Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007

Sonntag, 20. Juli 2008

Lauf mit Hund in Regen und Abendsonne

Gestern Abend mußte der Hund noch raus, und ich wollte die Gelegenheit nutzen, um mit ihm zu laufen. Ich mußte ein bißchen warten, weil es gegen 19:00 Uhr anfing zu regnen - so stark, daß ich einfach nicht wollte. Aber das Wetter war den ganzen Tag sehr wechselhaft gewesen, also wartete ich in der Hoffnung auf baldige Besserung.

Das lohnte sich. Etwa Viertel nach Neun regnete es nur noch schwach, und da ich nicht mehr warten wollte, lief ich noch bei Regen los. Dem Hund machte das nichts aus, und mir ja auch nicht, es war kein starker Regen mehr. Überall roch es richtig gut nach Feuchtigkeit, an manchen Stellen sogar sehr schön nach reifen Brombeeren und Ähnlichem. Wir liefen relativ locker, mit einigen Unterbrechungen (Snoop muß ja auch immer schnuppern). Der Hund läuft mittlerweile richtig gut an der Leine, er zieht kaum noch, und wenn er das tut, läßt er das sehr schnell, sobald man was sagt. Irgendwann hörte der Regen auf, und der Wind fegte die Wolken weg.

An der 5-km-Wendemarke gibt es eine Stelle, wo der Hund gut ans oder ins Wasser gehen kann. Das machte er, denn er war schon durstig nach dem Lauf; dabei sah er einige Frösche und war ziemlich aufgeregt. Als wir zusammen wieder die Böschung hochkletterten, zog er ziemlich fest an der Leine, ich rutschte aus, und weg war er.

Es war ziemlich mühsam, ihn wieder einzufangen. Wenn er sich frei weiß und was gewittert hat, ist er kaum zu bremsen, da rast er wie verrückt durchs Unterholz oder durchs Getreide. Ich bediente mich eines Tricks: ich lief einfach weg und rief ihn dabei. Das wirkte: er kam angerast und ließ sich, zwar wieder etwas mühsam, aber doch endlich fangen.

Ich lief dann die Strecke unter dem wunderschönen Abendhimmel wieder zurück; keine einzige Wolke war zu sehen, die Sterne leuchteten schon, und leichter Nebel kam auf.

Am Ende waren wir 9,67 km in 57:31 Minuten gelaufen. Ein schöner, aber anstrengender Lauf. Der Knöchel hielt es ganz gut aus, und ich hatte das Gefühl (oder bildete mir ein), daß es den Beinmuskeln gutgetan hatte, im Fitnesstudio gewesen zu sein. Die Pulswerte waren mit 149 im Durchschnitt und 165 maximal relativ niedrig, aber das erklärt sich mit den Hundepausen.

1 Kommentar:

Anja Ridlberg hat gesagt…

Nein, das bildest Du Dir nicht ein. Ich weiß aus Erfahrung, dass es so ist. War heute nach dem Lauf im Studio und kann nur sagen - klasse. Die Reihenfolge erst Laufen dann Studio ist perfekt. Irgendwie lockert es total auf auch wenn man sich das so nicht vorstellen kann - das kann aber auch am Rad fahren liegen. Weiß nicht.

Ach ja- der Lauf klingt gut!