Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007

Montag, 24. November 2008

Unfall und Ende

Training Nr. 120 in diesem Jahr fand am 16.11. statt. Es war ein kurzes Vergnügen: der Weg war naß und etwas rutschig, und beim Versuch, über das Drängelgitter am Bahntunnel gleich am Anfang der Strecke zu springen, rutschte ich aus. Ich kam gar nicht dazu, abzuspringen, ich nahm Anlauf, der Sprungfuß bekam keinen Halt und rutschte nach vorne mit schnellem Tempo. Ich knallte mit dem Knie gegen die Absperrung und fiel auf den Rücken - zum Glück doch ein wenig seitwärts, denn es war so heftig, daß ich es knacken hörte. Ich lag da erstmal stöhnend auf dem Boden, ich konnte vor Schmerz kaum denken. 30 Meter vor mir unterhielten sich zwei Männer an der Friedhofspforte und beachteten mich nicht. Nach einer Weile schaute einer der beiden rüber und fragte: Alles klar? Ich antwortete wahrheitsgemäß mit "Nein!", aber entweder war das nicht verständlich genug, oder die beiden hatten Wichtigeres zu besprechen, jedenfalls kam auch keiner rüber, um zu helfen.

Irgendwann stand ich auf und ging nach Hause zurück - ich humpelte mehr, als daß ich ging, und bei jedem Schritt mußte ich laut aufstöhnen. Es muß ein lustiger Anblick gewesen sein, jedenfalls wurde ich ein paarmal komisch angeschaut. Zuhause erwarteten mich große Augen meines Sohnes und meiner Frau, die aber beide gleich weg mußten. Ich legte mich in die Badewanne und versuchte zu entspannen, aber die Schmerzen gingen nicht weg. Also rief ich mir ein Taxi und fuhr in die Notaufnahme, wo ich gleich geröntgt wurde. Ergebnis: die 8. Rippe links, das ist die erste, die unter dem Schulterblatt sichtbar ist, ist gebrochen.

Das bedeutet für mich den Abschluß der Laufaktivitäten für dieses Jahr, denn die Rippe wird 3 bis 4 Wochen brauchen, um wieder zusammenzuwachsen. Das Knie ist zum Glück nicht angetastet, die beiden Schläge, die ich da abbekommen habe, sind ein Stück darunter. An der rechten Kniekehle habe ich auch einen Schlag abbekommen, ich vermute, ich bin auf dem eigenen linken Fuß gefallen, habe aber keine Erinnerung daran. Jedenfalls hat sich da ein großer Bluterguß gebildet, der aber schon wieder am Verschwinden ist.

Fazit: Glück im Unglück, denn es hätte schlimmer kommen können, wenn ich auf die Wirbelsäule oder gar den Hinterkopf gefallen wäre. Jetzt war ich eine Woche zuhause und werde morgen wieder arbeiten gehen.

Mittagslauf in Köppern

Am Donnerstag, dem 13.11., lief ich wieder in Köppern. Ich nahm die gleiche 8,1-km-Strecke in 45:37 Minuten, war also ein klein wenig langsamer als beim letzten Mal - kein Wunder, denn der Muskelkater war schon deutlich. Auch diesmal hatte ich den Brustgurt nicht mit, ich schätze aber, daß es mich relativ viel gekostet haben dürfte; der Pace war mit 5:37 min/km nicht zu schnell, aber auch nicht gerade langsam.

Abendlauf an der Nidda

Am Dienstag, dem 11.11., zwei Tage nach dem Lauf am Sonntag, bin ich dann wieder abends gelaufen. Die Mittagspause war wieder unmöglich gewesen, aber das machte nichts, ich lief abends an der Nidda, die auf 13,64 km abgekürzte 14-km-Strecke. Das machte wieder Spaß, ich war nach 1:13:34 h fertig, hatte also einen Schnitt von 5:23 min/km gehalten. Das zeigte sich auch in den Pulswerten: 166 im Durchschnitt, 178 maximal. Ich war etwas fertig und hatte tags darauf Muskelkater, aber es hat Spaß gemacht.

Niddalauf am Abend mit Franziska

Am Sonntag, dem 9.11., bin ich dann abends mit Franziska gelaufen. Wir hatten es uns die ganze Zeit vorgenommen, das hatte aber irgendwie nicht geklappt. An dem Nachmittag sah es erst mal wieder so aus, als könnten oder wolten wir nicht, aber Franziska gab sich und mir einen Ruck, und wir gingen los.

Es war ein schöner Lauf, bei dem ich wieder entdeckte, wieviel mir das Laufen bringt. Danach war ich wieder drin, weder Stress, noch Unlust, noch das kalte Wetter konnten mir was anhaben. Wir liefen exakt im 6er Schritt eine Strecke von 12,1 km in 1:12:39 h, wobei ich meinen Puls sehr gut bei 158 im Durchschnitt halten konnte. Der Höchstpuls lag bei 174 am Ende, als wir einen Spurt hinlegten.

Sonntag, 23. November 2008

OK. Ich bin im Verzug.

Vier Wochen! Vier Wochen habe ich nun nicht mehr gebloggt. Nicht, daß es nichts zu berichten gegeben hätte. Irgendwie war ich blockiert.

Heute hole ich es nach. Ich bin seitdem viereinhalb mal gelaufen, und ich habe mir ja vorgenommen, jeden einzelnen Lauf zu dokumentieren.

Nach meinem Lauf vom 24. Oktober legte ich eine Pause von einer Woche ein. Am Wochenende war ich weggefahren, und die Woche danach war bei der Arbeit so stressig, daß ich mir mittags keine Zeit dafür nahm. Am Montag, dem 3.11. wieder, da nahm ich mir die Zeit - zwar etwas spät, um 15:20, aber wenigstens das. Ich lief die bekannte Strecke, die mittlerweile standardmäßig auf 8,1 km abgewandelt ist, da eine Abkürzung, die quer durchs Feld führte, nicht mehr möglich ist. Ich lief die Strecke in 44:06 Minuten, d.h. mit einem Schritt von 5:25 min/km. An dem Tag hatte ich meinen Brustgurt vergessen, also habe ich keine Pulswerte notiert; ich war aber schon etwas aus der Puste.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Abendlauf an der Nidda mit Frau und Hund

Heute war Marathontag. Die ganze Stadt war abgesperrt, die Zeitungen, das Radio, die Plakate: alle erzählten davon. Ich war dazu nicht vorbereitet und hatte daher keine Lust, mir das anzuschauen. Mein Schwiegervater feierte Geburtstag im Taunus, da sind wir hin und haben mitgefeiert.

Abends allerdings, da wollte ich doch meinen Lauf absolvieren. Franziska wollte mit dem Hund raus, und wir beschlossen, gemeinsam zu laufen, um die Unmengen Kalorien, die wir bei ihrem Vater zu uns genommen hatten, wenigstens zum Teil abzubauen.

Snoop war diesmal vorbildlich; er lief ohne große Probleme in gleichbleibendem Tempo mit, und nur manchmal mußten wir anhalten, wenn er mal mußte. Das war ganz OK so, ich hatte das Gefühl, daß ihm die Dunkelheit nicht so gefällt und er deswegen keine großen Ausreißversuche unternahm. Wir liefen realtiv entspannt, oder vielmehr: ich lief relativ entspannt, Franziska versuchte, mein Tempo zu halten. Man muß sich vor Augen führen: sie ist heute zum ersten Mal seit 11 Wochen wieder mitgelaufen, und da machte sie locker mit, als wäre nichts gewesen. Ein Naturtalent; wenn sie ein bißchen beständiger trainieren würde, würde sie mich locker abhängen.

Wir liefen eine leicht veränderte Strecke von 9,15 km und kamen nach 57:45 Minuten an, das ist ein Tempo von 6:18 min/km. Meine Pulswerte waren ganz prima, mit 149 im Durchschnitt und einem Maximum von 159 war ich die ganze Zeit im grünen Bereich.

Insgesamt war das ein schöner Lauf in der Abendluft, der mich über den nicht gelaufenen Marathon hinwegtröstete :)

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Weitere Runde in Köppern, etwas besser drauf

Gestern um die Mittagspause bin ich wieder gelaufen. Nichts Neues dabei, ich habe die gleiche, leicht veränderte Köpperner Strecke genommen, es war etwas regnerisch und naß. Ich hatte lange Laufsachen an und war ganz gut drauf.

Es lief ein bißchen besser als am Montag: die 8,1 Kilometer schaffte ich in 42:57 Minuten, was einem Tempo von 5:18 min/km entspricht, aber vor allem machte mir der Lauf nicht soviel zu schaffen. Ich hatte einen Durschnittspuls von 163 mit einem Maximum von 173; ich war hinterher völlig naßgeschwitzt und freute mich auf die warme Dusche, hatte aber keine Schmerzen.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Eine neue Runde in Köppern

Gestern habe ich mich aufgerafft und bin wieder in der Mittagspause gelaufen. Es war wieder Herbstwetter, trocken und kühl, zudem hatte ich noch vom Stadtlauf etwas schwere Beine, es war also wirklich eine Überwindung, aber ich dachte, jetzt erst recht. Ich lief also die altbekannte Mittagspausenstrecke, die ich leicht abwandeln mußte, weil der Bauer mir durch Umpflügen mir den Weg abgeschnitten hat. Insgesamt bin ich 8,1 km in 46:27 Minuten gelaufen, also ein Schnitt von 5:43 min/km. Der Puls war ganz normal und ohne Überraschungen bei 153 mit einem Maximum von 170 - alles in Butter also, bloß muß ich schon sagen, daß es ziemlich anstrengend war.

Gewichtsmäßig bin ich ein bißchen zufriedener, ich scheine wieder bei 75 kg angekommen zu sein. Weniger essen, weniger Süßigkeiten vor allem, und natürlich das Laufen helfen wohl ganz gut dazu. Ein besonderer Lauf war das auch: damit habe ich die 1.200-km-Marke in deisem Jahr überschritten.

Montag, 20. Oktober 2008

Oberurseler Stadtlauf - mit Ach und Krach

Am Samstag habe ich mich spontan für den Oberurseler Stadtlauf angemeldet, ein 10-km-Lauf, der diesmal zum 20. Mal stattgefunden hat. Ich wollte ohnehin 10 Kilometer oder länger laufen, und da nahm ich die Gelegenheit einfach wahr.

Ich war relativ schlecht vorbereitet, da ich zuvor wegen meiner Angina hatte pausieren müssen und danach nur noch zweimal gelaufen war. Ich hatte aber keine Zeitvorgabe, sondern wollte es wie in einem Trainingslauf angehen lassen. Er startete um 16:00 Uhr, Anmeldung war noch bis 15:30 möglich, um 15:15 habe ich meine Startnummer bekommen. Das Wetter war optimal, sonnig, aber kühl. Ich ließ meine Klamotten bei einer Bekannten, die direkt an der Laufstrecke wohnt und lief mit kurzer Hose und T-Shirt.

Das war eine eher überschaubare Veranstaltung. Schätzungsweise 250 bis 300 Teilnehmer, mehr waren da nicht, und wir wurden alle von der Brunnenkönigin persönlich begrüßt, eine Art Weinprinzessin, aber ohne Wein. Um Punkt 16:00 Uhr ging es los; es galt, die Strecke viermal zu laufen, wobei man nur einmal durch das Anfangsstück kam. Die Strecke führte durch die Oberurseler Altstadt, mitten durch die gleichzeitig stattfindende Kirmes; zum Teil war da Kopfsteinpflaster, und manche Steigung war ziemlich steil. Ich lief relativ zügig, aber nicht zu schnell, hielt mich an wechselnde Läufer, die aber alle zu schnell für mich waren, so daß ich sie nach und nach als Referenz austauschte.

Die erste Runde ging ganz prima, wobei mir die Steigung zu schaffen machte, aber auf dem Rückweg konnte ich wieder etwas Weg gut machen. Die zweite Runde war schon mühselig, da nutzte ich den Rückweg, um zu verschnaufen, und wurde kurz vor Vollendung der Runde vom ersten Läufer schon überrundet. Bei der dritten Runde merkte ich plötzlich, daß da etwas nicht stimmte, ich hatte plötzlich keine Kraft und spürte dieses seltsame metallische Gefühl am Halsansatz - genau, der Blick auf die Uhr bestätigte das: Vorhofflimmern! Mein Puls zeigte 214, also mußte ich zusehen, daß er wieder runter kam. Ich machte eine Gehpause, bis der Puls wieder bei 180 war, und lief dann weiter, denn ich kannte das Gefühl ja schon. Es ging dann relativ beschwerlich und weiter, der Puls war nicht ganz normalisiert, aber es war zu ertragen. Ich schaffte die dritte Runde, bei der vierten dann das gleiche Bild: an der steilsten Stelle ging mein Puls auf 212. Also wieder gehen, ein bißchen warten und weiterlaufen. Am Ende blieb aber noch Kraft für einen letzten Spurt, weil mich da jemand kurz vor dem Ziel noch überholen wollte. Nach 55:45 Minuten (eigene Messung) war ich dann durch und bekam von der Brunnenkönigin ein Finisher-T-Shirt und eine Medaille. Das T-Shirt ("Isch bin ein Orschinal" steht da drauf) gab es leider nur noch in Größe XL, die kleineren waren schon weg. Wahrscheinlich war der Gedanke der, daß kleinere, schmalere Läufer schneller da sind, und am Ende kommen nur noch die Brocken angelaufen. Kleinere, langsame Läufer waren da wohl im Nachteil :)

Meine Pulswerte waren nicht erfreulich: mit einem Durchschnitt von 180 und einem Maximum von 220 war das alles andere als normal. Natürlich hatte ich nicht solche Pulse, sondern Vorhofflimmern; ich schätze, ich bin bei einem Durchschnitt von 163 oder 164 gelaufen, das Maximum dürfte etwa 175 betragen haben - auch nicht wenig, aber natürlich nicht so hoch. Das Ganze war ein großer Rückschritt, denn einen solchen Anfall hatte ich schon seit langem nicht mehr gehabt, und ehrlich gesagt dachte ich nicht, daß das wieder kommen würde. So muß ich den Tatsachen ins Auge schauen: ich bin immer noch nicht ganz gesund. Und überfordern sollte ich mich auch nicht!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Ich beiße nicht, ich will nur spielen

Heute Mittag war ich wieder laufen, nach einem Tag Pause. Ich spürte leicht die Beine, vor allem die Oberschenkel, aber es ging relativ gut. Es war Nieselwetter und etwas kühler, so um die 14 Grad, aber ich hatte meine langen Klamotten an.

Es lief ganz gut. Der Herbst ist noch ein Stückchen weiter vorangeschritten, und weite Teile der Strecke (übrigens wieder die Standard-7,8-km-Strecke) waren unter einem dichten Blätterteppich versteckt. Der Bauer hat mir einen bösen Streich gespielt und an einer Stelle frech meinen Weg mit umgepflügt, so daß ich mich mühsam durch den Acker quälen mußte - unschön für die Oberschenkel, unschön für den Knöchel, der das ausgleichen mußte.

Mitten im Wald kam mir eine Gruppe Wanderer entgegen. Eine von ihnen lief mit dem Blick konzentriert auf den Boden gerichtet, wohl in Gedanken oder aus Anstrengung. Alle anderen machten brav Platz, aber sie sah mich nicht; ich lief einfach weiter geradeaus in der Hoffnung, daß sie mich schon sehen würde, aber der Abstand wurde zusehends kleiner. Irgendwann hob sie den Blick und sah mich, und da erschrak sie und machte einen Satz zur Seite. Ich war etwas perplex, aber rief noch im Laufen: Ich tu nichts, ich will nur spielen!

Der Lauf war richtig befriedigend. Ich kam nach 42:20 Minuten an, d.h. mit einem Schnitt von 5:24 min/km. Der Puls war entsprechend etwas höher, aber nicht zu hoch: 166 im Durchschnitt mit einem Maximum von 178, der bei der Steigung gegen Ende der Strecke erreicht wurde. Danach war ich ganz schön fertig und reif für eine warme Dusche.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Krank und Wiederanlauf in Köppern

Ich bin zwei Wochen nicht gelaufen: mein leichter Schnupfen wuchs sich zu einer ziemlich üblen Angina aus, ich mußte zum Antibiotikum greifen. Resultat: ich bin jetzt wieder auf den Beinen, aber noch immer nicht ganz fit.

Gestern bin ich dann wieder gelaufen, und zwar in der Köpperner Mittagspause. Es war eine mühsame, aber notwendige Maßnahme: am Wochenende davor war ich in der Pfalz mit meiner Familie, und ich habe beim Wandern im Wald schon gemerkt, daß ich langsam untrainierter wurde. Jedenfalls merkte ich das beim Laufen deutlich, ich kam relativ schnell aus der Puste und konnte es nicht unbedingt gleich genießen.

Ich lief im Nebel bei 16 Grad, und es war schon eine deutliche Veränderung in Richtung Herbst im Wald zu spüren: alles war feucht, modrig, die Blätter waren gelb oder rot, und viele waren auf den Boden gefallen, so daß sie den Weg verdeckten. Ein schöner Lauf eigentlich. Ich lief die 7,8-km-Strecke wie gehabt und konnte sie nach 43:15 Minuten beenden, ein Schritt von 5:31 min/km. Mein Puls verhielt sich ganz OK, mit 159 im Durchschnitt und 172 als Maximum war eindeutig nicht der Kreislauf das Problem, sondern die Beine, die ich gleich danach schon deutlich spürte, und die paar Kilo, die sich in letzter Zeit angesammelt haben.

Ich wiege jetzt schon wieder 76 Kilo. Mein nächstes Projekt: 5 Kilo runter.

Montag, 29. September 2008

Mittagslauf in Köppern bei noch schönem Wetter

Heute Mittag bin ich wieder in Köppern gelaufen. Das Wetter war noch gut, und ich hatte Glück, denn eine Stunde später wäre ich naß geworden. Aber ich erwischte noch sogar etwas Sonne, ein bißchen Wind und viel herbstliche Luft. Es roch überall nach Pilzen, nach überreifen Beeren auf dem Waldboden, nach Laub, nach Heu.

Da ich von gestern noch etwas muskelverkatert war, bin ich nicht wie üblich hier entlanggedüst, sondern lief einigermaßen zivil durch die Gegend. Es war ja auch schön. Ich konnte mit kurzer Hose und kurzem T-Shirt laufen, es war am Anfang zwar etwas kühl, aber dann ging es, sobald ich mich aufgewärmt hatte.

Es war ein schöner Lauf. Ich kam relativ mühelos, aber nicht unterfordert an, hatte kräftig geschwitzt und mich ein bißchen ausgetobt. Die 7,8-k-Strecke war insgesamt gut passierbar, bloß an einer einzigen Strecke hatte sich etwas Matsch angesammelt. Dafür brauchte ich 41:43 Minuten, also ein 5:20er Schritt, und hatte dabei einen Puls von 162/173 - alles im grünen bereich.

Neuer Lauf mit Marianne am Mainufer

Letzte Woche war es bei der Arbeit ein bißchen schwierig, mich in der Mittagspause zum Laufen loszueisen. Ich verabredete mich mit Marianne zum Freitagabend, am Ende wurde es der Samstag. Insgesamt bin ich letzte Woche also nur zweimal gelaufen und hatte ein magere 16-km-Ausbeute.

Wir liefen wieder vom Merianplatz runter an den Main und dann in Richtung Westen bis Niederrad und zurück; diesmal bin ich etwas länger gelaufen, ud zwar bis zur Bahnbrücke bei der Uniklinik, so daß wir insgesamt 10,6 km liefen. Das letzte Stück vor der Halbstrecke habe ich zu einem kleinen Spurt genutzt, Marianne blieb zurück und erholte sich ein bißchen, und ich konnte mich austoben. Hat richtig Spaß gemacht, ich habe sogar zwei Radfahrer überholt ("Na, da hat es aber einer eilig!"), hatte aber dann einen Puls von 187 und war ziemlich außer Atem. Anschließend ging es aber in gemächlichem Tempo weiter, so daß ich mich erholen konnte.

Die Strecke war in herrlichem herbstlichen Abendlicht getaucht, es war voller Menschen, die entweder liefen, Rad fuhren oder einfach nur herumlungerten. Marianne hatte leichte Schwierigkeiten mitzukommen, wobei das kein Wunder ist, denn sie läuft in letzter Zeit praktisch nur, wenn wir zusammen laufen - das ist eindeutig zuwenig, um die Kondition zu halten. Immerhin hat sie es noch zu einem kleinen Endspurt am Ende der Strecke gebracht und war hinterher ganz glücklich, mal wieder gelaufen zu sein. Mit einem Tempo von exakt 6 min/km waren wir 1:03 Stunden unterwegs gewesen, mein Puls war im Durchschnitt bei 158 mit einem Maximum von 187 (der Spurt).

Gestern hatte ich dann Training ganz anderer Art: ich war bei meinem Freund Peter Möbel schleppen, weil er neue Böden verlegen will; wir mußten drei Zimmer ausräumen und alles in Keller oder Garage bringen und danach die Teppichböden ausreißen. Als ich damit fertig war, kam ich nach Hause und werkelte noch ein paar Stunden im Garten herum. Heute habe ich einen ziemlichen Muskelkater, und der kommt nicht vom Laufen!

Dienstag, 23. September 2008

MIttagslauf in Köppern, etwas mühsam

Gestern bin ich wieder allein gelaufen, in der Mittagspause in Köppern. Davor habe ich nochmal meinen Chef bearbeitet, der zwar von sich aus das Laufen interessant findet, sich aber noch nicht ohne gutes Zureden dazu eingefunden hat. Jetzt habe ich ihn für Freitag verpflichtet - mal schauen ob er kommt. Kollege Markus stand dabei und sagte, er würde auch kommen. Bin gespannt.

Kurz nachdem ich losgelaufen war erlebte ich eine unliebsame Überraschung: der Weg war von einem Baufahrzeug gesperrt, Durchgang nicht möglich. Ich drehte um und lief einen kleinen Umweg von etwa 300 Metern. Auch so war ich nicht in bester Form, ich lief nicht sehr schnell und dennoch ziemlich angestrengt. Unterwegs war alles wie immer, ich traf kaum einen Fußgänger im Wald und kam nach 44:48 Minuten wieder an. Das macht bei 8,1 km einen Schritt von 5:31 min/km, die Pulse waren mit 160/173 etwas hoch.

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Ich höre gerade: Abdullah Ibrahim - Solitude
via FoxyTunes

Sonntag, 21. September 2008

Abendlauf an der Nidda

Gestern mußte ich bis zum Abend warten, bis ich raus konnte. Nachdem ich meiner Tochter die Haare gewaschen hatte und ihr was zu essen gemacht hatte, bin ich gegen 20:30 losgelaufen.

Ich lief die 14-km-Strecke bis zur B3 und zurück; an sich ganz gut auch bei Dunkelheit zu laufen, nur das letzte Stück zwischen der Harheimer Brücke und der B3 ist etwas schlechter ausgebaut; hier muß man etwas auf den Boden achten, weil der Weg unregelmäßig ist. Unterwegs hatte ich ab und zu Fahrrad-Gegenverkehr, wobei sich die Radfahrer darüber aufregten, daß ich ohne Licht unterwegs war. Nur einer, der selbst lampenlos fuhr, nahm die Beinahe-Kollision gelassen und lachte drüber.

Ich lief relativ zügig und gleichmäßig: beim Passieren des 3-km-Punktes rechnete ich aus, daß ich mit etwa 5:23 min/km unterwegs war; den Wendepunkt erreichte ich bei 39 Minuten, die Gesamtstrecke dann nach 1:15 Stunden - ein Durchschnitt von 5:21. Die Pulse waren entsprechend relativ hoch, aber nicht übertrieben bei 165/174. Da es kalt war, hatte ich lange Klamotten an und kam völlig verschwitzt wieder zurück. Auf die warme Dusche freute ich mich dann sehr.

Donnerstag, 18. September 2008

Neuer Mittagslauf in Köppern

Wie angekündigt bin ich heute in der Mittagspause wieder gelaufen. Es war zwar kühl, aber trotzdem sehr schönes Herbstwetter: keine einzige Wolke, Sonne satt, eine kühle Brise und viele herbstliche Gerüche.

Um mir einen Rüffel zu ersparen (Hallo Anja!), lief ich heute langsamer. Ich hatte sowohl die lange Hose als auch ein Langarmshirt an, also mußte ich nicht besonders heizen. Das lief sehr gut.

Die Wege waren gut passierbar, es waren kaum Menschen unterwegs, kurzum: es war ein schöner, lockerer Lauf. Ich kam nach 42:30 Minuten an und ging anschließend Äpfel klauen - sehr lecker, direkt vom Baum. Meine Pulswerte waren mit 158/170 prima, das Durchschnittstempo mit 5:29 min/km ebenso.

Neues vom Kardiologen

Gestern war ich nach einem halben Jahr wieder zur Kontrolluntersuchung beim Kardiologen. Für mich war es aus zwei Gründen etwas spannend: zunächst einmal der MRT-Befund aus der Hochtaunusklinik, der zwar nicht schlimm, aber doch potentiell beunruhigend war; es stand die Frage im Raum, ob die bekannt gewordene Verengung meiner Aortenklappenprothese schon immer so gewesen, oder ob das eine neue Entwicklung war. Zum anderen habe ich vor ein paar Monaten meinen Betablocker eigenständig abgesetzt, und ich war gespannt, ob das negative Auswirkungen haben würde.

Die gute Nachricht zuerst: mit meiner Klappe ist alles soweit in Ordnung. Sie ist tatsächlich etwas verengt, das war sie aber schon direkt nach der Operation gewesen. Das war mir nicht ganz klar. Der jetzt gemessene Gradient ist zwar noch ein bißchen gößer, aber alles in allem in einem unkritischen Bereich - Aufatmen also an dieser Stelle.

Die Sache mit dem Betablocker war auch nicht dramatisch. Ich kontrolliere meinen Blutdruck regelmäßig und habe fast immer Bilderbuchwerte von 120/80 mit gelegentlichen Ausreißern nach oben oder nach unten. Dummerweise hatte ich gestern einen nach oben (131/95), der zwar vernachlässigbar ist, aber mir eine kleine Rüge einbrachte. Beim Belastungs-EKG war ich nicht besonders gut, ich schaffte 200 Watt (im Januar waren es 225 gewesen), also eine Stufe weniger. Die 10 Minuten strampeln reichten mir aber für den ganzen Tag - ich bin immer wieder erstaunt, wie stark sich sowas auswirkt. Jedenfalls war ich gestern nicht in der Verfassung, noch einen Mittagslauf zu machen - das werde ich heute noch erledigen.

Dienstag, 16. September 2008

Und wieder ein Mittagslauf in Köppern

Am Wochenende bin ich nicht gelaufen, weil ich zu einem verlängerten Hüttenwochenende nach Oberstdorf gefahren bin. Gestern hatte ich also umso mehr Bewegungsdrang.

Leider war es ziemlich kalt. Morgens beim Einpacken hatte ich das schon gesehen, aber in der Eile zwar das lange T-Shirt, nicht aber die lange Hose mitgenommen. So mußte ich mit der kurzen raus - eine echte Überwindung. Aber es ging, nach einer Weile war ich soweit aufgewärmt, daß mich das nicht mehr störte, und ab der Streckenhälfte habe ich sogar richtig geschwitzt. Ich lief die klassische 7,8-km-Strecke im zügigen 5:06er Schritt und kam nach 39:59 Minuten ans Ziel - ziemlich geschafft, aber dann endlich aufgewärmt. Meine Pulswerte waren erwartungsgemäß mit 163/174 ziemlich hoch, aber nach der anschließenden warmen Dusche war alles wieder im Lot.

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Ich höre gerade: Esbjörn Svensson Trio ( E.S.T.) - Hymn of the River Brown
via FoxyTunes

Donnerstag, 11. September 2008

Mittagslauf in Köppern, ohne Kollegen

Gestern wollte ich eigentlich mit meinem Kollegen Markus laufen, der sich morgens angesagt hatte und sogar seine Laufsachen dabei hatte. Gegen Mittag aber kippte seine Motivation, er schlug sogar vor, daß wir zusammen mit anderen Kollegen statt dessen essen gingen. Ich blieb eisern, er machte sich davon.

Als ich dann in Laufklamotten runterging, trafen wir uns im Treppenhaus: er kam vom Dönerladen mit den anderen zurück. Ich sagte noch etwas wie "Hier ist Dein Laufgewissen" und ging voller Häme raus :)

Das Wetter war etwas schwül, wenn auch bewölkt. Ich hatte mir ja vorgenommen, langsamer zu laufen, und bei dem Wetter war der Vorsatz leicht zu erfüllen. So langsam lief ich dann aber doch nicht, ich lief die 7,8-km-Strecke in 42:29 Minuten, ein Schnitt von 5:25 min/km also. Mein Puls bewegte sich im Durchschnitt bei 164 mit einem Maximum von 173 an der großen Steigung.

Es machte Spaß, ich war nicht zu sehr gefordert, aber wenigstens ausgepowert - eindeutig die bessere Verwendung der Mittagspause!

Ich habe mittlerweile einen anderen Kollegen zumindest als Interessent gewonnen; mein Chef wird sich demnächst entscheiden, ob und wie häufig er mitlaufen wird.

Dienstag, 9. September 2008

Schneller Abendlauf mit Krampf

Nachdem ich gestern in der Mittagspause keine Zeit gehabt hatte (genaugenommen hatte ich keine Zeit für eine Mittagspause), wollte ich mich abends doch etwas abstrampeln und bin kurz nach 7 losgelaufen. Es war herrlichstes Laufwetter; ein paar Gewitterwolken waren am Himmel, aber ansonsten alles klar und relativ frisch; die Sonne schien mir auf den Rücken und tauchte alles in schönes, warmes Abendlicht. Nach der Hälfte hätte ich die Sonne im Gesicht bzw. einen schönen Sonnenuntergang sehen können, aber da war ich nicht schnell genug, sie war hinter dem Feldberg schon untergegangen.

Ich lief ziemlich schnell, wobei ich gleich am Anfang ein unangenehmes Ziehen am rechten Oberschenkel spürte. Nachdem ich mich aber warmgelaufen hatte, ging das wieder weg. Ich lief die 14-km-Strecke entlang, kam auch zügig bis zum Wendepunkt, aber das Zwicken fing schon wieder an zu stören. Bei Kilometer 11,4, kurz vor der Homburger Landstr., bekam ich einen Krampf am Oberschenkel, also brach ich dort ab und ging den Weg zurück.

Es war trotzdem nicht schlecht: mit einem Durchschnittspuls von 161 und einem Maximum von 172 war ich ganz schön gefordert, was auch den Krampf erklärt. Das Durchschnittstempo war mit 5:08 min/km recht ordentlich. Heute morgen hatte ich zwar etwas Muskelkater, ansonsten aber keine Beschwerden.

Sonntag, 7. September 2008

Neuer Lauf mit Marianne am Mainufer

Gestern bin ich gleich um 8:30 wieder mit Marianne am Mainufer gelaufen. Ich wollte ein bißchen schnelelr als sonst laufen, erstens weil ich nicht soviel Zeit hatte, zweitens, um Marianne ein bißchen zu striezen. Ich hatte mir vorgenommen, die 10-Kilometer-Strecke in 55 Minuten zu laufen.

Wir liefen sehr pünktlich und relativ entspannt los, wobei ich diesmal das Tempo diktierte. Ohne GPS richtete ich mich nach meinem Puls, und der sollte knapp unter 160 sein. Nach einer Weile stellte er sich ein, und Marianne schnaufte zwar und wurde recht einsilbig, aber sie kam gut mit. Es war naß, zwischendrin regnete es ein bißchen, und wir mußten hin und wieder über Pfützen springen.

Wir liefen bis zur Kaiserlei-Brücke in Offenbach, d.h. ein bißchen kürzer als die dargestellte Strecke; da wir am Schluß nur bis zum Anfang der Berger Straße am Anlagenring liefen, ergibt sich eine Strecke von etwa 9,7 km. Marianne wollte zwischendrin beinahe aufgeben, aber ich konnte sich doch motivieren: wir nahmen etwas Tempo raus und erzählten uns gegenseig eine Fortsetzungsgeschichte (es ging um einen Läufer, der Motivation brauchte), und so verging die Zeit relativ zügig. Wir kamen auch relativ zügig an; meine Uhr zeigte 57:36 Minuten an, womit wir mein selbstgestecktes Ziel knapp verfehlt hatten, dafür aber Mariannes Erwartungen übertrafen. Da sie sich wieder mit mir verabredet hat, nehme ich an, daß es doch nicht allzu viel für sie war :)

Meine Pulswerte waren im Durchschnitt bei 148 mit einem Maximum von 157 - sehr gut für das Tempo, immerhin 5:52 min/km.

Mittwoch, 3. September 2008

Mittagslauf in Köppern

Heute war es ziemlich kühl und regnerisch, ich mußte also mit langer Hose laufen. Natürlich hätte ich mich anders erwärmen können, z.B. einfach dadurch, daß ich die Mörderstrecke von neulich nahm, da hätte ich sicher geschwitzt, aber das wollte ich dann doch nicht :)

Ich lief also meine altbekannte 7,8-km-Strecke. Zwischendrin fing es an zu regnen, aber das war mir vorher eh schon klar gewesen. Ich lief ohne Komplikationen die Strecke und kam nach 40:08 Minuten wieder an; der Durchschnittspuls war bei 155 mit einem Maximum von 177 - das ist prima, denn der Durchschnittspace waren 5:07 min/km.

Montag, 1. September 2008

Mittagslauf am Winterstein

Heute bin ich wieder in der Mittagspause gelaufen. Um etwas Abwechslung zu bringen und nicht immer die Versuchung zu haben, die gleiche Strecke ständig schneller laufen zu wollen, suchte ich mir mit Google Maps eine neue Strecke, die etwas länger sein sollte. Ich fand relativ schnell eine, die gut geeignet schien, wobei ich an einer Stelle den Weg durch den Wald nicht ekennen konnte; auch die Kartenansicht von Google zeigte mir keinen Weg an. Ich schob das auf die Kartenqualität in ländlichen Gebieten und lief trotzdem los in der Überzeugung, daß ich den Weg schon finden würde.

Was soll ich sagen, es war ein Fehler: bei Google Maps sieht man das Höhenprofil leider nicht direkt, ich hätte vorher darauf schauen müssen. Der Weg führte mich erst mal 3 Kilometer steil bergauf, und als ich oben war, ging es noch steiler wieder runter. An der Stelle, die ich in der Karte nicht hatte finden können, war ein so steiler Abgang, daß der Weg in Schlangenlinie runterging; das ist hier auf meiner eingegebenen Strecke nicht direkt zu sehen, etwa kurz nach Kilometer 5. Danach fand ich einen Weg zurück, der mich eigentlich auf die alte Runde bringen sollte; ich hätte 12 Kilometer laufen wollen, schaffte aber in der einen Stunde nur 8 - und war danach richtig fertig.

Ich habe keine Pulswerte davon, weil ich meinen Brustgurt vergessen hatte, aber das Tempo spricht für sich: 7:27 min/km. Hinterher ging mir auf, daß ich den Winterstein fast bis zum Gipfel hochgelaufen war - da war ich schon einmal gewesen.

Ich glaube, die Strecke werde ich nicht so schnell wieder laufen :)

Lauf mit Marianne am Mainufer

Ich bin ein bißchen faul beim Bloggen gewesen, ich gebe es zu. Ich muß noch einen Eintrag für Samstag und einen für heute nachliefern.

Ich hatte mich schon vor einer Woche locker mit Marianne verabredet, wir wollten mal wieder nach längerer Pause zusammen laufen. Zunächst sah das so aus, als würde das wieder nicht klappen, aber ich verschob den Lauf in den Abend, sie sagte eine Verabredung ab, und so klappte es dann doch.

Wegen des Museumsuferfests mußten wir den Main in östlicher Richtung laufen, an Gerbermühle und Staustufe vorbei bis in den Kaiserlei und zurück. Wir wollten ein bißchen länger laufen, und da stellte sich dir Frage, ob wir bis nur zur Kaiserleibrücke und zurück laufen sollten, was genau 10 Kilometer ist, und hinterher noch zwei, drei Kilometer an den Parkanlagen laufen sollten. Wir entschieden uns dagegen, wir liefen den Offenbacher Nordring bis zur Carl-Ulrich-Brücke, machten dort eine kleine Pause und liefen dann wieder zurück. Alles in allem eine 1,5 Kilometer lange Strecke, die recht angenehm zu laufen war; nur der Teil am Offenbacher Hafen ist nicht unbedingt sehr reizvoll.

Wir liefen sehr gemütlich, das Durchschnittstempo war 6:44 min/km, wobei es eigentlich etwas höher war, da wir in der Mitte ein Pause machten. Auf dem Rückweg konnten wir zeitweise nichts sehen, da es schon dunkel geworden war; das gab dem Ganzen einen kleinen Anstrich von Nachtwanderung. Am Ende wagten wir einen etwa 100 Meter langen Sprint bis unter die Flößerbrücke, was viel Spaß machte. Die letzten 1,5 oder 2 Kilometer gingen wir durch den Park am Anlagenrig zurück. Am Merianplatz wollte ich gerne noch ein Eis bei der eröffneten Dulce-Filiale essen, aber die machte mir frecherweise vor der Nase zu.

Meine Pulswerte waren entsprechend niedrig, 128 im Durchschnitt mit einem Maximum von 178 im Endspurt.

Mittwoch, 27. August 2008

Neuer Mittagslauf in Köppern

Ich war schon lange nicht mehr in Köppern gelaufen. Das letzte Mal war noch vor dem Mainzer Marathon gewesen, und nach dem Wiederanlauf nach der Zwangspause war ich nicht mehr mittags gelaufen: zu warm, zu faul :)

Gestern war ich also gespannt darauf, wie ich die Strecke bewältigen würde: erstens ist sie viel bergiger als das, was ich in den letzten Wochen gelaufen bin, zweitens sind die Wege unregelmäßiger, was schlecht für meinen Knöchel ist, und drittens wollte ich allgemein wissen, auf welchem Fitness-Stand ich mittlerweile bin.

Es lief gut. Ich startete mit diesem Leichtigkeitsgefühl, das ich schon mal gespürt hatte, ohne Schmerzen, ohne schweren Beine, mit ausreichenden Atemluftreserven und Kraft in den Steigungen. Nach einer Weile merkte ich, daß ich relativ schnell lief, aber nicht so, daß ich unbedingt verlangsamen mußte. Die Bahnschranke erreichte ich nach 13 Minuten, was mir aber nicht viel sagte (ich hatte vergessen, welche Zeit ich sonst gelaufen war). Im Wald war es etwas feucht, aber die Wege waren gut, einige davon ausgebessert, zwei Teilstrecken sogar geteert.

Gegen Ende der Strecke dachte ich sogar, ich würde meine Bestmarke knacken und freute mich darüber: ich kam nach 39:51 Minuten an. Dem war nicht so; die Bestmarke liegt hier schon bei 37:26 Minuten; trotzdem ordentlich. Die Strecke betrug wie immer 7,8 km. Meine Pulswerte waren etwas hoch, 173 im Durchschnitt und 183 maximal, aber mir ging es trotzdem gut. Auch heute tut der Knöchel nicht zu sehr weh.

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Ich höre gerade: Pink Martini - Aspettami
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Sonntag, 17. August 2008

Momentan läuft nur die Nase...

Ich schreibe nur der Vollständigkeit halber, falls mich jemand hier vermißt hat. Ich habe mir eine dämliche Sommergrippe eingefangen mit Schnupfen, Halsweh, Gliederschmerzen und allem, was so dazugehört. Laufpause also.

Außerdem hatte ich mal wieder einen kurzen Kreislaufkollaps. Ich habe meine Tochter beim Hort abgeholt und ließ mich dazu verleiten, einen Moment auf Stelzen zu laufen. Beim Runtersteigen habe ich mich etwas ungeschickt angestellt und rammte mir den oberen Teil der Stelze in die Achselhöhle; das tat höllisch weh. Ich taumelte einen Moment, dann wurde mir schwindelig und mußte mich auf den Boden legen - dann war ich weg. Ich wachte wieder auf, als mich eine der Freundinnen meiner Tochter fragte: Haben Sie das Bewußtsein verloren? Ich mußte bejahen :(

Dienstag, 12. August 2008

Lauf im Regen, nicht wirklich erholend

Gestern Abend bin ich wieder gelaufen: Ich wollte ein bißchen langsamer machen, weil ich den schnellen Lauf vom Samstag noch in den Beinen spürte; um mich nicht in Versuchung bringen zu lassen, nahm ich eine etwas veränderte Strecke: aus dem Hin-und Herweg an der Nidda machte ich einen Rundweg, der zwar genauso anfing, aber an der Harheimer Brücke dann die Strecke verläßt, den Berg nach Berkersheim hochsteigt, dann wieder weiter nach Preungesheim und zurück über Eckenheim. Die Streckenführung ist eigentlich ganz nett, aber der Grund, warum ich sie so selten nehme, ist die Steigung von der Nidda nach Berkersheim und Preungesheim.

Schon als ich loslief, regnete es leicht, aber unterwegs wurde der Regen etwas stärker, und bald war ich ganz durchnäßt. Das machte nichts, es war mir trotzdem warm, weil ich doch nicht so langsam laufen konnte, wie ich eigentlich gewollt hatte. Unterwegs traf ich etliche Läufer, die anscheinend die günstige Temperatur nutzten, um rauszugehen. Ich lief ganz regelmäßig bis zur Harheimer Brücke (da wurde mir klar, daß ich zu schnell lief), dann bog ich ab und lief leicht ansteigend bis zur Bahnschranke. Die war geschlossen, also mußte ich über die Brücke laufen - schon eine anstrengende Sache. War aber gerade gut als Einstimmung für die darauf folgende Steigung: uff! Die ist steil. Und geht über ein paarhundert Meter. Sehr unangenehm. Oben angekommen, war ich schon auf dem Feld und überlegte, ob ich über die B3 in Richtung Lohrberg laufen sollte, aber das schien mir etwas riskant, denn ich kannte da keinen vernünftigen Rückweg. Also machte ich kehrt und lief runter bis Preungesheim, durch die Siedlung Frankfurter Bogen, am kleinen Friedhof vorbei in die Siegmund-Freud-Straße. Hier bin ich beinahe schon zuhause, da ging es nur noch über die Autobahnbrücke, an den Schrebergärten entlang und ich war tatsächlich zurück.

Heraus kam eine runde Strecke von 13,5 km, die ich in 1:14 Stunden lief - ein Schnitt von 5:29 min/km. Nicht wirklich zum Erholen, mein Pulse lagen mit 159 im Durchschnitt und 170 maximal zu hoch dafür. Aber es hat Spaß gemacht, und außer einem Muskelkater heute morgen habe ich das gut überstanden. Die warme Dusche nach dem Lauf habe ich aber wirklich gebraucht.

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Ich höre gerade: Chicane - Offshore (Ambient Mix)
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Sonntag, 10. August 2008

5er geknackt! 5er geknackt?

Gestern Morgen bin ich wieder die 14-Kilomter-Runde gelaufen, diesmal angetreten, die magischen 5 min/km durchzuhalten. Insgesamt mußte ich also in 1:10 h zurück sein, um das Ziel zu erreichen.

Ich lief gegen 10:00 los, es ging mir gut, und ich konnte mir vorstellen, es zu schaffen. Ich hatte einen guten Schritt drauf, wobei der Puls schon ziemlich weit oben war; viel schneller konnte ich nicht laufen. Aber es ging gut. Ich hatte den Forerunner dabei und ließ mir die Momentangeschwindigkeit anzeigen, mußte aber feststellen, daß der keine zuverlässigen Angaben machen konnte; die Anzeige schwankte sehr zwischen 3:50 und 6:50, was eigentlich nicht sein konnte, denn ich lief ziemlich konstant.

Ich verlegte mich darauf, Zwischenrunden an markanten Punkten zu setzen, so daß ich das später auf der Karte nachvollziehen konnte (es zeigte sich, daß die Methode zuverlässiger war: ich lief tatsächlich ziemlich konstant). Nach der halben Strecke sah ich, daß ich es schaffen konnte, was mir einen guten Ansporn gab.

Als ich kurz vor dem Ziel die letzte Zwischenrunde markierte, mußte ich feststellen: Mist, schon wieder nicht geschafft, die Uhr zeigte schon 1:10 h, und es fehlten ein paar hundert Meter. Am Ziel angekommen, hatte ich 1:11:07 Stunden und hatte das Ziel knapp verfehlt.

Hatte ich? Nein: der Forerunner behauptete, ich wäre 14,4 Kilometer gelaufen. Somit hatte ich einen Schritt von 4:55 min/km durchgezogen. Sehr schön, ich konnte mich freuen, allerdings war mir nicht ganz klar, auf welcher Weise ich die zusätzlichen 400 Meter gewonnen haben sollte, denn ich war die Runde eigentlich genau so wie immer gelaufen. Entweder spinnt allso der Forerunner, was ihm durchaus zuzutrauen wäre, oder Google Maps.

Ich beschloß, mich vorerst über meine neue Schnelligkeit zu freuen; die Pulswerte sprechen jedenfalls dafür: 169 im Durchschnitt, 176 maximal. Ich werde mich aber erst dann richtig freuen, wenn ich die gleiche Strecke unter 1:10 h laufe, egal, wie weit sie nun ist.

Donnerstag, 7. August 2008

16 Kilometer am Abend mit Franziska

Gestern Abend sind wir wieder zusammen gelaufen, meine liebe Frau und ich. Wir warteten, bis die Hitze des Tages etwas abkeklungen war (um 20:00 Uhr zeigte das Thermometer noch 29 Grad) und liefen um 21:20 Uhr los.

Franziska wollte langsam laufen, aber etwas länger. Ich paßte mich an, da ich in letzter Zeit eh dauernd schnell unterwegs war. Wir liefen an der Nidda in Richtung Rödelheim und zurück ein Stück über den Niddapark, insgesamt ziemlich genau 16 Kilometer (der Forerunner behauptete, es seien 16,4 gewesen). Ein schöner Lauf, angefangen bei untergehender Sonne mit einer Mondsichel im Abendhimmel, danach wurde es dunkler, und überall im Park waren Gruppen am Grillen und Feiern. Leider waren auch viele Mücken unterwegs, so daß wir manch eine schlucken mußten. Da wir vorher nicht gegessen hatten, war es aber gut so.

Wir liefen in gemächlichem Tempo so, daß wir uns gut und ruhig unterhalten konnten und erreichten den Wendepunkt, ein Kiosk auf der Rödelheimer Insel, bei 55 Minuten. Danach liefen wir einen etwas veränderten, aber etwa genau so langen Weg zurück. Wir kamen doch ziemlich geschafft nach 1:50:10 Stunden an - ein Schritt von 6:52. Meine Pulswerte waren entsprechend niedrig, ein Durchschnitt von 137 mit einem Maximum von 145. Meine Uhr behauptet, ich hätte 1170 kcal verbraten, davon 45% Fett - nun ja.

Erstaunlicherweise konnte ich feststellen, daß ich nicht wesentlich weniger kaputt war als nach einem anstrengenden, schnellen Lauf. Die Beine, Gelenke, der Rücken, sie waren alle vergleichbar mitgenommen wie nach einem schnellen Lauf. Ich erklärte mir das so, daß beim langsameren Laufen entweder andere Muskelgruppen, oder aber die gleichen Muskelgruppen anders beansprucht werden, so daß es gestern ein bißchen so war, als wäre ich untrainiert gewesen und hätte mich überangestrengt. Eine andere Möglichkeit: es ist nicht unbedingt nur die Intensität, die zu einem schlappen Körper führt, sondern auch die Zeit spielt dabei eine Rolle. Jedenfalls fand ich das gestern spannend. Vielleicht ist das aber eine Überlegung wert: wenn man sich eh anstrengen wird, dann lieber schneller laufen :)

Dienstag, 5. August 2008

Nochmal: Lauf am Abend, schnelle 14 km. 1000 Kilometer!

Nachdem ich es am Sonntag nicht gepackt habe, bin ich gestern Abend wieder gelaufen. Es wurde die gleiche 14-km-Strecke, an der ich mir momentan die Zähne ausbeiße. Ich wollte eigentlich den 5er Schritt durchziehen, was mir aber nicht gelungen ist: ich bin nach 1:12:08 Stunden angekommen, also ein Schritt von 5:08.

Immerhin ging es mir gestern besser, nach dem Lauf war ich nicht so fertig, sondern hatte noch ein bißchen Kraft zu einem kleinen Endspurt, und das Ganze machte auch viel Spaß. Es hatte sicher auch damit zu tun, daß es nicht so warm war, ich hatte 22 Grad. Jedenfalls waren meine Pulswerte etwas besser, 163 im Durchschnitt und 178 am Ende beim Endspurt. Zwar auch nicht gerade entspannt, aber doch nicht so am Limit.

Mit dem gestrigen Lauf habe ich dieses Jahr die 1000 Kilometer überschritten.

Lauf am Abend, 14 schnelle km

Ich habe wieder einen Blogeintrag versäumt, wird soeben nachgeholt.

Am Freitag bin ich wieder die 14-Kilometer-Strecke gelaufen. Allein, gestartet abends nach der Arbeit, war es ein guter, aber anstrengender Lauf. Ich lief die Strecke in 1:13:25 Stunden und war ziemlich fertig, aber glücklich. Das ist ein Schritt von 5:13 im Durchschnitt - nicht schlecht, aber es geht sicher noch besser. Ich müßte einen 5er Schritt eigentlich halten können.

Meine Pulswerte waren an dem Abend allerdings nicht so, daß ich mehr gekonnt hätte: mit einem Durchschnitt von 168 und einem Maximum von 175 war ich schon recht nah an dem, was ich meine Grenze nenne.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Morgenlauf an der Nidda, diesmal mit Frau und Hund

Heute morgen war es wieder sonnig, aber etwas frischer. Franziska mußte sowieso mit dem Hund raus, also gingen wir zu dritt raus.

Es war wieder ein schöner Tag,m nicht ganz so sonnig wie am Montag, aber dafür sehr angenehm zum Laufen. Wir liefen die gleiche Strecke, also 10,5 Kilometer, diesmal aber etwas langsamer, da der Hund immer wieder Pausen brauchte. Es war ein schöner Lauf ohne besonderen Vorkommnisse; wir kamen nach 1:10:11 Stunden wieder zurück, und ich mußte gleich duschen, um zur Arbeit zu fahren.

Mein Puls lag im Durchschnitt bei 142 mit einem Maximum von 165, es war also ein entspannender Lauf. Die Waage bewegt sich übrigens wieder langsam nach unten, ich hatte heute morgen 72 Kilo.

Montag, 28. Juli 2008

Morgenlauf an der Nidda






Was für ein herrlicher Morgen! Sonnig, warm, aber nicht allzu warm, denn es wehte eine frische Brise. Ich war heute leicht verkatert, weil ich gestern ein paar Gläser Rotwein getrunken hatte, der bekommt mir doch nicht so. Lecker war er trotzdem :)

Ich lief um 8:24 los, da war die Temperatur schon bei 24 Grad, und ohne den kühlenden Wind wäre es doch ziemlich unangenehm gewesen. Ich beschloß, die 10-Kilometer-Strecke zu laufen, und zwar nicht zu schnell. Ich nahm meine Kamera mit und machte unterwegs ein paar Fotos (die muß ich noch hochladen), außerdem nah ich meinen iPod mit und ließ mich von Shantel anfeuern.

Es war ein schöner Lauf. Es waren ein paar Läufer unterwegs, auch Spaziergänger und Radfahrer, aber es war doch relativ leer. Ich lief relativ konstant bis zum großen Baum bei Berkersheim und drehte dann um. Auf dem Rückweg wurde es schon deutlich wärmer, ich schwitzte viel und war ganz froh, als ich nach 1:01:19 Stunde die 10,5 lange Strecke hinter mir hatte. Meine Pulswerte waren mit 165 im Durchschnitt und 170 maximal in Ordnung, die Durchschnittsgeschwindigkeit war bei 5:50 min/km.

Samstag, 26. Juli 2008

Erster Lauf über 20 km, Knöchel hält

Gestern Nacht bin ich zum erstenmal nach der Pause über 20 Kilometer gelaufen. Ich wartete ab, bis das schwüle Wetter etwas besser geworden war, und lief um Viertel vor Neun los. Ich lief an der Nidda entlang, aber diesmal in die entgegengesetzte Richtung: am Eschersheimer Schwimmbad über Heddernheim, Praunheim, Hausen, Rödelheim, Sossenheim, Nied bis zur Niddamündung in den Main in Höchst, und dann die gleiche Strecke wieder zurück.

Es wurde einer dieser Läufe, bei denen subjektives Empfinden nicht mit der objektiven Wirklichkeit zusammentreffen: ich wollte eigentlich relativ locker laufen, um überhaupt die lange Strecke bewältigen zu können. Tatsächlich bin ich doch ziemlich zügig gelaufen, zumindest am Anfang. Ich hatte den Forerunner meines Kollegen dabei, der aber keine besonders gute Hilfe war, weil er ständig seine Satelliten verlor (und das bei fast optimalen Wetterverhältnissen), so daß ich nur am Puls abschätzen konnte, wie schnell ich war. Irgendwann schaute ich auch nicht mehr danach und lief einfach nach Gefühl und drückte einfach auf die Zwischenzeitentaste, um mir bestimmte Punkte zu merken. Später vermaß ich die Strecke mit Google Maps.

Ich war doch ziemlich schnell: die 14 Kilometer passierte ich bei 1:13 - ein Schnitt von 5:12. So konnte das nicht weitergehen. Auf dem Rückweg wurde ich etwas langsamer und mußte bei einer Kneipe Wasser schnorren gehen. Den Rückweg schaffte ich nicht ganz, ich sparte mir die letzten 3 Kilometer und ging den Rest. Immerhin: ich hatte 23,7 Kilometer in 2:18:38 geschafft, das ist ein Schnitt von 5:50 min / km. Danach war ich zwar ziemlich fertig, aber heute morgen ging es mir wieder ganz gut. Außer einen deutlichen Muskelkater hatte ich nichts Besonderes, und selbst der Knöchel machte das zwar murrend, aber ohne Aussetzer mit.

Der Pulsdurchschnitt war bei 165, zwischendrin hatte ich ein Maximum von 177. Ich habe geschwitzt wie blöde, was aber aúch OK ist: heute morgen hatte ich 72,5 Kilo auf der Waage. Alles in allem zeigte mir der Lauf gestern deutlich: ich muß disziplinierter laufen, längere Strecken trainieren und nicht so schnell loszischen. Hat aber Spaß gemacht!

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Ich höre gerade: Wasis Diop Feat. Lena Fiagbe - No Sant (Flytronix Mix)
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Freitag, 25. Juli 2008

Neues aus der Ärztefront, Teil 234,5

Gestern war ich in der Bad Homburger Hochtaunusklinik, um eine MRT meines Herzens machen zu lassen. Anlaß war ein Kreislaufkollaps am 12. Juni gewesen; bei der damals durchgeführten Untersuchung sah es so aus, als wäre meine Pulmonalklappe verengt, was aber im Ultraschall nicht direkt zu sehen war, weshalb die MRT angeraten war.

So eine MRT ist relativ unangenehm. Es gibt Menschen, die sich davor fürchten, in die enge Röhre gesteckt zu werden; mir ging es zwar nicht so, aber schön war das nicht. Zudem ist das Ganze trotz den schützenden Kopfhörern ziemlich laut und, was für mich am unangenehmsten war, man muß ziemlich lange still liegen. Mir schliefen zum Teil die Hände ein.

Am Ende standen aber die Ergebnisse der Untersuchung fest: mehrere Bildreihen, aus verschiedenen Richtungen aufgenommen, die ziemlich detailliert Auskunft über Zustand und Funktion der Herzklappen und des Herzens generell geben; die Reihen lassen sich dann im Viewer als Video darstellen, was sehr beeindruckend aussieht.

Ich hatte das Gefühl, daß die Ärzte sich sehr darüber freuten, einen Patienten wie mich zu haben, weil meine Herz-OP doch relativ selten ist. In der Tat war es so, daß ein Arzt aus Gießen zur Stelle war, der sich das Ganze mit Interesse anschaute; er und sein Team führen diese Operation etwa zweimal wöchentlich durch, allerdings an Kindern, und es war wohl was Besonderes, einen operierten Erwachsenen beobachten zu können. Ich wurde dort also ganz freundlich empfangen, und man beantwortete alle meine Fragen ausführlich.

Ausschlaggebend für den Verdacht auf eine verengte Klappe war gewesen, daß die Herzwand meiner rechten Kammer etwas dicker war als normal; das deutete darauf hin, daß sie einer erhöhten Belastung ausgesetzt war, und da sie ein Muskel ist, wird sie dabei dicker. Ursache könnte erhöhter Lungendruck sein oder eben eine verengte Pulmonalklappe. Der Sport schied als Ursache aus, weil dann das Phänomen bei beiden Kammern aufgetreten wäre. Und tatsächlich: nach einer groben Messung stellte es sich heraus, daß meine Pulmonalklappe um etwa ein Viertel bis ein Drittel enger ist, als sie sollte. Der genaue Befund steht noch aus, aber mir wurde die Stelle gezeigt; man sieht deutlich, daß das Blut beim Passieren der Engstelle viel schneller fließt, und im Vergleich zur daneben sichtbaren Aorta ist sie deutlich kleiner. Der Durchmesser von Pulmonal- und Aortenklappe sollte normalerweise etwa gleich sein (meine Aortenklappe ist ja nach der Ross-Operation meine ehemalige Pulmonalklappe). Verengt ist also meine biologische Prothese.

Die Frage ist und bleibt zu klären, ob das schon von Anfang an so war (ich hatte bisher noch keine MRT, so daß man es nicht mit Sicherheit sagen kann), oder ob die Verengung nachträglich stattgefunden hat. Wenn letzteres, dann muß abgeklärt werden, ob die Verengung weiter fortschreitet; ich werde also in sechs Monaten nochmal in die Röhre schauen müssen. Das macht mir schon ein wenig Sorgen: die OP ist erst zweieinhalb Jahre her, und wenn ich mich daran erinnere, wie schnell die Verengung meiner ursprünglichen Aortenklappe ging, dann kann es durchaus sein, daß ich eine zweite Klappen-Operation über mich ergehen lassen werde.

Ansonsten ist der Befund nicht weiter besorgniserregend; bis auf die dickere Herzwand habe ich keine Komplikationen zu erwarten. Die Aortenklappe funktioniert einwandfrei, und eine kleine Undichtigkeit der Trikuspidalklappe ist praktisch ohne Bedeutung. Laufen, auch einen Marathon, kann ich damit ausdrücklich, nur Kraftsportarten soll ich meiden. Der untersuchende Arzt war selbst Marathonläufer und ist in Frankfurt schon gelaufen, also fühlte ich mich dort verstanden :)

Am besten gefiel mir die Reaktion meines Chefs: ich kam von der Klinik zur Arbeit und erzählte, wie es mir ergangen war, und er meinte: "Moment mal, du brauchst eine neue Klappe? Macht nichts, du hast doch noch Garantie drauf!"

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Ich höre gerade: Jorge Drexler - De amor y de casualidad
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Mittwoch, 23. Juli 2008

Es läuft weiterhin: Abendlauf 14 km, Gewichtsparadoxon

Gestern Abend bin ich nochmal gelaufen, nachdem ich 2 Tage pausiert hatte. Ich startete um 19:00 Uhr allein und lief exakt die gleiche Strecke wie am Samstag an der Nidda entlang. Es lief gut, keine Schmerzen, nur leicht aus der Puste war ich. Zu Recht: ich lief einen Pulsdurchschnitt von 170 mit einem Maximum von 177, war also ziemlich konstant am oberen Ende. Ich schaffte die 14,04 km lange Strecke in 1:11:11 Stunden, was einem Schritt von 5:04 entspricht. Heute spürte ich aber die Beine schon.

Seit dem Ende der Laufpause beobachte ich ein paradoxes Verhalten meines Gewichts. Während der Pause nahm ich weder ab noch zu, sondern behielt mein Gewicht ziemlich konstant bei etwa 70,5 Kilo. Kaum habe ich wieder angefangen, klettert das Gewicht: ich habe in den letzten 3 Wochen 3 bis 3,5 Kilo zugenommen! Blöd, oder?

Ich habe mir das so zusammengereimt: während der Pause häufte ich Fett an und baute gleichzeitig langsam Muskeln ab, so daß das Gesamtgewicht konstant blieb. Nach dem Wiederanlauf habe ich die neuen Fettpolster, die langsam abgebaut werden, während die Muskelmasse relativ schnell wieder zunimmt. Wäre eine Erklärung.

Blöd ist das trotzdem :(

Sonntag, 20. Juli 2008

Lauf mit Hund in Regen und Abendsonne

Gestern Abend mußte der Hund noch raus, und ich wollte die Gelegenheit nutzen, um mit ihm zu laufen. Ich mußte ein bißchen warten, weil es gegen 19:00 Uhr anfing zu regnen - so stark, daß ich einfach nicht wollte. Aber das Wetter war den ganzen Tag sehr wechselhaft gewesen, also wartete ich in der Hoffnung auf baldige Besserung.

Das lohnte sich. Etwa Viertel nach Neun regnete es nur noch schwach, und da ich nicht mehr warten wollte, lief ich noch bei Regen los. Dem Hund machte das nichts aus, und mir ja auch nicht, es war kein starker Regen mehr. Überall roch es richtig gut nach Feuchtigkeit, an manchen Stellen sogar sehr schön nach reifen Brombeeren und Ähnlichem. Wir liefen relativ locker, mit einigen Unterbrechungen (Snoop muß ja auch immer schnuppern). Der Hund läuft mittlerweile richtig gut an der Leine, er zieht kaum noch, und wenn er das tut, läßt er das sehr schnell, sobald man was sagt. Irgendwann hörte der Regen auf, und der Wind fegte die Wolken weg.

An der 5-km-Wendemarke gibt es eine Stelle, wo der Hund gut ans oder ins Wasser gehen kann. Das machte er, denn er war schon durstig nach dem Lauf; dabei sah er einige Frösche und war ziemlich aufgeregt. Als wir zusammen wieder die Böschung hochkletterten, zog er ziemlich fest an der Leine, ich rutschte aus, und weg war er.

Es war ziemlich mühsam, ihn wieder einzufangen. Wenn er sich frei weiß und was gewittert hat, ist er kaum zu bremsen, da rast er wie verrückt durchs Unterholz oder durchs Getreide. Ich bediente mich eines Tricks: ich lief einfach weg und rief ihn dabei. Das wirkte: er kam angerast und ließ sich, zwar wieder etwas mühsam, aber doch endlich fangen.

Ich lief dann die Strecke unter dem wunderschönen Abendhimmel wieder zurück; keine einzige Wolke war zu sehen, die Sterne leuchteten schon, und leichter Nebel kam auf.

Am Ende waren wir 9,67 km in 57:31 Minuten gelaufen. Ein schöner, aber anstrengender Lauf. Der Knöchel hielt es ganz gut aus, und ich hatte das Gefühl (oder bildete mir ein), daß es den Beinmuskeln gutgetan hatte, im Fitnesstudio gewesen zu sein. Die Pulswerte waren mit 149 im Durchschnitt und 165 maximal relativ niedrig, aber das erklärt sich mit den Hundepausen.

Samstag, 19. Juli 2008

Schneller Lauf über 14 Kilometer

Oleee, Ooooleeeee! Es läuft wieder.

Am Mittwoch bin ich zum erstenmal nach der Pause wieder über 14 Kilometer gelaufen. Ich war gut drauf, der Knöchel tat nicht weh, und das Wetter war recht kühl und leicht windig - optimale Bedingungen. Gleich am Anfang sah ich einen Läufer ein gutes Stück vor mir und nahm mir vor, ihn einzuholen - das gelang, und ich hatte plötzlich das Gefühl, dieses Tempo halten zu können.

Das tat ich auch. Es ging ganz gut, wenn ich auch merkte, daß es kein Spiel nach oben gab. Egal, ich lief weiter und lieferte mir imaginäre Duelle mit etlichen Läufern, denen ich auf der Strecke begegnete. Das machte wieder richtig Spaß.

Ich lief bis zur B3-Brücke an der Bad Vilbeler Stadtgrenze und wieder zurück. Das Tempo konnte ich tatsächlich halten, ich kam zurück nach 1:12:38 Stunden und hatte eine Strecke von 14,04 km zurückgelegt - ein gutes Tempo von 5:10 min/km. Mein Puls war im Durchschnitt bei 168 mit einem Maximum von 174 - mehr ging auch nicht, ich habe keinen Endspurt machen können.

Der Knöchel hat das sehr brav mitgemacht. Wie üblich tat er am Folgetag etwas weh und war auch geschwollen, aber das klang relativ schnell wieder ab.

Ein besonders Erlebnis hatte ich gestern: ich bin zum erstenmal im Leben im Fitnesstudio gewesen und ließ mir eine Einweisung geben. Ziel war es, meine Muskulatur soweit zu stärken, daß ich nicht mehr so häufig umknicke; zusätzlich gab mir der Trainer ein paar Übungen zur Stärkung von Bauch- und Rückenmuskulatur, was mir beim Laufen zugute kommen soll.

Ich machte alles in allem eine halbe Stunde Training an 6 verschiedenen Maschinen. Nur eine bereitete mir wirklich Probleme, der Rest schien locker zu gehen. Aber heute morgen hatte ich einen tierischen Muskelkater am linken Bizeps. Wahrscheinlich typisch für Läufer, scheine ich meine Armmuskulatur etwas vernachlässigt zu haben :)

Kurzer Lauf wegen widriger Umstände

Am Montag bin ich wieder gelaufen. Ich wollte eigentlich etwas länger laufen, aber irgendwann merkte ich was ganz Unangenehmes: ich mußte aufs Klo. Und überall waren Läufer und Spaziergänger unterwegs.

Ich versuchte mich im autogenen Training, traszendentaler Meditation und diverse anderen Techniken, aber es ging nicht. Gehen konnte ich noch, aber sobald ich ins Laufen ging, drückte mein Bauch.

Ich brach also nach 33:30 Minuten ab und hatte eine 6,6 Kilometer lange Strecke hinter mich gebracht - nicht schlecht, 5:01er Schritt. Lag sicher auch daran, daß ich schnell die Toilette besuchen wollte :)

Die Pulswerte waren im üblichen Bereich: 161 im Durchmesser, 180er Maximum.

Sonntag, 13. Juli 2008

Wieder daheim, Niddalauf

Gestern bin ich nach dem Einkaufen noch mit Franziska an der Nidda gelaufen. Das Wetter schien zunächst optimal, mit wunderschönem Abendlicht und relativ frisch, so daß ich mir die 14-Kilometer-Strecke vornahm. Franziska ging es aber nicht so gut, wir liefen erst mal relativ langsam, und irgendwann sagte sie, daß sie bis zum 10-km-Wendepunkt laufen wollte. Ich wollte aber doch ein bißchen mehr, also lief ich etwas schneller weiter bis zur Harheimer Brücke und versuchte sie, auf dem Rückweg einzuholen.

Das ließ sich schwerer an als angenommen. Entweder hatte ich die Distanz unterschätzt, mein Tempo überschätzt oder Franziskas Tempo unterschätzt - jedenfalls hatte ich meine liebe Müh, sie auch nur zu Gesicht zu bekommen. Zwischendrin kam auch ein plötzlicher Regenguß runter, und ich zweifelte schon daran, ob ich sie vor dem Ende der Strecke noch einholen würde. Gegen Ende nahm ich eine kleine Abkürzung, und siehe da: sie kam mir dort auch schon entgegen. Mit Ach und Krach geschafft.

Die Strecke betrug 12,6 km bei 1:10 Stunden, also einem Schnitt von 5:33 min/km. Ich weiß nicht, wie schnell ich auf dem schnellen Abschnitt war, aber immerhin weiß ich jetzt, wo meine Grenze ist - einen Puls über 172 kann ich auf Dauer nicht halten; ich habe mich ja bemüht. Insgesamt hatte ich einen Pulsdurchschnitt von 158 und ein Maximum von 177, aber die generelle Aussage hiervon ist gering.

Dem Knöchel ging es wieder ganz gut, und heute hatte ich mal wieder Muskelkater.

Urlaub in Bayern, einmal gelaufen

Letzte Woche sind wir relativ spontan nach Bayern an den Kochelsee gefahren. Wir wollten da etwas länger als eine Woche bleiben, aber mein Tochter wurde krank, und wir mußten frühzeitig zurück.

Trotzdem bin ich einmal gelaufen, und zwar rund um den Kochelsee. Der hat einen Umfang von etwa 13,5 km, und meine Strecke hatte 13,38 km - immerhin mit 907 Höhenmetern.

Ich lief am Campingplatz los, zunächst auf geteerten Straßen bis zum See, ab dann einen Wanderweg entlang, der mehr einem Trampelpfad glich. Zum Teil sehr steil, zum Teil recht eng und abenteuerlich, an manchen Stellen lief ich direkt an einem 100 oder 150 Meter tiefen Abgrund, geschützt durch ein Geländer. Danach wurde es wieder flacher, und ich kam in Schlehdorf an, auf der gegenüberliegenden Seite vom See. Von hier an wurde es ziemlich flach, und ich konnte auf einem gut ausgebauten Fahrradweg laufen. Wieder in Kochel wurde es etwas bergiger, es war aber alles in allem gut zu laufen.

Ich kam nach 1:15 Stunden an und war ziemlich fertig. Der Knöchel war etwas mitgenommen, was vor allem damit zu tun hatte, daß die Schotterwege eine ziemliche Herausforderung für die Stabilität der Sehnen waren. Immerhin, nach zwei Tagen ging es wieder gut. Mit einem Durchschnitt von 162 und einem Maximum von 180 war ich bei einem Pace von 5:39 ganz gut dabei.

Sonntag, 6. Juli 2008

Neuer Lauf, ein bißchen länger

Heute wieder allein an der Nidda gelaufen. Ich bin um 9:20 losgelaufen, und das Wetter war schon schwül und unangenehm warm. Es waren trotzdem etliche Läufer unterwegs, irgendwie scheint die Saison ausgebrochen zu sein - ah, OK, heute ist Ironman, vielleicht deswegen.

Ich lief relativ zügig los und hatte bald einen 5:30er Schritt, den ich beibehalten wollte. Die Pulsuhr zeigte 170, was ein etwas hoher Wert ist, dabei könnte ich mich gerade noch unterhalten. Aber die Beine und vor allem der Knöchel machten alles mit, so daß ich nach einer halben Stunde den Entschluß faßte, bis zur Brücke an der Bad Vilbeler Grenze zu laufen, was hin und zurück ziemlich genau 14 Kilometer ausmacht. Das ging auch ganz gut, ich konnte das Tempo auch einigermaßen halten. Gegen Ende, nach etwa einer Stunde, hatte ich dann doch ein unangenehmes Ziehen am Knöchel, und da ich nichts riskieren will, unterbrach ich den Lauf nach 1:10 bei Kilometer 12,73.

Ich war zufrieden, machte noch ein paar Streckübungen an einer Bank und lief etwas muskelkaterig, aber ohne sonderlichen Knöchelschmerzen wieder nach Hause. Mein Puls blieb im Durchschnitt bei 170, es gab eine kurze Spitze bis 185. Alles im grünen Bereich.

Der Knöchel ist natürlich noch nicht gesund. Ich weiß nicht, ob oder wann ich ihn wieder belasten können werde, aber heute habe ich gemerkt, daß er zumindest jetzt noch nicht soweit ist.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Schneller, weiter! Höher ging ja nicht :)

Heute bin ich wieder allein gelaufen, wieder an der Nidda, und habe getestet, wie mein Knöchel so bei etwas ernsterer Belastung mitmacht. Ergebnis: ganz prima macht er mit!

Ich lief wieder ziemlich genau eine Stunde. Mit einer Streckenlänge von 11,68 km war das ein ordentlicher Durchschnitt von 5:07 min/km. Ich war zufrieden.

Der Puls bewegte sich im Durchschnitt bei 174, d.h., es war auch anstrengend, und zwischendrin ging er ohne, daß ich besonders schnell gelaufen wäre, bis auf 184 - ganz klar, der Rest des Körpers macht es nur mit Ach und Krach mit. Am Ende hatte ich auch eine häßliche Blutblase am Zeh, die nicht sehr dekorativ aussah. Aber so schlimm war das alles nicht, ich glaube, ich werde keinen zu starken Muskelkater davontragen.

Montag, 30. Juni 2008

Abendlauf mit Franziska und Hund

Heute Abend bin ich wieder mit Frau und Hund gelaufen. Es war ein unruhiger Lauf, mit vielen Unterbrechungen und Tempowechseln, weil der Hund das eben brauchte, und wir paßten uns an. Wir liefen die 6,2-km-Strecke in 41:32 Minuten, mein Puls war bei 144 im Durchschnitt, am Ende nach einem Sprint bis 183 hochgeschnellt.

Ich war relativ unzufrieden, weil ich eigentlich entweder länger oder schneller hätte laufen wollen, aber jetzt am Abend merke ich, daß es vielleicht doch nicht so schlecht ist, einen Lauftag ohne Muskelkater zu beenden. Der Knöchel belohnt das auch mit etwas weniger Schmerzen als sonst.

Heute hatte ich einen kleinen Unfall im Schwimmbad, der zwar völlig harmlos war (ich schrammte mir vier Finger am Betonboden blutig), aber mir doch wieder bewußt machte, daß es mit dem Marcumar nicht zu spaßen ist: ich blutete lange Zeit, zwar ganz wenig, aber erst nach etwa drei bis vier Stunden hatte es ganz damit aufgehört. Das ist mir eine Mahnung: keine Unfälle!

Sonntag, 29. Juni 2008

Abendlauf mit Franziska, 10km an der Nidda

Gestern Abend bin ich mit Franziska gelaufen. Wir nutzten das schöne Wetter und die Tatsache, daß unsere Kinder zuhause waren und liefen diesmal ohne den Hund.

Wir liefen gemütlich los, immer an der bewährten Niddastrecke, und hatten prompt mit herumschwirrenden Mücken zu kämpfen. Wir nahmen uns vor, lieber morgens zu laufen, weil sie da noch nicht so zahlreich unterwegs sind. Unterwegs waren aber viele Läufer, momentan scheint Hochsaison zu sein. Mein Knöchel störte nicht allzu sehr, also liefen wir die sattsam durchgemessene 10-Kilometer-Strecke (laut Forerunner 10,2). Wir hielten am Eschersheimer Schwimmbad nach 59:07 Minuten und nahmen uns auch das vor: beim nächsten Lauf morgens starten und direkt hinterher schwimmen gehen.

Der Knöchel machte alles ganz gut mit, heute spüre ich ihn schon, und er ist etwas geschwollen, aber alles in allem relativ gut. Mein Durchschnittspuls war mit 158 etwas höher als neulich, dafür war der Maximalpuls mit 175 niedriger. Der Muskelkater wird langsam weniger, aber am linken Knie hatte ich ein unangenehmes Ziehen.

Freitag, 27. Juni 2008

Wieder vorsichtig laufen

Gestern Abend habe ich mir nach dem erfolgreichen Anschluß einer neuen Waschmaschine eine Laufeinheit gegönnt. Ich bin um 21:30 los, was den Vorteil hatte, daß es dann nicht mehr so schwül war, allerdings auch den Nachteil, daß die Mücken unterwegs waren. Prompt ist mir so ein Viech ins Auge geflogen, und ich hatte meine liebe Müh, es da rauszupulen.

Es war ein guter Lauf, wenn es auch wieder etwas ernüchternd war zu merken, daß ich ganz schön außer Form bin. Ich ließ mich anfangs von einem schnellen Läufer mitziehen, der scheinbar mühelos ein Tempo drauf hatte, das mir nicht einaml ansatzweise gelungen wäre.

Dem Knöchel ging es soweit gut, wobei ich ihn nach dem Lauf vor allem beim Treppen abwärts laufen schon deutlich spürte. Nach wie vor war aber mein Muskelkater schlimmer, der diesmal nicht nur auf den Oberschenkeln, sondern auch an Waden, Bauch und Hintern bemerkbar machte. Aber wir Läufer sind schon ein merkwürdiges Volk: das ist ein Schmerz, den ich gerne spüre (er hält heute morgen an, wenn auch deutlich abgemildert).

Die Strecke war mit 6,7 km nur unwesentlich länger als am Dienstag, die Zeit mit 35:18 Minuten etwas kürzer (5:16 min/km) - ich war eindeutig schneller, das merkten dann meine Beine. Der Durchschnittspuls war mit 171 entsprechend höher (186 maximal).

Alles in allem ein netter Lauf, ich werde am Samstag wieder mit Frau und Hund laufen und versuchen, mich nicht zum Rasen verführen zu lassen. Ich muß mich in Demut üben :)

Donnerstag, 26. Juni 2008

Erster erfolgreicher Lauf

Die lange Pause ist zuende. Nach einer quälend langer Zeit habe ich vorsichtig mit dem Laufen wieder angefangen.

In der Zeit habe ich meinen Knöchel so richtig verwöhnt. Neben der Schiene, die ich zur Vermeidung von neuerlichen Umknick-Unfällen getragen habe, bekam ich das Schmiermittel Hyaluronsäure ins Sprunggelenk gespritzt, was eine unterstützende Wirkung auf den Knorpel hatte. Dazu habe ich eine Osteopathin kennengelernt, die mir eine kurze, aber effektive Behandlung zukommen ließ.

Derart erholt, wollte ich unbedingt laufen gehen. Die Gelegenheit dazu hatte ich vorgestern mit meiner Frau und unserem Hund. Wir liefen an der bekannten Niddastrecke so, daß ich etwa 30 Minuten laufen konnte. Die Distanz betrug 6,3 km, die wir in 37:23 Minuten absolvierten (5:55 min/km). Pulsmäßig bewegte sich alles im grünen Bereich, ich hatte einen Durchschnitt von 152, sogar für einen kurzen Sprint am Ende reichte es (187er Puls).

Dem Knöchel ging es dabei gut. Ich hatte schon aufgrund der langen Pause etwas Schmerzen erwartet, aber es war erstaunlich ruhig. Nach anderthalb Tagen Pause tut er jetzt überhaupt nicht weh. Was etwas überraschend kam: meine Oberschenkel haben offensichtlich abgebaut, ich habe davon regelrechten Muskelkater abbekommen.

Alles in allem eine sehr erfreuliche Entwicklung, und ich muß jetzt langsam wieder ins Laufen kommen. Wünscht mir Glück!

Dienstag, 17. Juni 2008

Und ich sage Euch: das Ende ist nah!

Das Ende der Laufpause naht. Jawoll!

Heute morgen habe ich die letzte meine Spritzen ins Sprunggelenk gesetzt. Dazu werde ich morgen die Schiene 6 Wochen getragen haben, womit ich dann langsam mit dem Laufen wieder anfangen darf. Der Orthopäde riet mir zur Mäßigung, langsam anfangen, schauen, wie es dem Gelenk geht, nicht übertreiben, überhaupt: ganz vorsichtig. Ich werde mich daran halten.

Die Bilanz der Pause ist eigentlich ganz positiv, obwohl ich darunter sehr gelitten habe: meinem Knöchel geht es so gut wie selten, er ist abgeschwollen und tut fast gar nicht mehr weh. Das "fast" klingt jetzt nicht so positiv, aber wenn ich bedenke, daß ich zuvor recht selten schmerzfrei war, ist das schon eine gute Sache. Ich weiß nicht, ob die Hyaluronsäure oder die Schiene maßgeblich dafür war, aber das Gesamtergebnis ist positiv.

In der Zwischenzeit habe ich ein kleines Abenteuer erlebt: ich hatte beim Autofahren einen Kreislaufkollaps und bin mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden (sie kamen sogar mit dem Hubschrauber, weil Stau war, aber ich durfte nicht mitfliegen). Ich verbrachte eine Nacht in der Intensivstation, am nächsten Tag ging es mir schon besser, aber Untersuchungen haben ein paar beunruhigende Dinge ergeben, so daß ich mich demnächst wieder dort einfinden werde, um eine MRT von meinem Herz machen zu lassen.

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Now playing: Buckshot Lefonque - Breakfast @ Denny's

Mittwoch, 11. Juni 2008

Zwischenbericht aus der nichtlaufenden Versenkung

Die Zwangspause tut mir zugegebenermaßen gut. Mittlerweile bin ich beinahe schmerzfrei, was schon für sich eine Leistung ist, denn diesen Zustand hatte ich schon lange nicht mehr gehabt, also auch vor dem letzten Umknicken im Wald nicht. Die Schiene wirkt sich sehr positiv aus, die Ruhe natürlich auch, und ob die Spritzen die positive Wirkung weiter verstärken, kann ich zwar nicht eindeutig bejahen (ich weiß ja nicht, wie es ohne sie gelaufen wäre), aber zumindest nicht direkt verneinen.

Mittlerweile fiebere ich meinem ersten Lauf entgegen, der voraussichtlich nächste Woche irgendwann stattfinden wird. Bis dahin muß ich mich noch gedulden, die letzte der 5 Hyaluronsäure-Spritzen bekomme ich nächsten Dienstag gesetzt. Ab dann darf ich wieder Marcumar nehmen und die täglichen Heparinspritzen langsam wieder absetzen - uff.

Positiv gibt es zu berichten, daß ich etwas Fahrrad gefahren bin. Immer wieder kürzere Fahrten in der Stadt, aber auch zweimal die knapp 20 km lange Fahrt zwischen Frankfurt und Köppern (morgens zur Arbeit, abends wiedernach Hause). Das hat prima geklappt, das Gelenk hat alles brav mitgemacht, und ich bin nicht umgekippt. Beim ersten Mal brauchte ich 57 Minuten für den (leicht ansteigenden ) Hinweg, 47 für den Rückweg; beim zweiten Mal 55 Minuten hin, 44 Minuten zurück.

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Now playing: Fun Lovin' Criminals - The Fun Lovin' Criminal

Donnerstag, 15. Mai 2008

Neues aus der Ärztefront

Ich laufe ja nicht, aber ich kann wenigstens darüber berichten, wie es dazu kommt und was es sonst noch auf der Ärztewelt zu erzählen gibt.

Am Dienstag war ich beim Orthopäden. Der bestätigte die vorangegangene Diagnose (Arthrose im Sprunggelenk), meinte aber, so schlimm sei sie nicht. Der Knorpel ist auf etwa der halben Fläche deutlich dünner, aber nicht komplett abgetragen, so dass eine Rettung noch machbar ist. Soweit die gute Nachricht.

Die schlechte: erstens habe ich eine Schiene bekommen, um das Gelenk zu entlasten und es vor Umknicken zu schützen. Das für die Dauer von 6 (sechs!) Wochen, während denen ich auch nicht laufen soll. Dazu werde ich 5 Hyarulonsäurespritzen ins Gelenk bekommen, die den Knorpelabbau stoppen und evtl. umkehren sollen. Das dauert dann insgesamt 5 Wochen, wird aber parallel stattfinden. Danach wird sicherlich Krankengymnastik angesagt sein, weil die Muskulatur vom vielen Schienentragen geschwächt sein wird.

Außerdem war ich noch beim Gastroenterologen, um meine Magenprobleme endlich in den Griff zu bekommen. Ich habe unter anderem einen Laktoseintoleranztest gemacht, eine Ultraschall-Untersuchung und zur Krönung eine Magen- und Darmspiegelung bekommen. Alles ohne Befund, was zwar sehr erfreulich ist, die Frage aber immer noch offen läßt, was nun in meinem Bauch los ist. Unangenehm ist auch, daß ich wegen der Spritzen im Gelenk das Marcumar weiterhin abgesetzt haben Muß, was 5 Wochen mit der täglichen Bauchspritze bedeutet.

Alles in allem: es könnte schlimmer sein, aber auch schöner...

Dienstag, 13. Mai 2008

Kleine Testrunde im Saarland

Ich habe ein wunderschönes Wochenende im Saarland verbracht. Das Wetter war richtig schön, wie überall in Deutschland auch, die Landschaft lud zum Laufen ein, und da ich keine Schmerzen am Knöchel hatte, beschloss ich, mitzulaufen.

Die Runde war nur 4,2 Kilometer lang, war aber etwas hügelig mit einigen steilen Anstiegen. Wir liefen morgens um 8 los, kamen an einem Fischweiher vorbei, kletterten einen kleinen Berg hoch und kamen auf der anderen Seite vom Weiher wieder runter. Alles in allem eine angenehm zu laufende Strecke, die wir in 27:01 Minuten bewältigten.

Nach dem Lauf war ich angenehm überrascht, daß mein Knöchel alles brav mitgemacht hatte: er tat ein bißchen weh, aber nicht übermäßig. Dafür, daß der Weg über unregelmäßige Wald- und Schotterwege verlaufen war und ich sogar zweimal über eine Absperrung gesprungen war, ging es mir super.

Pulswerte habe ich nicht, da ich nicht geplant hatte zu laufen und deswegen den Brustgurt für die Pulsuhr nicht dabei hatte.

Heute Nachmittag habe ich einen Termin beim Orthopäden. Ich bin mal gespannt. Überhaupt bin ich zur Zeit viel bei Ärzten, letzte Woche hatte ich meine Bauchprobleme in Angriff genommen und einen Laktoseintoleranz-Test gemacht, diese Woche muß ich eine Magen- und Darmspiegelung machen lassen :( Dazu mußte ich das Marcumar absetzen, und seitdem mein Gerinnungswert heute morgen wieder runterging, muß ich mir täglich eine Heparinspritze in den Bauch jagen - auch nicht schön.

Dienstag, 6. Mai 2008

Mein zweiter Marathon

Ich war gut vorbereitet. Ich war fit. Ich hatte hart trainiert. Ich hätte es wissen müssen :(

Mein Knöchel hatte mir am 23. April einen bösen Streich gespielt. Ich war im Wald beim Laufen umgeknickt und hatte pausieren müssen. Die Zeit bis zum Marathon war knapp, und ich hatte Sorgen, ich könnte wegen des Knöchels gar nicht starten, obwohl ich mich so gut vorbereitet hatte. Nach der Pause blieb mir gerade Zeit für zwei kurze Trainingseinheiten, und ich beschloß zu starten, obwohl ich immer noch nicht hundertprozentig ausgeheilt war. Da spielte wohl auch etwas Wunschdenken eine Rolle.

Für den Marathon bin ich schon am Samstag nach Mainz gefahren. Ich traf dort auf Jörg, Kathryn und Martin, die ich aus dem Laufforum um die Splittergruppe aus dem Kilometerspiel kannte; dazu kam Marianne, die den Halbmarathon mitlaufen wollte. Es war ein netter Nachmittag und Abend mit Nudelnessen und "traditionellem" Abendessen bei Vincenzo in der Mainzer Innenstadt. Bei der Marathon-Mall ließ ich mich von Fachleuten aus dem Sanitätshaus Lammert beraten, die dort mit einem Stand vertreten waren. Stefan Benner, selbst Mitläufer, massierte mir das Gelenk, setzte mir einige Akupunkturpflaster und riet mit ernster Miene, nach dem Marathon einige Wochen Laufpause einzulegen. Ich sollte bandagiert laufen, aber die Bandagen waren nicht mehr vorrätig, also verabredeten wir uns für den nächsten Morgen.

Am Morgen waren wir schon einer weniger: Jörg hatte einen Virusinfekt bekommen und konnte die ganze Nacht nicht schlafen, so daß er gar nicht starten konnte. Dafür bekam ich von Kathryn seine Lauf-T-Shirts angeboten, ich sollte eins aussuchen, weil es doch ziemlich warm war und mein T-Shirt nicht ärmellos war. Ich suchte eins aus, Martin ein anderes, und so waren wir komplett ausgestattet und liefen zur Rheingoldhalle.

Schon bandagiert, fühlte sich mein Knöchel viel besser an. Ich hatte zwar immer noch leise Zweifel, aber die waren viel zu leise: ich wollte unbedingt laufen. Wir machten noch ein paar Bilder und gingen langsam Richtung Start. Um 9:30 ging es langsam los, und mit etwa 6 Minuten Verspätung setzten wir uns in Bewegung.

Ich lief die ersten 3 Kilometer mit Marianne in ihrem Tempo, dann verabschiedeten wir uns, ich lief dann etwas schneller, sie blieb zurück an einer Versorgungsstation. Mein Knöchel tat manchmal ein bißchen weh, aber ich konnte das durch eine veränderte Haltung gut ausgleichen. Ich passierte die 10 km bei 52 Minuten und war gut dabei; danach kam eine unangenehme kurze Strecke durch die Altstadt, die mit Kopfsteinpflaster bedeckt war - unangenehm für den Knöchel. Aber die war nicht zu lang, und schon ging es auf den langen Abschnitt am Rhein entlang. Hier hoffte ich Martin zu sehen, der mir entgegenkommen würde, konnte ihn aber nicht entdecken; nach dem Wendepunkt suchte ich auch vergebens nach Marianne. Nach etwa 19 Kilometern war die lange Gerade zu ende, und ich kam an der Stelle vorbei, bei der wir gestartet waren. Dann kam die Abzweigung der Halbmarathonläufer, die sollten nach rechts abbiegen, während die Marathonläufer geradeaus laufen sollten. Ich passierte den Halbmarathon nach 1:52 Stunden und war recht zufrieden mit mir.

Danach ging es über die Rheinbrücke nach Mainz-Kastel und Kostheim. Die Läufermenge war schon deutlich überschaubarer, und in Kostheim war auch das Publikum nicht mehr so zahlreich. Mein Knöchel tat schon weh, und im linken Oberschenkel zog es unangenehm, weil ich ihn durch die Schonhaltung etwas beanspruchte, aber es lief noch ganz gut. Ich hatte ein relativ konstantes Tempo von 5:20 min/km, es lief erstaunlich gut. Ich kam bei km 27,5 wieder über die Rheinbrücke, danach kam die Weiche für den 2/3-Marathon. Kilometer 30 passierte ich bei 2:44 Stunden, war also etwas langsamer geworden, aber immer noch ganz gut dabei. Vor den Schott-Werken war eine lange Durststrecke ohne Versorgungsstation, aber zum Glück gaben mir Zuschauer eine Flasche Wasser - die brauchte ich auch. An der Versorgungsstation bei Schott, etwa km 32, holte ich mir noch was zu trinken und eine halbe Banane. Als ich wieder anlief, bekam ich einen Krampf im linken Oberschenkel - jetzt rächte sich die Schonhaltung.

Ich ging ein paar Meter und lief ohne Schonhaltung weiter, aber da begann der Knöchel richtig an zu schmerzen. Ich änderte ein paarmal den Laufstil, aber das ergab entweder Schmerzen oder Krämpfe. In den nächsten 3 Kilometern mußte ich 4 oder 5 Gehpausen einlegen, beim letzten Mal mit gleichzeitigen Krämpfen im linken und rechten Oberschenkel, bis ich es einsah: ich mußte aufhören. Ich setzte mich an den Rand auf eine Bank und erklärte den Lauf für beendet. Ich rief Marianne im Ziel an, die Fotos machen wollte, um Bescheid zu sagen, ich telefonierte eine Weile rum und jammerte, aber da war nichts zu machen, ich war fertig.

Nach etwa 15 Minuten dachte ich, irgendwie müßte ich ins Ziel kommen, und gehen würde genauso weh tun wie laufen, also entschied ich mich doch, weiterzumachen: langsam und behutsam machte ich mich auf den Weg. Ich unterhielt mich mit einem Mainzer Läufer, der auch seinen zweiten Marathon lief; er war ganz schön fertig, lief aber tapfer weiter. Ich mußte drei- oder viermal krampfbedingte Gehpausen einlegen, aber da ich vom vielen Rumsitzen ganz frisch war, konnte ich ihn immer wieder einholen. Wir beschlossen, gemeinsam ins Ziel zu laufen, aber bei der Zielgerade wurden wir vom Publikum so nett angefeuert, daß ich doch nochmal ein bißchen Gas gab. Das Ziel erreichte ich nach 4:23:54 Minuten.

Gestern war ich ganz schön deprimiert, und mein Knöchel tat richtig weh. Er ist heute zwar immer noch geschwollen, ich kann aber wieder fest auftreten und humpel nicht mehr so beim Gehen. Trotzdem ärgere ich mich über mich: ich hätte es nicht übers Knie brechen sollen, ich hätte gar nicht erst starten dürfen. Jetzt droht eine längere Pause.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Köppern am Mittag und positive Prognose

Gestern war richtig schönes Wetter, zumindest bis zum Mittag. Die Kollegen beschlossen zu grillen, und diesmal hatte ich genug Zeit zur Vorbereitung, also tat ich beides: ich grillte mit und ging vorher laufen.

Der Lauf sollte der letzte Test und die Entscheidung werden, ob ich am Sonntag in Mainz starten könnte. Es ging mir recht gut, der Knöchel meldete sich zwar immer noch, aber erstaunlicherweise schien der Lauf am Montag besser getan zu haben als die zehn Tage Pause zuvor; jedenfalls ging es mir besser als am Montag.

Ich hatte auch etwas mehr Kraft und konnte entspannter auftreten, was sich in ein höheres Tempo ausdrückte. Die Zeit bis zur Bahnschranke an der Friederichsdorfer Straße war mit 12:36 ganz ordentlich; bis dahin war aber der Boden ziemlich eben und regelmäßig. Danach kommt man in den Wald mit unebenen Waldwegen, Steigungen und Kurven. Mittendrin passierte was Merkwürdiges: auf der entspanntesten Fußstellung, also beim Hochziehen des Fußes, spürte ich einen Knacks, der ziemlich schmerzte und mich beinahe zum Stolpern brachte. Danach waren die Schmerzen wie weggezaubert, und ich konnte den Fuß viel lockerer bewegen, manche Fußstellung war wieder möglich. Ich muß eine Fehlstellung oder Blockade im Gelenk gehabt haben, die sich beim Laufen spontan löste.

Der Rest der Strecke ging dann richtig angenehm, ich kam nach 39:06 Minuten ans Ziel und war so richtig glücklich. Das entsprach einem Pace von 4:59 bei Pulsen um die 172 (179 maximal).

Nachdem ich mich abgekühlt hatte (und ein Würstchen und ein Steak gegessen hatte), ging es dem Knöchel immer nocht gut. Ich werde also in Mainz laufen, wobei ich heute, morgen und am Samstag noch pausiere. Danach dürfte der Knöchel so richtig gut dabei sein :)

Montag, 28. April 2008

Wiederanlauf, Knöcheltest bestanden

Nach 10 Tagen Pause wollte ich es heute endlich ausprobieren und meinen Knöchel einer ersten Belastungsprobe unterziehen. Richtig in Ordnung war er nicht (sowieso nicht, da ist ja meine Arthrose, die mir nach wie vor zu schaffen macht. Den Zustand vor dem Abknicken würde ich aber schon gern erreichen.

Heute war es warm und sonnig. Aber nicht beim Laufen: genau in dem Moment, als ich aus dem Haus kam, fing es an zu nieseln. Warm blieb es dabei trotzdem. Unnötig zu sagen, daß der Regen aufhörte, sobald ich wieder im Haus war...

Ich lief vorsichtig los, wobei ich gleich ein paar Dinge merkte: erstens, schmerzfrei war der Knöchel nicht. Zweitens, eine 10-Tages-Pause macht sich auch so bemerkbar; mir fiel das Laufen ziemlich schwer. Der rechte Knöchel tat bei jedem Schritt weh, so daß ich bald eine Schonhaltung gefunden hatte: der Fuß leicht nach außen gestreckt, so daß ich einen Watschelgang wie eine Ente hatte. Das ging eine Weile gut, bis es irgendwann anfing, richtig weh zu tun; ich änderte daraufhin von der Schonhaltung in eine Korrekturhaltung, d.h. der Fuß eher nach innen gebogen. Das tat anfangs weh, aber es erledigte sich relativ schnell, nachdem ich mich warm gelaufen hatte. Gut so, denn der Watschelgang hatte schon dazu geführt, daß sich mein linker Oberschenkel mit Ziepen und Ziehen bemerkbar machte.

Ansonsten lief ich in erhöhter Alarmbereitschaft, die Augen immer am Boden, um die Unebenheiten des Bodens zu erkennen und abzuschätzen, ob sie mir gefährlich werden konnten. Das war ansterngend, und richtig entspannt konnte ich nicht laufen, trug aber Früchte: ich knickte diesmal nicht um.

Nach 41:28 Minuten war ich am Ziel. Es war kein Spaßlauf, und ich mußte mich teils ganz schön anstrengen, aber ich bin froh, daß es so gut gelaufen ist. Jetzt, nach dem Duschen und wieder abgekühlt, spüre ich zwar den Knöchel, aber richtig schmerzen tut er nicht.

Meine Pulswerte: 165 im Durchschnitt, 178 maximal.

Sonntag, 20. April 2008

Köppern noch matschiger, Knöchel im Eimer

Am Dienstag habe ich dann pausiert, um meinen Knöchel zu schonen. Am Mittwoch bin ich wieder bei übel vermatschter Strecke gelaufen. Das hat keinen Spaß gemacht, und mittendrin passierte es: ich rutschte im Matsch aus und verknickte mir den Knöchel, der sowieso etwas angeschlagen war.

Ich lief weiter, es tat nicht zu sehr weh, und konnte die Strecke nach 40:11 Minuten beenden. Die Pulse waren bei 168 im Durchschnitt, Maximum war 177.

Der Knöchel tat danach richtig weh. Er war ziemlich geschwollen und fühlte sich heiß an. Nach der Dusche setzte ich mich an den Arbeitsplatz, und als ich nach einer Weile wieder aufstand, merkte ich, daß ich kaum noch auftreten konnte.

Jetzt sind schon 4 Tage vergangen; ich habe die Stelle mit Voltaren eingerieben, habe mir ein paar Tage Pause verordnet und trete ganz langsam und vorsichtig auf. Es wird besser, aber es ist noch lang nicht gut.

Das trifft mich hart, es sind nur noch zwei Wochen bis zum Marathon. Vielleicht werde ich den ganz absagen müssen. Abgesagt habe ich meine Teilnahme an dem 999-Stühle-Lauf, der nächste Woche ist und bei dem ich etwa 16 bis 18 Kilometer laufen wollte.

Jetzt wird das Wetter langsam doch schön, und ich sitze hier frustriert zuhause und warte, daß meine Schmerzen wieder verschwinden :(

Mittagslauf in Köppern

Schon wieder ein paar Tage ohne Bloggen, ich hole es nach.

Am Montag bin ich wieder in Köppern gelaufen: schlechtes Wetter, Matsch, Kälte, eigentlich nichts Schönes. Der Matsch war so stark, daß ich Probleme mit dem Knöchel bekam. Lief trotzdem noch einigermaßen erträglich.

Ich lief die Strecke in 40:04 Minuten bei Pulsen von 166 im Durchschintt und 178 maximal.

Sonntag, 13. April 2008

Niddalauf mit Franziska im Regen

Nach zwei Tagen Pause war es heute wieder soweit. Das Wetter war einigermaßen schön, und so beschlossen wir, zusammen ohne Hund rauszulaufen. War war es, also zog ich meine kurzen Laufsachen an; Franziska hatte sich neulich eine Dreiviertelhose und ein Lauf-T-Shirt gekauft, ganz schick. Wir liefen gegen 14:30 los, sie gab das Tempo vor, ich paßte mich an. An der Bahnunterführung sprang ich wieder über die Absperrung. Kaum einen Kilometer später fing es wieder an zu regnen - na toll. Es roch aber eigenartigerweise schon nach Sommerregen, obwohl das Wetter sonst auch keinen sonderlich sommerlichen Eindruck machte.

Wir liefen gemütlich in einem Schritt knapp über 6 km/min. Unterwegs waren viele Jogger, einige Spaziergänger mit oder ohne Hund. Der Regen schien niemanden richtig zu stören. Wir liefen Nidda-abwärts in Richtung Heddernheim, Praunheim, Hausen und Rödelheim und kamen dann über den Niddapark zurück. Die Strecke betrug 15,56 km, und wir waren nach 1:35:16 Stunden völlig durchnäßt wieder zurück. Am Ende startete Franziska einen Sprint, und ich lief mit, so schnell ich konnte.

Ich bin fit. Das kann ich daran ermessen: als ich vor ein paar Monaten mit meiner Freundin Petra an der Nidda eine etwa 10 Kilometer lange Strecke gelaufen war, war ich am Anfang auch über die Absperrung der Bahnunterführung gesprungen; damals meinte ich: fit bin ich dann, wenn ich auch am Ende des Laufs wieder darüber springen kann. Heute ging das problemlos, und zwar sogar nach dem Sprint.

Meine Pulswerte waren völlig in Ordnung: 142 im Durchschnitt, 171 maximal. Es war trotz des Regens ein schöner, entspannender Lauf mit guter Unterhaltung und einem befriedigenden Gefühl am Ende.

Donnerstag, 10. April 2008

Wieder in Köppern im Matsch, bekloppter Autofahrer

Heute bin ich wieder in den Matsch rausgegangen. Wieder war ich etwas antriebslos, hatte schlecht geschlafen und Bauchschmerzen, aber ich mußte doch raus. Diesmal war es noch matschiger, ich mußte an mehreren Stellen gehen, weil ich sonst durchs Wasser gegangen wäre. Ich kam nach 41:57 Minuten ans Ziel bei Pulsen um 164 im Durchschnitt und 176 Maximum.

Die Strecke endet an der Hauptstraße, und das letzte Stück, etwa 200 Meter, gehe ich immer zurück, um mich schon vor dem Eintritt ins Gebäude etwas abzukühlen, da ich sonst noch mehr schwitze. An einer Kreuzung ging ich gerade über die Straße, als ein BMW-Fahrer von hinten angeschossen kam, hupte, und bog um die Ecke. Er blieb knapp vor mir stehen und zwigte mir den Vogel; ich wollte gerade weitergehen, da fuhr der los und verpaßte mich nur um wenige Zentimeter. Ich haute ihm kräftig auf den Rückspiegel und auf die hinter Seitenscheibe, da blieb er stehen und öffnete die Fahrertür; ich war schon auf der anderen Straßenseite angekommen. Er sah aus, als wollte er aussteigen, wir schrien uns gegenseitig an, und da muß ich ihn ziemlich böse angeschaut haben, denn er überlegte es sich anders, setzte sich wieder hin und fuhr weiter.

Nun ja, ich war etwas schlecht gelaunt, da störte mich sowas schon sehr. Meine Bauchschmerzen sind wieder schlimmer, die Kopfschmerzen kommen langsam wieder, und ich bin gespannt, was meine Leberwerte machen. Heute habe ich wieder eine Blutprobe abgegeben, morgen bekomme ich die Ergebnisse mitgeteilt, nächste Woche ist Besprechungstermin. Immerhin: ich scheine mittlerweile gut ohne den Betablocker auszukommen, meine Blutdruckwerte waren heute mit 115/80 wieder vorbildlich.

Mittagslauf in Köppern im Matsch

Der Lauf gestern: das Wetter bestrafte mich weiterhin, auch mein Magen war nicht besonders gutgelaunt, und ich hatte wieder schlecht geschlafen. Aber ich ging trotzdem raus, weil mir das einfach gut tut. Diesmal konnte ich zwar ein bißchen schneller laufen, aber ich kam relativ schnell aus der Puste. Der Boden war richtig matschig, an manchen Stellen kaum passierbar, aber ich lief dafür ganz gut. Ich kam nach 39:51 Minuten ans Ziel und war zwar fertig, aber ganz zufrieden. Die Pulse: 171 Durchschnitt, 179 Maximum.

Köppern am Mittag bei Schneematsch

Am Montag hätte ich eigentlich laufen wollen, aber ich habe zum ersten Mal seit längerem vor dem Wetter kapituliert: es schneite! Im April! Und zwar sogar ziemlich viel, und der Schnee blieb auch recht lange liegen. Meine Tochter konnte einen Schneemann bauen. Ich blieb also im Büro.

Am Dienstag dann ging ich in der Mittagspause wieder raus. Es war sehr matschig, aber es regnete, und mir fiel keine plausible Ausrede, die vor mir selbst Bestand gehabt hätte.

Ich lieb die sattsam bekannte 7,8 km lange Strecke mit ziemlicher Mühe: erstens der Matsch, der schon gestört hat, aber vor allem war ich etwas antriebslos, weil ich in der Nacht aufgrund von Magenschmerzen ziemlich schlecht geschlafen hatte. Ich versprach mir von dem Lauf eine Besserung, aber so richtig wollte sie sich nicht einstellen, ich fühlte mich schwach und demotiviert. Ich beendete die Strecke nach 43:27 Minuten, also ein Pace von 5:33 min/km. Die Pulswerte waren mit 161 im Durchschnitt und 175 als Maximum im erwarteten Bereich.

Niddalauf mit Marianne und Hund

Ich habe mal wieder die Eintragungen in meinen Blog vernachlässigt...

Also: am Freitag war ich nach Hause zurückgelaufen, also genehmigte ich mir am Samstag einen Tag Pause. Am Sonntag hatte ich mich Marianne wieder zum Laufen verabredet.

Es war relativ warm, aber es regnete. Ich überlegte noch, ob ich in kurzem T-Shirt rausging, Marianne dagegen zog sich gleich noch eine Jacke über. Wir nahmen den Hund mit, der wieder Auslauf brauchte, und liefen los.

Ich wählte die Niddastrecke in Richtung Bad Vilbel, weil sie sich gut einteilen kann: ich kenne die Wendepunkte für 10, 12 und 14 Kilometer, und so konnten wir auf der halben Strecke je nach Kondition entscheiden, wie lange wir laufen wollten. Das klappte auch ganz gut, zwar war es immeer wieder nervig, wenn der Hund die Seite wechselte und wir uns mit der Leine verhedderten, oder wenn er unbedingt stehen bleiben mußte, um irgendwas zu beschnuppern - und dann hinterher umso schneller vorwärts wollte. Das war Training für die Armmuskeln, ich hatte ihn ja die ganze Zeit an der Leine.

Der 10-Kilometer-Punkt kam für Marianne gar nicht in Frage, sie wollte wenigstens die 12, besser 13 laufen. Am 12er Wendepunkt entschied sie kurzerhand, daß wir doch bis zur Brücke der B3 laufen sollten, die in Sichtweite lag - also volle 14 Kilometer. Das war auch prima, denn ab da hatten wir Sonne, und es wurde so richtig nett - natürlich abgesehen von den Pfützen und davon, daß wir ja schon völlig durchnäßt waren. Wir liefen die Strecke in 1:28:21 Stunden, was einem Pace von 6:18 entspricht.

Ein schöner Lauf. Am Ende hatte ich doch das Gefühl, Marianne ein bißchen überfordert zu haben, aber sie hat sich nicht beklagt. Ich mußte den Snoop komplett abduschen, und danach tranken wir einen schönen, wärmenden Tee. Marianne verabredete sich gleich für einen Lauf am nächsten Morgen, also kann sie nicht so sehr gelitten haben :)

Meie Pulswerte waren mit 148 im Durchschnitt und 168 maximal ganz OK.

Freitag, 4. April 2008

Heimlauf im Regen, geht wieder!

Heute ging es mir wieder besser. Zwar hatte ich immer wieder leichte Kopfschmerzattacken, die gingen aber schnell vorüber. Ich wollte so gegen 16:30 nach Hause loslaufen, aber ich haderte noch mit ein paar Computerproblemen, die gelöst werden wollten; danach bekam ich Nachricht, daß ich einen iPod touch gewonnen hatte. Wow, was für ein Start ins Wochenende!

Danach konnte ich gutgelaunt loslaufen. Leicht verspätet, aber doch noch rechtzeitig (wir haben ja Sommerzeit) und mit Musik aus dem Blackberry im Ohr - nur noch für kurze Zeit, demnächst aus dem iPod! Es lief sehr gut, ich lief wieder die bekannte Strecke, wobei ich die letzten 300 Meter ausließ und insgesamt 21,5 km lief. Zwischendrin hatte ich wieder Kopfschmerzen, was ich beim Laufen schon lange nicht mehr gespürt hatte, aber auch hier verschwanden sie schnell wieder. Auf dem letzten Drittel fing es an zu regnen, und irgendwie kam mir die Motivation abhanden. Gut, daß zufällig Led Zeppelins Song "Rock and Roll" aus dem MP3-Player kam - ich steigerte sogar das Tempo, um mit dem Rhythmus mithalten zu können. Danach war ich etwas fertig, aber wieder motiviert. Ich kam nach 1:48:46 Stunden an.

Die Pulswerte waren etwas hoch, 172 im Durchschnitt mit einem Maximum von 183. Dabei bin ich ein Durchschnittspace von 5:03 min/km gelaufen, das ist schon mal was. Muskelkater und leichte Gelenkschmerzen hatte ich auch, und Durst. Eine heiße Dusche und die gute ColdPack-Pferdesalbe taten sehr gut.

Donnerstag, 3. April 2008

Zäher Köpperner Mittagslauf

Irgendwie hat das Laufen heute keinen Spaß gemacht. Es war wieder etwas kühler, windig, ein paar Tropfen kamen auch runter. Vor allem aber fühlte ich mich schlapp, die Beine mußte ich regelrecht zwingen, sich zu bewegen. Es gab auch unterwegs nichts, was mich irgendwie aufgeheitert hätte, der Boden war matschig, Menschen traf ich so gut wie keine. Ich erreichte das Ende der Strecke nach 41:12 Minuten und war froh, daß ich es hinter mir hatte. Zurück im Büro hatte ich dann Kopfschmerzen :(

Die Pulswerte: 165 im Durchschnitt bei 176 Maximum.

Mittwoch, 2. April 2008

Mittagslauf in Köppern, relativ schnell

Heute war wieder leichte Erholung dran, nachdem ich gestern wieder schnell unterwegs gewesen war. Das Wetter war unverändert, zwischendrin hatte es noch ein bißchen geregnet, aber als ich rauskam, war es wieder trocken - und etwas windig.

Obwohl ich nicht wollte, bin ich doch relativ schnell gelaufen. Ich merkte es an den Beinen, die mich nicht so gerne tragen wollten, war aber irgendwann doch eingelaufen, und es lief ganz gut. Am Ende der Strecke hatte ich 39:09 Minuten bei Pulsen um 166 im Durchschnitt und 176 als Maximum.

Mittagslauf in Köppern mit neuer PB

Gestern kribbelte es schon in den Füßen: in Weimar war ich nur einmal gelaufen, davor war auch Pause gewesen, also mußte ich unbedingt raus. Das Wetter war dafür optimal: ich konnte mit meinen kurzen Laufklamotten raus, das Wetter war mild und angenehm.

Ich lief etwas ruhiger los, weil ich ein Ziehen an meinem Sprunggelenk spürte, das aber nach und nach verschwand, je wärmer ich wurde. Dann konnte ich das Tempo auch ein bißchen anziehen, und siehe da, an der Bahnschranke hatte ich 12:32 Minuten drauf, eine gute Zeit. Ich versuchte, das Tempo beizubehalten, was aber relativ schwer wurde, weil der Weg doch ziemlich vermatscht war. Es ging trotzdem gut, und nach einer Weile merkte ich, daß die Streckenbestzeit heute wieder fallen könnte. So war es auch: ich erreichte das Ende nach 37:26 Minuten, 11 Sekunden schneller als die bisherige Bestmarke. Das erkaufte ich mir mit einem Durchschnittspuls von 169 bei 180er Maximum.