei 1:16:22 Stunde (5:26 min/km) ziemlich außer Atem, aber in guter Verfassung. Der Puls war mit 152 nicht allzu hoch.
Donnerstag, 17. Januar 2008
Köppern am Mittag und neue PB
Ich fühlte mich richtig kräftig, war auch nach einem längst fälligen Gespräch gestern in sehr guter Stimmung und bin gleich etwas schneller losgelaufen; ich wußte, heute konnte ich den Streckenrekord knacken. Das Wetter war dafür optimal, mild, kein Regen, kein Wind, die Wege zwar immer noch etwas matschig, aber passierbar. Ich erreichte die Friedrichsdorfer Straße bei 13:38 und wußte, es ist zu schaffen. Im Wald wurde es dann etwas beschwerlich, aber ich konnte mich immer wieder aufraffen.
Geschafft, und diesmal auch ohne auch nur ansatzweise die Kotzgrenze anzutasten: ich beendete die Strecke nach 40:34 Minuten bei einem Maximalpuls von 168.
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Now playing: Abdullah Ibrahim - Impressions on a Caravan
Mittwoch, 16. Januar 2008
Köppern am Mittag, wieder allein
Ich lief relativ zügig durch, ohne jetzt groß aufs Tempo zu drücken. Die Wege waren matschig, aber ich kam trotzdem gut durch. Ich beendete die 7,8-km-Strecke nach 42:31 Minuten.
Montag, 14. Januar 2008
Mittagslauf mit Markus in Köppern
Wir liefen in einem relativ zügigen Kompromißtempo, d.h. für ihn etwas schnell, aber langsamer als das, was ich alleine gelaufen wäre. So konnten wir uns unterhalten und trotzdem ein ordentliches Tempo an den Tag legen.
Unterwegs trafen wir kaum jemanden. Alles leer. Wir liefen die 7,6 lange Strecke nach 44:56 Minuten zuende - Markus hat ziemlich geschnauft, mir ging es ganz gut. Ich hoffe, ich habe ihn nicht verschreckt, das nächste Mal muß ich etwas langsamer machen!
Sonntag, 13. Januar 2008
Diesmal mit Frau und Hund!
Es klappte ganz gut. Wir nahmen die Niddastrecke in Richtung Heddernheim und dann in Richtung Niddapark, weil es dort mehr Auslaufmöglichkeiten gibt, d.h. nicht immer monoton den Niddauferweg entlang, bei dem man evtl. entgegenkommenden Läufern nicht so gut ausweichen könnte. Aber die Sorge war unbegründet: erstens war es ziemlich kalt und relativ früh (wir gingen morgens gegen 8:30 raus), so daß doch nicht soviele Jogger unterwegs waren. Es waren etliche Hundehalter da, und da mußten wir dem Snoop schon gut zureden, damit er mitkam, anstatt mit den anderen Hunden zu spielen. Aber er ist schon ein Laufhund: man muß ihn nur kurz locken, und schon legt er los. Ich glaube, das wird ein Spaß werden, wenn er sich richtig dran gewöhnt hat.
Alles in allem war es aber doch relativ anstrengend, mit vielen Tempowechseln, Warten auf den Hund, Ziehen an der Leine, bei Fuß halten. Wir liefen eine 11,7 km lange Strecke in 1:20 Stunden und waren ganz schön ausgepowert- vor allem Franziska, die schon lange nicht mehr mitgelaufen war.
Freitag, 11. Januar 2008
"Extrem gut belastbar" :)
Das Ergebnis hat mich nicht überrascht, ich war damit aber sehr zufrieden: meine Herzklappen funktionieren so, wie sie sollen, und mein Kardiologe meinte, ich sei "extrem gut" belastbar - er nahm das "extrem gut" zwar gleich wieder zurück und ersetzte das durch ein "sehr gut", aber es freute mich doch, das zu hören. Ich schaffte zwar auch nur die 225 Watt in 8:30 Minuten, genau wie im Oktober, es gab also keinen Trainingseffekt seitdem. Es war trotzdem sehr angenehm. Ich fragte ihn auch direkt, ob mir das viele Laufen denn bekomme. Seine Antwort: momentan sieht es tatsächlich danach aus.
Zur Feier des Tages bin ich vorhin dann laufen gegangen, wieder allein. Das Wetter ist mild, etwas naß, aber recht warm gewesen, zwischendrin hat es etwas getröpfelt. Ich lief die Köpperner Strecke in 43:17 Minuten.
Donnerstag, 10. Januar 2008
Mittagslauf in Köppern, allein
Es war auch gar nicht möglich. An der Stelle, an der der Erlenbach übergelaufen ist, war ein Baum umgefallen. Ein Bauarbeitertrupp war am Arbeiten, ein Bagger und ein paar Maschinen versperrten den Weg. Ich mußte einen Umweg laufen.
Ich beendete die Strecke nach 44:23 Minuten.
Mittwoch, 9. Januar 2008
Langsamer Mittagslauf mit den Kollegen
Wie üblich redeten wir viel und liefen recht gemütlich. Akki erzählte über seine jahre zurückliegenden Expeditionen in die höchsten Berge der Welt; gerade als er über den Kilimandjaro und die Erlebnisse in Tansania zum besten gab, kamen wir auf unsere Bergstrecke - und ihm blieb die Puste aus. Markus und ich liefen noch den Berg hoch und warteten oben auf ihn.
Wir beendeten die Strecke nach 53:09 Minuten.
Montag, 7. Januar 2008
Das Wetter mag mich nicht
Das tue ich, ich laufe mal wieder alleine, gutgelaunt, weil ich die schöne Zeit erwischt habe. Die hält aber nicht lange an; kurz danach ist der Himmel wieder dicht verhangen, ich habe Gegenwind, und dicke Tropfen fallen auf mich runter.
Das Wetter mag mich nicht.
Ich laufe weiter, die Wege sind matschig und unsicher, aber doch noch passierbar. Im Wald wird das Laufen zur Rutschpartie, aber da habe ich wenigstens Schutz vor dem Wind. Naß werde ich trotzdem. Der Erlenbach ist mal wieder über die Ufer getreten, so daß ich etwas balancieren muß; gegen Ende der Strecke zeigt sich ein schöner Regenbogen, der aber nur unzureichenden Trost bietet. Ich beende den Lauf bei doch relativ schnellen 42:30 Minuten und bin ziemlich außer Atem. Als ich ankomme, scheint wieder die Sonne und der Himmel ist herrlich blau.
Das mit dem Wetter, das beruht durchaus auf Gegenseitigkeit.
Samstag, 5. Januar 2008
Versuch eines Intervalls
Seine Antwort damals war verblüffend einfach: ich sollte erst mal austesten, wie schnell ich 1000 Meter laufen könnte, das vielleicht drei, viermal hintereinander wiederholen, und wenn ich diese Zeit kannte, dann könnte ich versuchen, das Tempo über eine längere Strecke zu halten. Nun ja.
Heute bin ich bei ziemlich ekligem Wetter raus (Temperatur um die 0 Grad und Regen, so daß die Wege ziemlich vereist und rutschig waren). Normales laufen war relativ schwierig, aber die sandigeren Wege waren besser. So kam ich auf die Idee, auf die Tartanbahn der Uni-Sportanlage zu laufen und mal so eine Intervall-Einheit zu machen.
OK, das war keine so gute Idee. Die Bahn war zwar nicht vereist, und ich war tatsächlich der einzige dort (überhaupt traf ich unterwegs nur zwei Jogger). Aber so richtig Spaß machte mir das Ganze nicht. Abgesehen davon, daß ich bis zur Sportanlage schon 6 km hinter mich gelassen hatte.
Nun ja, die ersten 1000 Meter schaffte ich in 4:45 Minuten. Ich lief noch 600 Meter langsam dazwischen, und dann machte ich noch eine Einheit: 5:12 Minuten. Hmmm. Eigentlich hätte ich gedacht, daß ich das schneller kann. Egal, es machte keinen Spaß mehr, also lief ich den Weg wieder zurück. Insgesamt 15,16 km in 1:27 h.
Donnerstag, 3. Januar 2008
Die Kotzgrenze
Heute jedenfalls bin ich ziemlich nah drangekommen. Ich bin bei ziemlicher Kälte (das Thermometer zeigte -3 Grad, die Pfützen und einige Wege waren vereist) in der Mittagspause wieder alleine losgelaufen, weil meine Kollegen nicht konnten. Da es so kalt war, bin ich etwas schneller gelaufen, und da ich so schnell war, dachte ich mir, versuche ich mal, den Streckenrekord zu knacken - der lag bei 41:49 Minuten. Mir ging es gut, es waren kaum Leute unterwegs, und der Boden war ziemlich trocken, weil eben vereist.
Unterwegs, auf der längsten, geraden Strecke, sah ich eine Gruppe Walker vor mir, ein zusätzlicher Ansporn. Irgendwann überholte ich sie, sie schickten mir lustige Sprüche hinterher. Am Ende der Strecke kommt die letzte Steigung, und da hatte ich den Streckenrekord eigentlich schon vergessen. Ich lief weiter, aber die Puste war deutlich am Limit. Ich schaffte noch einen ganz kleinen Sprint und drückte auf die Stoppuhr: 41:46!
Ich hatte zwar die Bestmarke verbessert, aber es ging mir so schlecht, daß ich am liebsten gleich gekotzt hatte. Zudem hatte ich einen Puls von 209, der sich nur langsam wieder nach unten bewegte. Aber die Kälte, die hatte ich wenigstens verdrängt.
Mittwoch, 2. Januar 2008
14 km zum Jahresanfang
Ich bin relativ locker gelaufen, es war kalt, aber nicht sehr: ich hatte auch meine Handschuhe mitgenommen, so daß ich nicht gezwungen war, nur um der Wärme wegen ein höheres Tempo anzuschlagen. Die Beine spürte ich nämlich schon noch nach dem doch etwas schnelleren Lauf.
Unterwegs traf ich ein paar Jogger, ein paar Radfahrer und sogar einige Spaziergänger; es war also der typische Neujahrsgang. Das Wetter war ja eigentlich nicht sehr einladend, es war neblig und trüb.
Ich beendete die 14 km mit einem leichten Sprint nach 1:22 Stunden, was einem Schnitt von 5:51 ausmacht; mein Puls war dabei bei 138, und es ging mir dabei ganz gut.
Sonntag, 30. Dezember 2007
Längere Kränkelphase, Silvesterlauf
Ich ging deshalb zu meiner Hausärztin, die mich etwas eingehend untersuchte. So richtig fand sie nichts, bis auf ein paar erhöhte Leberwerte, die aber nicht richtig erklärbar scheinen - ich habe in letzter Zeit gerade wegen der Schmerzen so gut wie keinen Alkohol getrunken und kaum fettiges Essen, generell wenig gegessen. Obwohl ich nicht gelaufen bin, habe ich in den letzten 3 Wochen 1,5 Kilo abgenommen.
Letztlich wird ein Medikament verantwortlich gemacht, dessen Beipackzettel als Nebenwirkung diffus von "Magen-Darm-Beschwerden" und erhöhter Leberaktivität spricht. Ich bin von meiner Ärztin an den Facharzt verwiesen worden, der mir das Medikament verschrieben hat, weil sie damit keine Erfahrung hat. Absetzen wollte ich es nicht, weil ich ansonsten gute Erfahrungen damit habe, es ist mein Kopfschmerzmittel - momentan sieht es so aus, als hätte ich die wirklich schlimmen Kopfschmerzen gegen nicht ganz so schlimme Bauchschmerzen eingetauscht.
Vor ein paar Tagen hatte ich beschlossen, daß ich wieder mit dem Laufen anfangen wollte. Gestern brachte ich meine Tochter zu ihrer Freundin, und deren Mutter erzählte mir, daß sie heute beim Frankfurter Silvesterlauf mitlaufen wollte. Das war für mich eine gute Einstiegsmotivation: Ilca hatte beim Marathon aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen können, und so wäre das für beide eine Art Wiedereinstieg. Kurz entschlossen machte ich mit.
Die Nachmeldung war heute noch bis eine Stunde vor dem Start möglich. Ich bin also heute früh losgefahren und habe noch rechtzeitig einen Parkplatz gefunden, bekam tatsächlich noch eine Startnummer und durfte dann anderthalb Stunden warten. War trotzdem nett: die Stimmung in der Halle war angenehm, es war ziemlich voll (über 2.100 Läufer sind mitgelaufen, und da waren natürlich Freunde und Verwandte mit). Mein Bauch machte natürlich seine Sperenzchen, und zu allem Überfluss hatte ich gestern einen Herpesausbruch unter der Nase bekommen - nicht die allerbesten Bedingungen.
Gegen 12 Uhr stellten wir uns im Startbereich, ich hatte Ilca im Gewühl nicht getroffen. Die Eliteläufer liefen los, dann wurden ein Block losgeschickt, der sich unter 50 Minuten eingeschätzt hatte, und dann durfte ich starten (ich hatte mich zwischen 50 und 60 Minuten eingeschätzt).
Es lief ganz flüssig. Zeitweise war der Weg vereist, zum Teil war es naß und schlammig, aber ich bin solchen Sachen von Köppern gewohnt. Ich lief im 5:15er-Takt, mehr oder weniger konstant, und hielt das ziemlich gut durch. Mein Puls war die ganze Zeit bei etwa 156, nur ein, zweimal schnellte er etwas hoch, als es einen steilen Anstieg gab, aber da ging er nur bis 171. Ich war sehr zufrieden.
Der letzte Kilometer wurde mir doch etwas anstrengend, aber am Ende hatte ich ihn geschafft: 52:25 Minuten!
Dienstag, 11. Dezember 2007
Mittagslauf in Köppern, diesmal mit Akki und Markus
Das Wetter war relativ kühl, nicht regnerisch, aber windig. Wir liefen recht gemütlich, so daß wir uns unterhalten konnten, es war eine richtig nette Laufrunde. Trotzdem mußten wir an mancher Stelel auf Akki warten, der damit zu kämpfen hatte, daß er vom Zahnarzt kam und seine Betäubung langsam nachließ.
Am Ende der Runde hatten wir 50:08 Minuten, Akki kam noch 20 Sekunden später an. Es zeigt sich schon, Training ins wirklich eine Sache von Konstanz und Beharrlichkeit!
Montag, 10. Dezember 2007
Mittagslauf in Köppern, alleine, im Regen
Heute mußte ich mich auch regelrecht selbst in den Hintern treten. Es regnete, es war kalt, es war windig, es war grau, es war überhaupt nicht einzusehen, daß ich da raus sollte und mich dem Ganzen aussetzte. Und doch, ich tat es: gegen halb zwei zog ich mich um und lief los. Der Boden war erwartungsgemäß matschig, aber es regnete zum Glück nicht lang, und nach etwa einem Viertel der Strecke hatte ich wenigstens den Kopf wieder trocken.
Im Wald war es richtig rutschig, ich hätte so richtige Profilreifen oder sogar Spikes gebraucht. Der Erlenbach war zwar voll, aber noch in seinem eigenen Bett. Ich mußte an der Stelle trotzdem gehen, weil es wegen der Überschwemmung von neulich alles Mögliche herumlag.
Ich beendete die Strecke nach 43:14 Minuten und war doch ganz froh, rausgegangen zu sein. So eine Mittagspause bringt einen doch auf andere Gedanken.
Freitag, 7. Dezember 2007
Köppern am Mittag, allein gegen die Naturgewalten
Also hieß es für mich heute wieder alleine laufen. Heute morgen hatte ich arge Bedenken, als es anfing zu regnen wie aus Kübeln, aber gegen Mittag hatte es zum Glück wieder aufgehört. Der Boden war natürlich nicht trocken, überall waren Pfützen, manchmal hatten sich regelrechte Bäche gebildet. An mancher Stelle mußte ich den Weg verlassen, weil er einfach nicht passierbar war. Der Erlenbach war über die Ufer getreten und hatte den parallel verlaufenden Pfad überschwemmt, und ich mußte auf Steinen hüpfen, um trockenen Füßen weiterzukommen. Einmal sprang ich knapp daneben, ich taumelte, aber fiel zum Glück nicht; eine Frau, die ihren Hund ausführte, beobachtete die Szene und schaute ganz besorgt. Als ich doch die Stelle passiert hatte, meinte sie: Naja, Sie sind ja eh ganz naß.
Trotz der Widrigkeiten und des relativ starken Windes erreichte ich das Ende der Strecke nach 44:22 Minuten.
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Now playing: berliner philharmoniker karajan, beethoven symphonien 5 & 7 - (06) 7. symphonie ii - allegretto
Dienstag, 4. Dezember 2007
Köppern bei Kälte und Sprühregen
Heute jedenfalls nicht. Es war matschig, schlammig, unangenehm kalt, und das Laufen machte richtig Mühe. Ich beendete die Strecke nach 47:07 Minuten.
Mit dem heutigen Lauf bin ich 1.401 km in diesem Jahr gelaufen!
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Now playing: Miles Davis - Freddie Freeloader
Köppern bei Sonne und Kälte...
Ich schaffte die Strecke mit etwas Anstrengung in 42:58 Minuten und war danach ziemlich fertig. Mein Knöchel meldete sich zu Wort, auch etwas Muskelkater war zu spüren.
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Now playing: Miles Davis - Freddie Freeloader
Freitag, 30. November 2007
Mittagslauf in Köppern bei Nebel
Ich lief die Runde relativ locker, ohne große Anstrengung, aber auch ohne Ambitionen. Ohne jeden Zwischenfall beendete ich sie nach 45:39 Minuten und war damit ganz zufrieden.
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Now playing: Miles Davis - Flamenco Sketches
Mittwoch, 28. November 2007
Mittagslauf in Köppern bei sonnigem, kalten Wetter
Die Zeit: 46:08 Minuten.
Mittagslauf in Köppern bei sonnigem, kalten Wetter
Der Lauf war eine Wiederholung des Laufs am Montag, wenn auch nicht vom Wetter: es war sonnig und kalt. Ich war mal wieder schlapp und schlecht motiviert, mein Magen ebenfalls, meine Beine wollten genauso wenig. Die Runde schaffte ich mit Ach und Krach nach 45:21 Minuten, und wieder war ich etwas überrascht, daß es etwas schneller zu gehen schien als nach Gefühl.
Montag, 26. November 2007
Mittagslauf in Köppern bei Regen und Kälte
Mir ging es nicht sehr gut, ich hatte etwas Magengrummeln, meine Beine waren schwer, ich war überhaupt etwas unlustig, und der matschige Boden machte die Sache nicht leichter. Ich war also froh, als ich völlig durchgefroren das Ende der Strecke erreichte. Ich war überrascht, daß ich sie in 46:03 Minuten gelaufen war; nach meinem Gefühl hätte ich mit mindestens 48 Minuten gerechnet.
Samstag, 24. November 2007
16,6 km durch Nidda- und Grüneburgpark
Es war sonnig und relativ warm, so daß ich sogar mit kurzer Hose gelaufen bin; zuerst hatte ich noch überlegt, noch das kurze Shirt anzuziehen, aber das habe ich dann doch gelassen - zum Glück, muß ich sagen, denn zwischendrin war es doch ganz schön frisch.
Ich lief eine schöne, 16,6 km lange Strecke an der Nidda, durch den Niddapark bis zum Grüneburgpark, drehte dort eine recht schnelle Runde und kam auf ungefähr gleichem Weg wieder zurück. Dafür brauchte ich 1:37 h.
Mit dem heutigen Lauf bin ich bei 1.353 km angekommen. Damit scheint es mir nicht unmöglich, die 1.500 km bis Jahresende zu erreichen. Ich werde zwar dranbleiben müssen, aber es ist machbar!
Mittwoch, 21. November 2007
Erholungslauf in Köppern
Zwischendrin hat es angefangen zu regnen. Die Wettervorhersage ist einfach unzuverlässig, die hatten heute morgen ganz klar gesagt, daß es trocken bleiben würde. Egal, ich war eh schon naß geschwitzt. Die Runde beendete ich nach 46:04 Minuten und fühlte mich trotzdem ziemlich fertig.
Dienstag, 20. November 2007
Mittagslauf in Köppern und echte, neue PB
Ich mache es kurz: ich habe es hingekriegt. Nach 41:49 Minuten kam ich an, und diesmal hatte ich mich sogar ein wenig übernommen, ich rang nach Luft, die Atmung fiel schwer, die Lunge schrie nach Sauerstoff, bekam aber keinen ab. Das dauerte nur ein paar Sekunden, brachte aber Erinnerungen an schlechte Zeiten.
Freitag, 16. November 2007
Köppern bei Kälte und neue PB
An der Baustelle gegen Ende der Strecke wurde es etwas gefährlich, weil es da schon sehr unübersichtlich und rutschig war, aber ich kam durch. Danach ist der Weg ein gutes Stück geteert, ich gab Gas, und tatsächlich, die Zielgerade war in Sicht. Nur noch ein letzter Sprint - geschafft! Ich drückte auf die Stoppuhr.
42:15! Ich hatte es tatsächlich eine Sekunde schneller als beim letzten Mal geschafft.
Mittwoch, 14. November 2007
Köppern in Graupel, Schnee und Hagel
Kaum war ich losgelaufen, fing es an zu schneien. Der Wind blies mir den Schnee ziemlich scharf ins Gesicht, und plötzlich wurde der Schnee dichter, schwerer - es wurde Graupel. Die Nase war eisig, die Luft richtig schneidend, der Wind sauste einem um die Ohren wie im tiefsten Winter. Aber das motivierte nur, schneller zu laufen, denn bei dem Wetter will sich kein Schwein draußen aufhalten.
Nach einer Weile hörte der Graupel auf, es wurde wieder Schnee, der an mancher Stelle auch liegen blieb. Es dauerte aber nicht lange, dann ging es wieder los, diesmal dicker: feste Hagelkörner kamen runter, zum Glück nicht allzu große. Das dauerte dann auch nicht lang; an der Bahnschranke hatte der Hagel wieder aufgehört, und ich hatte gerade 14:23 Minuten hinter mir. Ich lief also bei gutem Tempo weiter, immer ein wenig auf der Hut, nicht auszurutschen, denn der Boden war doch sehr matschig und unübersichtlich vom Laub. Der Schnee setzte wieder ein, an der Baustelle mußte ich schon höllisch aufpassen, nicht im Graben zu landen, der sich richtig einladend auftat.
Ich beendete die Strecke zwar ohne Streckenrekord, aber bei ansehnlichen 42:48 Minuten - bei strahlendem Sonnenschein. Aprilwetter im November!
Mittagslauf mit Akki in Köppern bei Regen und Kälte
Wir schwächelten ein bißchen. Ich spürte noch etwas Muskelkater der vorangegangenen Läufen, Akki war am Wochenende auch laufen gewesen (10 km an der Nidda), zudem war es kalt und regnerisch und überhaupt ungemütlich, zumal der Waldboden naß und an mancher Stelle auch richtig matschig war, so daß man aufpassen mußte, nicht hinzufallen. Die Baustelle ist zudem immer noch aufgerissen.
Wir kamen also alles in allem nach 48:20 Minuten an und waren froh, ins warme Gebäude zurückkehren zu können. Selten habe ich mich über eine warme Dusche so gefreut.
Bei diesem Lauf habe ich die 1.300-km-Marke überschritten. Ich klopfe mir an die müde Schulter!
Montag, 12. November 2007
Einsamer Lauf in Köppern
Es kostete doch etwas Überwindung. Der lange Lauf gestern hatte doch eine Muskelkaterspur bei mir hinterlassen, das Wetter war zwar relativ freundlich, aber nicht wirklich angenehm, und eigentlich wäre ich doch liebend gern drinnen im Warmen geblieben. Aber da half nichts, ich mußte raus, also hieß es umziehen, Laufschuhe zuschnüren und loslaufen.
Ich habe es nicht bereut. Nach den ersten paar hundert Metern, die wirklich unangenehm waren, lockerten sich die Wadenmuskeln, der Knöchel hörte auf zu mucken, und mein Laufstil näherte sich langsam dem aufrechten Gang eines Homo Sapiens, weg vom Watschelgang einer Gans oder so. Nach einer Weile konnte ich das sogar genießen. An der Bahnschranke der Friedrichsdorfer Straße schaute ich auf die Uhr, da hatte ich 15:50 Minuten hinter mir, so daß klar war, daß heute kein irgendwie gearteter Streckenrekord zu erwarten war, aber es ging.
Nach einer insgesamt doch entspannten Runde kam ich am Ende des Schotterwegs nach 45:53 Minuten an.
Sonntag, 11. November 2007
Längerer Niddalauf im Regen
Da es bei diesem Wetter die GPS-Navigation ausfällt, bin ich sozusagen blind gelaufen. Einzig mein Gefühl sagte mir, ob ich zu schnell, zu langsam oder gerade richtig war, aber da ich überhaupt kein Ziel vor Augen hatte, stellte sich schnell das Gefühl ein, genau richtig zu laufen. Ich variierte das Tempo anscheinend nach der Musik, zumindest kam mir das so vor, aber auch das war völlig in Ordnung. Schwierig wurde es nur bei jazzigen Stücken mit ungeradem Rhythmus, aber da lief ich halt nicht im Takt.
Ich hatte schon bei anderen Läufen zwischen Rödelheim und Nied, etwa gegenüber der Westerbach-Einmündung, ein Schild gesehen, das einen Fahrradweg nach Eschersheim markierte. Das machte mich neugierig, und heute bin ich dem nachgegangen; ich bog also nach links ab, weg von der Nidda, und fand mich relativ schnell im Biegwald - da hörte aber bald die Beschilderung auf, der Biegweg genauso, und ich fand mich in einer Wohnsiedlung ohne sichtbaren Ausweg. Fluchend suchte ich einen Weg, der mich durch Industriegebiet und Strasse bis zum Niddapark führte. Blöde Beschilderung.
Am Ende hatte ich 19,26 km in 1:53 h gemacht. Ich kam völlig durchnäßt und etwas durchgefroren nach Hause, aber einigermaßen glücklich und zufrieden - glücklicher wäre ich gewesen, wnn ich den Weg durchs Industriegebiet nicht hätte laufen müssen.
Mittwoch, 7. November 2007
Mittagslauf in Köppern, wieder allein
Es war nicht viel los unterwegs. Zwei Hundespaziergänger, zwei Radfahrer, ein paar Rentner im Wald. Ein Reh ist zwischen die Bäume gehüpft. An einer Stelle war der Waldweg gesperrt, eine Baustelle, aber ich habe mich trotzdem da durchgezwängt (keine Lust, große Umwege zu laufen). Nach 44:58 Minuten kam ich ans Ziel.
Dienstag, 6. November 2007
(Nach)Mittagslauf mit Akki in Köppern
Wir beendeten den Lauf ohne Zwischenfälle nach 47:20 Minuten.
Mittagslauf mit Nils in Köppern
Mittlerweile ist das Laub ziemlich runtergekommen, die Bäume sind kahl, an mancher Stelle muß man den Weg suchen. Nicht, daß es schwer wäre, es sieht nur anders aus. Und es läuft sich wunderbar weich darauf.
Wir beendeten die 8-km-Strecke nach 44:29 Minuten. Heute werde ich wohl wieder laufen, und zwar mit Akki. Das Wetter schien vorhin ganz schön, jetzt regnet es - mal sehen, wie es dann gegen Mittag aussieht.
Sonntag, 4. November 2007
Zwischenbilanz
Ich wollte einen Weg finden aus dem Tief, in dem ich mich damals befand, und suchte ihn im Laufen - aus heutiger Sicht war es die richtige Entscheidung. Ich habe mir gezeigt:
Es ist möglich, mit einer ausgetauschten Herzklappe Sport zu treiben (genaugenommen mit zwei). Es ist sogar möglich, einen Marathon zu laufen, also ernstzunehmenden Sport zu treiben.
Es ist möglich, sich in anderthalb Jahren von Null auf Marathon in Form zu bringen. Das geht auch neben Familie und Beruf. Wer das nicht auf die Reihe zu bringen glaubt, der hat es vielleicht nicht konsequent genug durchgezogen.
Es ist auch möglich, mit einer Knöchelarthrose zu laufen; es gibt Rückschläge und Schwierigkeiten, aber wenn man behutsam vorgeht, kann man es schaffen.
Es ist möglich, sein Gewicht zu reduzieren, und das, obwohl man verfressen und genußsüchtig ist :)
Es ist möglich, ein zunächst als unvermeidlich eingestuftes Vorhofflimmern soweit zurückzudrängen, daß es im täglichen Leben kaum mehr ins Gewicht fällt; ob es durchs Laufen, trotz des Laufens oder unabhängig davon so gekommen ist, sei erstmal dahingestellt. Was ich noch nicht hingekriegt habe, vielleicht aber noch kommen wird, ist die völlige Unabhängigkeit von meinen Medikamenten - momentan muß ich für diesen Zustand immer noch täglich 8 Tabletten schlucken.
Was kommt als Nächstes? Naja, ich werde noch einen Marathon in Angriff nehmen, und zwar, wie mein Kollege Akki das schön ausgedrückt hat, in einer "Männerzeit". Für Mainz im Mai 2008 bin ich schon angemeldet, aber vielleicht gibt es noch eine weitere Möglichkeit dazwischen.
Samstag, 3. November 2007
14 Kilometer an der Nidda
Egal, mich zieht es schon seit Tagen wieder raus, also habe ich meine Klamotten angezogen, die Kinder zum Hundeausführen verdonnert und bin selber los. Ich wählte die bekannte Niddastrecke bis zur Stadtgrenze zu Bad Vilbel, die genau 14 km beträgt. Unterwegs habe ich wenige Läufer getroffen, ein paar Radfahrer, ein paar Walker, sonst traut sich bei dem Wetter ja keiner raus.
Für die 14 km habe ich 1:21 gebraucht. Muskel und Gelenke machten alles mit, einzig der Knöchel meldete sich zwischendrin, aber ich hatte noch Luft für einen kleinen Endspurt von etwa 200 Metern.
Donnerstag, 1. November 2007
Laufpause, aber Radfahren im Nebel
Ich mußte mich doch etwas überwinden: die Außentemperaturen in Frankfurt liegen bei 5, in Köppern bei 3 Grad, es herrscht dichter Nebel, und es ist feucht und unfreundlich. Ich wähle Nils' direktere Route über Straße, weil ich doch keine Lust habe, 23 km hoch zu fahren, vielleicht fahre ich meine alte, schöne Strecke am Abend. Dafür habe ich extra das Ladegerät für meine Fahrradlampe mitgenommen, deren Akku natürlich leer ist.
Die Route ist mir nicht so geläufig, ich orientiere mich so gut es geht, und an einer Stelle bei Seulberg passiert das Unvermeidliche: ich stehe an einer Kreuzung, bei der ich nicht genau weiß, ob ich geradeaus fahren müßte oder rechts. Die undeutliche Erinnerung sagt geradeaus, der Orientierungssinn sagt rechts. Es gibt einen Hinweisschild, der aber keine Hilfe ist: nach rechts gibt er keinen Hinweis. Ich biege trotzdem ab, und logisch: ich verfahre mich - der Weg wird schmaler und endet im Acker. Nun ja, ich habe ein Geländerad. Normalerweise wäre das kein Problem, aber bei dem dichten Nebel habe ich keine Chance, mich an etwas zu orientieren. Der Umweg ist eigentlich ganz schön. Statt 16 km fahre ich also 18 - auch nicht schlecht.
Ich glaube, abends werde ich definitiv meinen alten Weg nehmen...
Sonntag, 28. Oktober 2007
I did it - mein erster Marathon
Heute war es soweit: ich bin meinen ersten Marathon gelaufen. Mein Ziel war nur, anzukommen, da ich nicht so genau wußte, was mich erwartete; "inoffiziell" hatte ich aber schon klarere Vorstellungen: ich wollte einen 6er Schritt durchziehen und, ein bißchen Luft dazugegeben, mir eine Zielzeit von 4:20 Stunden vorgenommen. Außerdem natürlich Runner's High, tolle Erlebnisse, schöne Atmosphäre und Erinnerungen für meine Enkelkinder.Das Wetter war optimal: zum Flanieren etwas kühl, aber zum Laufen genau richtig, war es bewölkt bei etwa 8 Grad und praktisch ohne Wind. Die Atmosphäre war in der Tat ganz toll, es waren überall Menschen dort, die uns Läufer anfeuerten, Stände mit Musik und Animation, kleine Trommlergruppen, Blaskapellen, und und und. Die tollen Erlebnisse hatte ich auch, selbst den Runner's High phasenweise, aber alles wurde doch davon getrübt, daß es mir beim Laufen gar nicht so gut ging wie erwartet.
Die ersten 15, 16 Kilometer lief ich planmäßig im 6er Schritt, wie ein Uhrwerk - und das ohne Hilfsmittel, denn den Forerunner hatte ich in der Tasche gelassen, weil der bei der dichten Bewölkung keine Chance gehabt hätte. Ich merkte mir einfach die Zeiten beim Durchlaufen der Kilometer, die ja alle einzeln markiert waren.
Danach merkte ich, daß meine Blase etwas gereizt war. Ich hatte eigentlich genug getrunken, aber plötzlich mußte ich alle Nase lang. Irgendwann hatte ich dann Blut im Urin, und das wurde nicht besser, sondern schlechter - am Ende kam dickes, dunkles Blut heraus.
Ich überlegte schon aufzugeben, aber andererseits fühlte ich mich fit, sowohl die Beine als auch das Herz und sogar der Knöchel machten bereitwillig mit. Ich vertagte die Entscheidung auf einen Zeitpunkt, an dem das Brennen in der Blase unerträglich würde und lief weiter. An jedem Verpflegungsstand nahm ich zwei, drei Becher Wasser, aber die habe ich nur ausgeschwitzt. Und an jedem zweiten Busch mußte ich eine Pinkelpause einlegen...
Ab Kilometer 28 kam Franziska dazu und lief an meiner Seite bis zum Ende durch. Das war eine große Hilfe, so konnten wir schwätzen, uns über die verkleideten Läufer lustig machen, über Gott und die Welt reden und die Zeit bis zum Ziel leichter verstreichen lassen.
Unterwegs trafen wir jede Menge Leute. Unglaublich, daß sich in einer Menschenmenge von 250.000 Zuschauern tatsächlich bekannte Gesichter finden. Meine Tochter und Jörgs Familie, der mitgelaufen ist, waren zusammen und trafen uns sogar an mehreren Punkten; Marie hatte mir ein Schild gemalt ("Papa hau rein du bist der Beste!") und erntete neidvolle Blicke von etlichen anderen Vätern :) Mein Laufkollege Akki war mit seiner Familie da um anzufeuern (und hat das Foto mit seinem Handy geschossen), die Klassenlehrerin von meinem Sohn, und natürlich Freunde, mit denen wir uns an verschiedenen Punkten verabredet hatten: Andreas, Birgit, Elke und Lothar.Die letzten 3 Kilometer waren die reinste Qual, aber ich biß mich trotzdem durch - hier aufzugeben wäre die größere gewesen. Ich sah es auch nicht ein, der erste größere Lauf, bei dem sich mein Vorhofflimmern gar nicht einstellte, und da sollte ich wegen der Blase abbrechen? Die Zielgerade war in Sicht, da mußte dann Franziska mich verlassen (sie hatte keine Startnummer und wurde freundlich, aber bestimmt von einem Helfer verwiesen), und dann war es geschafft: der Zieleinlauf in die Festhalle mit Musik, Licht- und Lasershow über den roten Teppich, während mein Name und Zielzeit angesagt wurde, Runner's High!
Dahinter wartete Petra auf mich, die den Marathon als Staffelteilnehmerin mitgemacht hatte und mit der ich ein paarmal an der Nidda gelaufen bin. Sie hatte extra auf mich gewartet, weil sie wußte, daß in diesem Bereich nur Läufer stehen konnten; wir fielen uns gleich in die Arme und setzten uns auf die erstbeste Sitzgelegenheit (das war eine Trage vom Roten Kreuz - ein Sanitäter kam dann besorgt und fragte nach, ob mit mir alles in Ordnung wäre).
Die Zeit: 04:42:57. So schlimm auch wieder nicht, wenn auch nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Beim nächsten Marathon wird alles besser!
Was war das Problem? Ich habe vorhin etwas gegoogelt: der Fehler war wahrscheinlich die allzu gründliche Vorbereitung. Um möglichst wenig Pausen einlegen zu müssen war ich vor dem Start aufs Klo und hatte die Blase vollständig entleert - das führt dazu, daß die Wände dann aneinanderreiben, wodurch eine Blutung entsteht. Bei mir dauern aufgrund des Marcumar die Blutungen dreimal länger als normal, so daß sich das hier womöglich verstärkt hat.
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Letzter Lauf vor dem Marathon
Ich nahm den Kopfhörer mit und hörte Musik (eine mir unbekannte Sammlung aus dem MP3-Server), lief relativ entspannt durch den ziemlich kalten Wald und kam nach 45:29 Minuten wieder an.
Die angepeilten 1.200 km verfehle ich also um 11 km, aber das ist trotzdem eine ganz akzeptable Leistung. Ich gehe gut vorbereitet und zufrieden zum Marathon!
Montag, 22. Oktober 2007
Köppern mit Kollegen
Wir beendeten die Runde ohne Zwischenfälle nach 47:36 Minuten.
Sonntag, 21. Oktober 2007
Niddalauf im Regen und Nebel
Nach ein paar Kilometern hörte der Regen auf, das Wetter blieb aber unerfreulich, außerdem war ich eh schon naß. Da blieb nur, aufs Tempo zu drücken... überall waren Pfützen, außerhalb der Wege war alles matschig. Die Bauern haben die Rüben geerntet, überal lagen große Stapel herum und warteten auf Abholung. Unterwegs waren relativ viele Läufer, was ich darauf zurückführte, daß nächste Woche der Marathon ist.
Ich lief die gewohntre Strecke Richtung Bad Vilbel, wobei ich diesmal 1,1 km über die Stadtgrenze drüber lief; zusammen ergab das eine Strecke von 16,24 km in 1:33 Stunden. Damit erfülle ich knapp mein Wochensoll von 40 km.
Zur Zeit bin ich übrigens genau im Plan: vor dem Marathon wollte ich 1.200 km absolviert haben; z.Zt. habe ich 1.173 - wenn ich wie geplant die 3 Einheiten in Köppern durchlaufe, werde ich bei 1.197 angekommen sein.
Freitag, 19. Oktober 2007
Lonely run in Köppern
Ich wollte aber auf jeden Fall laufen, also habe ich mich irgendwann aufgerafft und meine Laufklamotten angezogen. Es kostete ein bißchen Überwindung, ich gebe es zu. Aber das dauerte nur die ersten paar Minuten, dann war ich wieder drin. Unterwegs traf ich nur zwei Menschen, die ihren Hund ausführten, ansonsten war der Wald menschenleer.
Für die Strecke brauchte ich trotz einer kleinen Pinkelpause 44:23 Minuten.
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Now playing: Franz Ferdinand - The Fallen
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Gemütlicher Mittagslauf mit Akki
Wir liefen also locker die Köpperner Runde, erzählten uns dabei was, und genossen das kühle Herbstwetter. Es ist neblig heute, aber nicht allzu kühl, so daß wir in kurzen Klamotten laufen konnten. Wir liefen 48:08 Minuten.
Montag, 15. Oktober 2007
Kleine Pause, neue PB in Köppern
Dafür habe ich heute endlich den Streckenrekord in Köppern geknackt. Unspektakulär und ohne es mir wirklich vorgenommen zu haben, vielleicht war die Laufpause dafür mal nötig gewesen. Jedenfalls lief ich wieder bei dem nach wie vor anhaltenden, schönen Herbstwetter die gewohnte Strecke alleine (die Kollegen schwächeln mal wieder). Gegen Ende der Strecke verriet mir der Blick auf die Uhr, daß ich es schaffen konnte, wenn ich etwas Gas gäbe, und so tat ich es. Geschafft: nach 42:16 Minuten war ich ganz außer Atem, aber glücklich angekommen.
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Alleine in Köppern, mittags
Was soll ich sagen - es ist mir nicht gelungen. Ich kam nach 43:15 Minuten nach Luft schnappend an. Ein Radfahrer, der offensichtlich eine ähnliche Tour hinter sich hatte und auf seinen Kumpel wartete, schaute mich mitleidig an und fragte: Tut es weh? Ich brummte etwas Unverständliches, was als Zustimmung, aber auch als Verneinung verstanden werden konnte, während ich noch japste. Es muß wehtun, sagte er, sonst bringt des nichts - wir machen das auch nicht anders!
Was wirklich weh tat, war die Tatsache, daß die ganze Rennerei schon wieder nichts gebracht hatte. Ich glaube, ich werde den Ossi kontaktieren müssen. Der Ossi, das ist der Osvaldo, der mit mir den "Lauf für mehr Zeit" mitgelaufen ist und dabei sagenhafte 19 Minuten gelaufen ist. Damals meinte er, das könne man nur speziell trainieren, und wenn ich meine Zeit verbesern wolle, sollte ich mich an ihn wenden, er könne mir mit ein paar Tips aushelfen. Ich sagte zwar, daß ich nicht schneller werden wollte, aber vielleicht sollte ich doch...
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Now playing: Digable Planets - It's Good To Be Here
Dienstag, 9. Oktober 2007
Geschwitzt, aber bestanden
Ich habe die Prüfung bestanden. Im Echokardiogramm, also der Ultraschall-Untersuchung, konnte er feststellen, daß die Funktion der ausgetauschten Herzklappe gut ist. Die Herzwände sind noch etwas dick, was zum einen schon vor der OP aufgetreten war, weil aufgrund der Fehlfunktion meiner Klappe das Herz überbelastet war - das sollte sich eigentlich langsam zurückbilden. Zum anderen gebe ich dem Herz keine Gelegenheit, sich zurückzubilden, weil ich durch die hohe sportliche Aktivität sowieso ein Sportlerherz bekomme. Insgesamt ist der Zustand aber gut und erfreulich.
Dann der Belastungs-EKG - da habe ich ganz schön geschwitzt. Ich hätte eigentlich eine Stufe mehr erwartet als beim letzten Mal, also 250 Watt, aber ich habe genau das Gleiche geschafft, 225, und ich war genauso fertig. Erfreulich war diesmal, daß ich "freiwillig" aufgehört habe, d.h. mein Herz zeigte keine Auffälligkeiten, sondern es war nur ich, der nicht mehr wollte. Der Kardiologe sagte dazu: Sie sind jetzt also sehr gut belastbar, die Ausdauer könnte ein bißchen besser sein, aber beim Fahrrad ist das etwas anderes als beim Laufen.
Jedenfalls habe ich sein OK zum Laufen. Nächster Arzttermin in einem halben Jahr!
Montag, 8. Oktober 2007
Lockerer Mittagslauf in Köppern zu dritt
Meine Aldi-Schuhe, die ich extra für die Mittagsläufe vor einigen Monaten angeschafft hatte, zeigen mittlerweile deutliche Ermüdungserscheinungen (ich spüre jeden Stein). Die Investition war sicher sinnvoll, aber jetzt, nach ein paar hundert Kilometern, müssen andere her.
Die 8-km-Runde beendetten wir nach 48:39 Minuten.
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Now playing: Shantel - Disko Boy
Samstag, 6. Oktober 2007
Kurzer langer Lauf
Gesagt, getan. Der Tag ist wieder mal herrlich herbstlich, etwas frisch, aber zum Laufen optimal. Ich schnappte mir mein neues Handy, das einen eingebauten MP3-Player hat, und lief los. Habe vor kurzem eine sehr nette Musikzusammenstellung bekommen, die zwar nicht zum Laufen gedacht ist, aber wie sich herausgestellt hat, sich dafür wunderbar eignet: Joy Denalane, Amy Winehouse, Feist, unter anderem. Mein Knöchel tat anfangs ein bißchen weh, aber nach ein paar Kilometer war das vergessen.
Ich war richtig gut drauf: in Rödelheim, also nach 7 Kilometern, konnte ich noch über eine Absperrung springen; bei Nied verführte mich die Musik zum Tänzeln und etwas schnelleren Laufen. In Höchst angekommen, schnorrte ich bei einem Kiosk wieder etwas Wasser und lief dann am Main wieder weiter.
Als ich an den Griesheimer Werken ankam und über den Main mußte, merkte ich, daß meine Hände und Füße wieder anfingen, einzuschlafen, ein Zeichen für leichte Überlastung in Zusammenhang mit dem Migräne-Medikament. Das Treppenlaufen bekam mir gar nicht, auf der anderen Mainseite war der Schotterweg auch uneben, und ich spürte wieder eine riesige Unlust. Es lief ein paar Kilometer weiter, aber als ich an der Uniklinik in Niederrad angekommen war, sah ich die Straßenbahnhaltestelle, und mir war plötzlich klar, wie ich nach Hause komme. Nach 23 km und 2:29:27 Stunden nahm ich die Straßenbahn zum Bahnhof und kam mit der S-Bahn nach Hause.
Lockere Mittagsrunde mit Akki in Köppern
Wir liefen recht gemütlich durch den Wald, das Wetter war perfekt, wir hatten uns einiges zu erzählen, so daß es eine wahre Freude war. Es machte richtig Spaß, und ich bin zuversichtlich, daß Akki demnächst wieder voll dabei sein wird, denn ihm schien es auch sehr gut zu gefallen, zumal die Aussicht besteht, daß Nils am Montag wieder mitlaufen wird. Bürosport also wieder ganz groß!
Für die Statistik: für die Runde brauchten wir 48:06 Minuten.
Mittwoch, 3. Oktober 2007
14 Kilometer an der Nidda
Am Ende zeigte sich, daß der kurze Schlaf und die lange Filmnacht sich doch etwas negativ auf die Kondition auswirkten, zudem war mein Tempo etwas zu hoch angesetzt. Jedenfalls bekam ich es wieder damit zu tun, daß meine Füße, Hände und Gesichtspartien anfingen, einzuschlafen - kein angenehmes Gefühl. Ich brach die Runde nach 1:17:31 und 14,1 km ab. Zugegebenermaßen war ich damit nicht ganz unzufrieden; wäre heute kein Feiertag gewesen, hätte ich als Mittagspausenlauf nur 8 Kilometer geschafft.
Montag, 1. Oktober 2007
Mittagslauf in Köppern
Das Wetter ist auf meiner Seite: 18 Grad, sonnig, ich bin ein bißchen zu warm angezogen (zwischendrin muß ich mir die lange Laufjacke ausziehen), aber an sich ist alles perfekt. Der Boden ist weich, aber nicht matschig, der Wald ist leer, die Luft ist kühl und angenehm, es sind nur wenige Mücken. Ein Traum.
Ich passiere die Friedrichsdorfer Straße bei 14:16 Minuten, was ein gutes Zeichen ist, und ich laufe und laufe, ich laufe und laufe, und alles spricht dafür, daß ich es heute schaffen werde.
Ich schaffe es nicht. Am Ende der Strecke habe ich 43:15 Minuten, und ich hätte mich sonst noch anstrengen können, es wäre nicht gegangen. Seltsam. Ob ich da an meine Grenze gestoßen bin?
Samstag, 29. September 2007
Langer Niddalauf am Abend
Jedenfalls ergab es sich, daß ich heute Abend doch Gelegenheit bekam, alleine loszuziehen, und so zog ich meine Laufklamotten an und machte eine längere Runde. Urspürnglich dachte ich, etwa 15 bis 17 Kilometer zu laufen, aber sowohl das Wetter als auch die Kondition und das Fehlen eines Handys (meine Kinder hätten mich angerufen, aber das habe ich zum Glück erst hinterher erfahren) trugen dazu bei, daß ich lief und lief, bis es dunkel wurde - es war an den Auen bei Nied, 11 Kilometer von zuhause entfernt. Ich mußte die Strecke also wieder zurück.
Das ging ganz prima. Ich hielt einmal beim Anglerheim an und fragte nach Wasser, und ansonsten gab es keine Schwierigkeiten - abgesehen von meinem Knöchel, der sich wie üblich bei diesen langen Läufen beschwerte. Nach 2:14 Stunden war ich die 22,37 km lange Strecke wieder zurückgelaufen.
Freitag, 28. September 2007
Nochmal Köppern am Mittag
Heute funktionierte wenigstens die warme Dusche. Und ich muß meinen Kollegen der Elektrik für den Ausfall neulich entlasten: der hatte damit nichts zu tun. Die Heizung wurde nämlich für den Winter generalüberholt.
Ach ja, die Zeit: 44:33 Minuten. Nicht schnell, nicht langsam. Ich bin zufrieden.
Mittwoch, 26. September 2007
Köppern am Mittag - wird zur Routine
Jetzt oute ich mich als Warmduscher - oder sagen wir: als Möchtegern-Warmduscher. Und als De-Facto-Kaltduscher. Die Handwerker sind da am Basteln, irgendwas muß der Elektriker falsch gemacht haben, jedenfalls war das Wasser bestenfalls lauwarm. Ich hasse das!
Oder es war Absicht. Er läuft nämlich auch, und ich habe den Verdacht, daß er mir die laufende Mittagspause nicht gönnt. Er schaut immer so neidisch, wenn ich rausgehe...
Dienstag, 25. September 2007
Wir sind mitm Radl da...
Es war auch gar nicht so schlimm. Die Strecke war 17 km lang, leicht ansteigend und meist über gut ausgebaute Teerwege und Straßen führend. Hier und da gab es ein paar steilere Steigungen, die mir meine fehlende Radfahrerkondition aufzeigten, aber alles in allem machte das Ganze doch viel Spaß.
Heute Abend geht es wieder zurück - mal schauen, welche Strecke wir dann nehmen werden. Momentan machen sich meine Beine doch bemerkbar (miiiaaau!)
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Update abends: Ja, wir sind die lange Strecke zurückgefahren. Hat auch wieder Spaß gemacht, aber am Ende hat mein Hintern doch deutliche Anzeichen von Unwille gezeigt. Nächstes Mal dann doch die kürzere Strecke für den Anfang...
Montag, 24. September 2007
In Köppern mit Nils
Ich hatte eigentlich ein paar Beschwerden an Gelenken oder Muskeln erwartet, weil ich am Freitag mich vielleicht doch übernommen hatte, aber nichts dergleichen: alles im grünen Bereich. Wir unterhielten uns ganz prima, wir liefen ein ordentliches Tempo und beendeten die Runde nach 44:53 Minuten.
Für morgen früh haben wir uns gleich nochmal verabredet, wir fahren dann mit dem Fahrrad zur Arbeit (die kürzere, direktere Strecke von etwa 16,5 km) und abends evtl. dann die schönere, aber längere von 23 km zurück.
Freitag, 21. September 2007
Langer Lauf und 1000 durch!
Heute war der Tag besonders dafür geeignet. Es war schönstes Herbstwetter, wolkenlos, kühl und leicht windig. Ich lief kurz nach 5 in Köppern los, am Waldrand bis zum Erlenbach, dann ab in den Wald. Nach einer sehr schönen Waldstrecke eine kurze Durchquerung des Industriegebiets in Friedrichsdorf und dann auch noch über die A5 - nun ja, wir sind im Rhein-Main-Gebiet. Aber dann kommt das liebliche Burgholzhausen, und ab da geht es schön am Erlenbach entlang, vorbei an streng riechenden Bauernhöfen bis Ober Erlenbach. Früher habe ich das gar nicht wahrgenommen, weil ich hier mit dem Fahrrad durgerast bin, aber von hier aus gibt es eine unglaubliche Sicht auf den Taunus und das vorgelagerte Seulberg.
In Ober Erlenbach gibt es zunächst ein wenig reizvolles Industriegebiet (hier haben sich inzwischen Biker breitgemacht, es gibt einen neuen Treffpunkt, davor parken aufgemotzte, breitgereifte Motorräder mit Metallschädeln und Hartledersättel, während ihre kahlgeschorene, breitschultrige Besitzer daneben stehen und mürrisch dreinschauen). Danach überquere ich den Erlenbach und laufe an Apfelhainen und Sportstätten vorbei in den Ort, durch den Ort und wieder heraus. Dahinter wird es etwas hügeliger, und ich verlasse den Erlenbach in Richtung Westen, um den Hügel zu bezwingen, der sich zwischen Erlenbach und Eschbach zieht.
Dort oben ist das Licht schon etwas gelber, aber man kann überallhin schauen: der Taunus ist natürlich zu sehen, die Hochhäuserkulisse Frankfurts, der Odenwald mit dem Katzenbuckel im Hintergrund, sogar das Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg, das ja direkt an Bayern angrenzt, ist zu sehen. Aber ich muß ja weiterlaufen, ich überquere noch eine Straße und komme an einem Hundeverein vorbei. Dort frage ich nach einem Glas Wasser, aber anscheinend ist die Trinkwasserversorgung da nicht so besonders, und ich bekomme kurzerhand ein Fläschchen Mineralwasser von einer der anwesenden Damen ausgehändigt - sehr nett. Die Frage, woher ich komme ("Was? Aus Köppern?") löst genauso wie die Frage, wohin ich noch muß ("Oje, nach Eschersheim!") Bedauern aus. Lediglich eine der Anwesenden nimmt das cool auf: sie ist letzte Woche in Neu Isenburg einen Halbmarathon gelaufen, 2:07 Stunden.
Ich bedanke mich mit dem Gegenangebot ("Wenn Sie mal in Eschersheim sind, da hab ich Wasser für Sie") und laufe weiter Richtung Eschbach, nehme dann den Weg, der parallel zu ihm verläuft, bis der in Harheim in die Nidda einfließt. Von hier aus sind das ziemlich genau 7 km bis nach Hause, dann habe ich es geschafft. Die Sonne ist jetzt ganz tief und rot gefärbt, langsam wird es auch kühl, zumal ich ziemlich naß geschwitzt bin. Ich laufe und laufe, es fühlt sich ganz gut an, bloß die tauben Stellen werden mehr. Am Ende will ich gar nicht mehr, ich spüre einen ganz starken Widerwillen, aber andererseits denke ich, ich habe doch auch einen ganz starken Willen - wer ist hier der Chef? Und so zwinge ich mich, bis zum letzten Meter nach Hause zu laufen.
Das waren exakt 23 km in 2:32 Stunden. Und: damit habe ich die 1000er Marke überschritten (bin nämlich bei 1018)!
Ich habe mittlerweile ganz klar herausgefunden, daß das Kribbeln in den Fingern und Füßen, das ich schon früher gefühlt hatte, als Nebenwirkung des Migränemedikament auftreten; das steht auch auf dem Beipackzettel, und ich hoffte und hoffe noch, daß das nur in der Einführungsphase so ist. Nur ist das so, daß ich heute gemerkt habe, daß es bei starker körperlicher Belastung schlimmer wird. Nicht nur die Fingerkuppen, sondern die ganze Hand und Teile der Unterarme waren taub; nicht nur die Füße, sondern fast bis zum Knie. Ich hatte oft ein Kribbeln in der Zunge gespürt, was heute sich fast durch das ganze Gesicht zog, und zum Teil hatte ich richtig Bedenken, daß ich nicht umkippe - ich dachte, wenn Du jetzt umfällst, stehst Du nicht so schnell wieder auf. Zum Glück bin ich am Montag wieder beim Neurologen, dem kann ich das alles auseinandersetzen.
So habe ich gemischte Gefühle bei der Bewertung dieses Laufs. Sportlich gesehen würde ich ihn als Erfolg betrachten, vom Erlebnis sowieso, bloß diese Sache mit dem Kribbeln macht mir Sorge. Mein Knöchel hat das Ganze übrigens ganz gut überstanden, er tut schon weh, aber nicht übermäßig, mal sehen, wie er sich morgen anfühlt. Ich glaube aber, daß ich morgen sowieso einen ziemlichen Muskelkater haben werde...
Donnerstag, 20. September 2007
Glück
Kennt Ihr das?
Eine Melodie geht Euch im Kopf herum. Ihr kennt sie, ganz sicher. Bestimmt. Es ist sogar eine Eurer Lieblingsmelodien. Wie heißt sie noch? Na klar. Das ist doch… verflixt, das war doch… na warte. Ist doch ganz klar! Dieses Saxophon… nur einer kann es so spielen… und diese drei, vier einfachen Takte, die so simpel, so klar sind, und trotzdem so ansprechend. Natürlich.
Aber wie heißt sie? Ich will sie jetzt unbedingt hören. Ich hab die CD, ganz sicher. Aber um die rauszukramen, muß ich doch wissen, wie das Stück heißt. Oder zumindest in etwa.
Dieses Saxophon, da bin ich mir ganz sicher, ist Abdullah Ibrahim. Und die gleiche Melodie schwirrt, leicht abgewandelt und verziert, nochmal durch meinen Kopf herum, diesmal auf einem Klavier gespielt. Paßt auch. Das ist sicher Abdullah Ibrahim. Das Stück wird also irgendwas mit Afrika zu tun haben. Ich kann mich also auf die Suche machen… keine leichte Aufgabe, denn ich bin ein Fan von ihm. Habe bestimmt 25 CDs von ihm - gut, daß ich sie irgendwann auf Platte abgespeichert habe. Aber auch so sind 25 CDs kein Pappenstiel, und wenn man ehrlich ist, haben alle irgendwie mit Afrika zu tun - also gilt es, sich in Geduld zu üben und Stück für Stück anzuhören.
Es folgen wunderschöne Stunden bester Jazzmusik, eingängige Melodien, rhythmische Stücke, herzzerreißende Saxophonsoli, beunruhigende Klavierpassagen, irritierende Bassarrangements, kurze, prägnante Stücke, langatmige, gebetsartige Gesänge. Erste Zweifel schleichen sich an: ob das wirklich Abdullah… hatte ich nicht vor Jahren eine Platte von Charlie Mariano gehört, der ähnlich geklungen hatte? Und hatte Branford Marsalis nicht auch mal so gespielt? Hatte Gato Barbieri früher nicht auch so wild reingeblasen? Und bin ich überhaupt sicher, daß die Melodie, die sich in meinem Kopf festgesetz hat, tatsächlich auf Saxophon geklungen hatte? Man mischt doch im Kopf so einiges… und nach soviel Musik bin ich mir ganz und gar nicht sicher, ob ich die Melodie jemals gehört habe…
Morgens auf dem Weg zur Arbeit: ich habs! Alles verkehrt. Das war nicht Abdullah Ibrahim. Es muß Jan Garbarek gewesen sein. Von ihm habe ich auch sechs oder sieben Platten, eine überschaubere Menge. Kaum zuhause angekommen, stürze ich mich auf sie, aber nach kurzer Zeit ist mir klar, daß das die völlig verkehrte Fährte ist. Niemals. Ganz anderer Stil. Ich höre noch einige CDs ab, die Suche dauert insgesamt einige Wochen, ich nerve meine Frau und meine Kinder damit - vergebens. Ich finde das Stück nicht.
Aber es will gehört werden. Es verfolgt mich, immer nocht. Die Melodie überfällt mich morgens unter der Dusche, mittags beim Joggen, beim Autofahren, sogar beim Sex. Sie läßt mich nicht los, es ist zum Verrücktwerden!
Gestern morgen habe ich sie gefunden. Ganz zufällig, dabei hatte ich die Suche schon lange aufgegeben. Sie heißt: “Did You Hear That Sound” und ist tatsächlich von Abdullah Ibrahim. Wer sie hören will, findet sie auf der CD “Africa - Tears And Laughter” aus dem Jahr 1979
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Now playing: Abdullah Ibrahim - Did You Hear That Sound
Dienstag, 18. September 2007
Letzter Tag
(Ich wollte heute Mittag schon loslaufen, aber ich fühle mich noch nicht so fit. Den Tag werde ich noch aushalten).
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Now playing: Manu Chao - MundoreVes
Donnerstag, 13. September 2007
Antibiotikum... grrr...
Als Herzpatient muß ich bei jeder bakteriellen Infektion vorsorglich eine Endokarditis-Prophylaxe durchführen. Also ab zur Hausärztin, die mir einen Abstrich machte und gleich enen Antibiotikum verschrieb. 6 Tage lang darf ich 2 leckere, große zusätzliche Tabletten zu mir nehmen. Das macht jetzt summa summarum 9 Stück - ich komme mir vor wie ein wandelndes Medizinschränkchen :(
Das Blöde ist, daß ich nicht laufen kann. Und noch blöder, daß ich mich morgen sicher, durch das Antibiotikum gedopt, richtig toll fühlen werde. Trotzdem wäre das unvernünftig, wenn ich laufen würde. Und es ist schönes Wetter angesagt.
So, ich will jetzt viele elektronische Trosteinheiten!
Mittwoch, 12. September 2007
Verhext...
Zum Laufen ist er ausreichend ruhig, ich klettere den Hügel hinter dem Köpperner Friedhof hoch und laufe dann am Dorfrand hinunter, dann den Erlenbach wieder hoch bis ich an die Bahnlinie ankomme und laufe da parallel zu ihr ein gutes Stück weiter. Der Bummelzug kommt, er überholt mich, und ich komme an einen Penner vorbei, der mich hinter dem Zug rennen sieht und sich einen Scherz auf gebrochenem Deutsch erlaubt: "Strrrassebahn? Hate niecht abgecholt?"
Am Bahnhof überhole ich den Zug doch, ich überquere die Friedrichsdorfer Straße bei 14:22 Minuten, und ab geht es in den Wald. Alles ruhig, kein Mensch ist unterwegs. An einer feuchten Stelle riecht es stark nach Stinkmorcheln.
Am Ende der Strecke schaue ich auf die Uhr und sehe, daß es knapp wird: 42 Minuten. Endspurt ist angesagt. Aber allzuviel Reserve habe ich nicht mehr... ich springe über die Linie und drücke auf den Knopf: 42:54! Verflixt! Das ist auf die Sekunde genau die gleiche Zeit wie am 23. August!
Montag, 10. September 2007
Köppern, gerade noch im Trockenen
Das Wetter war ziemlich kühl, bewölkt und etwas windig. Nur der Regen hielt sich zum Glück zurück. Ich war etwas zu dünn angezogen, hatte aber keine Lust, nochmal die drei Stockwerke nach oben zu gehen, um mir einen Pulli zu holen. Um das zu kompensieren, hätten ich vielleicht etwas schneller laufen können, aber erstens wollte ich mich mit dem Kollegen unterhalten, zweitens wollte ich ja die gesamte Strecke durchhalten und nicht in der Mitte schlappmachen - würde ja sicher keinen guten Eindruck auf ihn machen.
Wir liefen schon in etwas flottem Tempo los, aber so, daß wir noch reden konnten, ohne zu stark zu japsen - d.h., mir ging es so. Nils scheint in weit besserer Kondition zu sein, jedenfalls erzählte er viel lockerer von seinem Leben als ich und schien sich nicht übermäßig anzustrengen. Laufen, sagte er, sei nicht seine Hauptleidenschaft, vielmehr das Radfahren; er macht das nur, um sich fit zu halten. Nun ja, er ist 8 Jahre jünger als ich.
Wir hatten viel Glück mit dem Wetter. Wir liefen die Standardstrecke in 44:31 Minuten, was sehr angenehm ablief, denn eine halbe Stunde später fing es an zu gießen. Es hat sich herausgestellt, daß mein neuer Kollege, der eigentlich aus Ulm kommt, im Moment praktisch bei mir um die Ecke wohnt und gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren möchte. Ich drücke mich seit Monaten drum herum, aber jetzt habe ich eine echte Gelegenheit, das in die Tat umzusetzen!
Sonntag, 9. September 2007
Lauf für mehr Zeit
Heute war in Frankfurt der Lauf für mehr Zeit, ein 5000er, der traditionell sehr schön ist, weil drum herum schöne Stimmung herrscht: tolle Performances der anwesenden Gay- und Transvestitenvertretern, Trommler, Rockbands, Künstler, alles auf dem belebten Opernplatz. Das Ganze geht zwei Runden durch die Innenstadt, was für großen Publikumsandrang sorgt.
Ich kämpfte die letzten Tage mit einem grippalen Infekt und war noch heute morgen unschlüssig, ob ich antreten sollte. Aber heute Mittag ging es mir gut, und ich hatte mich mit meinen Freunden Alex und Osvaldo verabredet; außerdem hat dieser Lauf eine besondere Bedeutung für mich, weil es letztes Jahr der erste Wettkampf nach meiner OP war, an dem ich erfolgreich teilgenommen hatte.
Ich fuhr also mit meiner jüngsten Tochter und meiner Mutter hin, die gerade zu Besuch da ist, und holte meine Startnummer ab. Wie immer war es ein buntes Fest, überall gab es Musik und Darbietungen, die Menschenmenge wurde dichter. Der Toilettenbesuch vor dem Start wurde zur Geduldsprobe, die Schlange war lang und wurde länger. Wir machten noch ein Heldenfoto vor dem Start, ich lächelte mit dem Fisch auf meinem T-Shirt um die Wette, und wir stellten uns auf.
Mensch, so ein 5er ist gar nicht so locker, wie man sich das vielleicht vorstellen würde. Es geht schon am Anfang los: man kann gar nicht starten, weil die Menge erst mal steht. Nur allmählich setzt sie sich in Bewegung, und dann muß man aber auch höllisch aufpassen, daß man ja die richtige Geschwindigkeit erwischt, wenn man nicht totgestrampelt werden will.
Hat man das aber erreicht, lichtet sich das Feld langsam, und man bekommt freie Sicht. Man erkennt eine freie Schneise zwischen den Läufern und versucht, sich dort vorbeizumogeln, ohne auf Körperkontakt zu gehen. Das kostet mehr Kraft als gedacht, und plötzlich sieht man die erste Verpflegungsstelle vor sich und denkt, das kann ja wohl nicht sein. Blick auf die Uhr: 6 Minuten. Wo war die Verpflegungsstelle nochmal?
Irgendwie bin ich verwirrt. Ich laufe ja ohne Pulsuhr und ohne GPS (der Garmin hätte bei der Bewölkung keine Chance), und ich sehe keine Kilometermarkierung. OK, da vorne ist die erste Runde zu Ende. 11 Minuten? Naja, möglich wärs, aber ob ich das durchhalte ist wieder eine andere Frage. Jetzt kommt eine Steigung, oje, und ich höre meinen Namen - Dörte steht da und feuert mich an und hat mich auch schon fotografiert (das Bild ist unscharf geworden, aber es ist deutlich genug zu sehen, daß jetzt nur noch der Fisch lächelt). Ganz im Unterschied zu Osvaldos Bild, das ihn zwar auch nicht scharf zeigt, aber aus einem ganz anderen Grund: er war zu schnell für die Kamera! Er schaffte die Strecke in 19 Minuten und lächelte noch unverschämterweise dabei.
Ich gebe mir Mühe, der Berg ist irgendwann geschafft, ich komme zum zweiten Mal an der Verpflegungsstelle vorbei und mache auch diesmal heldenhaft keinen Halt. Kinder überholen mich, aber bei Erwachsenen, die das versuchen, bleibe ich verbissen dran... bis ich aufgebe und sie soch vorbeiziehen lasse. Aber andere wiederum müssen dran glauben und werden von mir überholt, jawoll! Die letzte Gerade ist erreicht, die Menschenmasse wird dichter, ich setze noch zu einem Endspurt an. Noch 300 Meter, 200, 100, ja, da vorne ist die Uhr! Ich passiere sie bei 23:47 Minuten.
Mir ist noch ganz schlecht, als ich mich von der Ziellinie entferne, da höre ich, wie ein Radiomoderator einen Jungen interviewt, der offenbar vor mir angekommen ist: "Du bist 13 Jahre alt, ja?" Aber ich lasse mich gar nicht davon irritieren. Immerhin habe ich meine Zeit vom letzten Jahr um fast 4 Minuten verbessert. So!
Freitag, 7. September 2007
Laufpause :(
Mittwoch, 5. September 2007
Kurzer Besuch vom Hammermann
Also bin ich mittags wieder los, wieder ohne Begleitung (und der Schweinehund hatte sich Verstärkung geholt: die Kollegen wollten alle essen gehen, manche zum Chinesen, manche zum Dönerfritzen - aber ich blieb standhaft). Ich habe einen neuen Kollegen, der Interesse ans Mittagslaufen angemeldet hat, mal sehen, wie sich das entwickelt; heute war der in München unterwegs, aber demnächst dann.
Nach anfänglichem Widerwillen war ich wieder im Laufen drin und dachte schon wieder über eine Verbesserung der Streckenbestmarke nach. An der Friedrichsdorfer Straße hatte ich 14:16 Minuten drauf, so wenig wie noch nie, also los. Der Weg war gut passierbar, der Wald war leer, nur hin und wieder ein Spaziergänger oder ein Jogger kreuzten. Ich war guter Dinge, zumal dann auf der ansteigenden Teilstrecke keine Probleme auftraten.
Etwa auf drei Viertel der Strecke dann ein kleines Problem: eine Frau mit zwei Hunden an der Leine, von denen einer sehr wild nach mir zog. Ich erschrak ziemlich, es passierte sonst nichts, aber ich bekam einen deutlichen Adrenalinschub. Dann kurz vor Ende der Strecke merkte ich: es geht nichts mehr. Ich bewegte mich wie in diesen Alpträumen, wo der Held (ich) verfolgt wird, die Monster immer näher kommen und das Weiterkommen wie durch Zauberhand nicht möglich ist. Was war das? Ich habe ja keine Pulsuhr momentan, aber das war mit Sicherheit wieder mein Freund, der Hammermann: mit dem Finger an der Halsschlagader konnte ich den Puls rasen spüren. Ich hörte auf zu laufen und ging.
Dann schaute ich auf die Uhr. 42:38! Und vor mir waren nur noch 20 oder 30 Meter! Die waren doch noch zu schaffen. Ich raffte mich noch auf und sprang über die Linie nach 43:03 Minuten.
Montag, 3. September 2007
Köppern, Matsch und Regen
Ich hingegen will das Training intensivieren und werde ab heute dreimal die Woche in der Mittagspause laufen statt wie gehabt zwei. Da muß man auch bei jedem Wetter raus - wie heute, bei Regen und Matsch. Ich hatte auch Kopfschmerzen und erhoffte mir Linderung (die auch teilweise eintrat).
Es lief ganz gut, trotz des Matsches. Der Boden war weich, an mancher Stelle zu weich, so daß ich manchmal sehr aufpassen mußte, aber alles in allem gut passierbar. Sehr schnell ging das nicht, aber akzeptabel: ich kam nach 44:27 Minuten ans Ziel. Meine Waden sahen lustig aus, voller Schlammspritzer. Ich glaube, ein Schlammfänger für Läufer wäre eine Marktnische!
14 flotte Kilometer mit Franziska
Franziska war zuletzt vor zwei Wochen gelaufen und war dafür erstaunlich fit. Sie gab das Tempo vor, und zwar ziemlich schnell - das Hundeausführen scheint sie auf den Geschmack gebracht zu haben. Mir war das recht, denn normalerweise war ich es, der aufs Tempo drückte, und sie diejenige, die etwas bremsen mußte. Wir liefen die 7 km bis zur Niddabrücke der B3 an der Grenze zu Bad Vilbel und zurück, also ziemlich genau 14 km in 1:28 Stunden, was 6:17 min/km entspricht. Wir waren ganz stolz auf unser Tempo, wobei ich natürlich damit protzen mußte, daß ich den Halbmarathon in 5:57er Tempo gelaufen war. Als ich aber dann sagte, daß das hier nur eine lockere Trainingseinheit war, konnte ich sie mit Mühe davon abhalten, mir an die Gurgel zu springen :)
Meine Kopfwehtabletten sind noch nicht ganz eingestellt, d.h. ich bin momentan auf der halben Dosis und werde in zwei Wochen auf die volle Dosis steigern. Zwischenzeitlich kann ich sagen, daß es schon eine Besserung gibt, aber irgendwie nicht ganz zufriedenstellend: zwischendrin habe ich nach wie vor heftige Kopfwehattacken. Außerdem kommt mein Magen damit nicht ganz klar. Ich beobachte weiter.
