Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007

Donnerstag, 7. August 2008

16 Kilometer am Abend mit Franziska

Gestern Abend sind wir wieder zusammen gelaufen, meine liebe Frau und ich. Wir warteten, bis die Hitze des Tages etwas abkeklungen war (um 20:00 Uhr zeigte das Thermometer noch 29 Grad) und liefen um 21:20 Uhr los.

Franziska wollte langsam laufen, aber etwas länger. Ich paßte mich an, da ich in letzter Zeit eh dauernd schnell unterwegs war. Wir liefen an der Nidda in Richtung Rödelheim und zurück ein Stück über den Niddapark, insgesamt ziemlich genau 16 Kilometer (der Forerunner behauptete, es seien 16,4 gewesen). Ein schöner Lauf, angefangen bei untergehender Sonne mit einer Mondsichel im Abendhimmel, danach wurde es dunkler, und überall im Park waren Gruppen am Grillen und Feiern. Leider waren auch viele Mücken unterwegs, so daß wir manch eine schlucken mußten. Da wir vorher nicht gegessen hatten, war es aber gut so.

Wir liefen in gemächlichem Tempo so, daß wir uns gut und ruhig unterhalten konnten und erreichten den Wendepunkt, ein Kiosk auf der Rödelheimer Insel, bei 55 Minuten. Danach liefen wir einen etwas veränderten, aber etwa genau so langen Weg zurück. Wir kamen doch ziemlich geschafft nach 1:50:10 Stunden an - ein Schritt von 6:52. Meine Pulswerte waren entsprechend niedrig, ein Durchschnitt von 137 mit einem Maximum von 145. Meine Uhr behauptet, ich hätte 1170 kcal verbraten, davon 45% Fett - nun ja.

Erstaunlicherweise konnte ich feststellen, daß ich nicht wesentlich weniger kaputt war als nach einem anstrengenden, schnellen Lauf. Die Beine, Gelenke, der Rücken, sie waren alle vergleichbar mitgenommen wie nach einem schnellen Lauf. Ich erklärte mir das so, daß beim langsameren Laufen entweder andere Muskelgruppen, oder aber die gleichen Muskelgruppen anders beansprucht werden, so daß es gestern ein bißchen so war, als wäre ich untrainiert gewesen und hätte mich überangestrengt. Eine andere Möglichkeit: es ist nicht unbedingt nur die Intensität, die zu einem schlappen Körper führt, sondern auch die Zeit spielt dabei eine Rolle. Jedenfalls fand ich das gestern spannend. Vielleicht ist das aber eine Überlegung wert: wenn man sich eh anstrengen wird, dann lieber schneller laufen :)

Kommentare:

Kerstin hat gesagt…

Dann ist man wenigstens schneller wieder da und die "Qual" hat ein Ende. Denke ich mir auch immer ;-)

Anja Ridlberg hat gesagt…

Ich lerne gerade anhand meines Trainingsplanes, dass weniger mehr ist. Sowas, hat mir ja noch nie jemand gesagt.

Aber ich hab immer ein wenig Neid über die Läufer, die mit Partner laufen können - schon schön! Aber ich will meinen auf keinen Fall tauschen und zumindest fahren wir ja jetzt Rad - jawoll!

José hat gesagt…

@Kerstin: Das nenne ich Sportsgeist!

@Anja: Ja nun, ich glaube auch nicht, daß Du mit meiner Frau glücklich würdest :)

Pienznaeschen hat gesagt…

O.k. ich reduziere auf 15 Kilometer vorsprung ;)