Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007

Sonntag, 23. März 2008

Schneller Niddalauf alleine

Ich hatte gestern eine kurze, schlechte nacht und war heute ziemlich müde; nach dem späten Osterfrühstück, der gleichzeitig Mittagessen wurde, habe ich noch das Feuer im Holzofen angemacht und bin irgendwann auf dem Sofa eingeschlafen.

Als ich aufwachte, dachte ich, ich bräuchte etwas, was mich wieder aufweckte. Nichts Besseres dafür als Laufen, aber es war kalt, windig, und überhaupt mußte ich mich dazu durchringen. Zudem mußte ich meinen Sohn um 16:45 am Südbahnhof abliefern, der heute für eine Woche nach Hamburg gefahren ist. Es war kurz vor 3, ich hatte elso genau eine Stunde. Ich lief los.

Ich lief sofort ziemlich schnell los, weil ich mich ein bißchen auspowern wollte und auch sehen wollte, wie weit ich in einer Stunde kommen könnte. Ich lief genau die gleiche Strecke wie vorgestern: von uns aus bis an die Nidda, und dann immer flußaufwärts an der Nidda entlang bis zur Harheimer Brücke. Da hatte ich genau 29:18 Minuten drauf, also kehrte ich um und lief im gleichen Tempo zurück.

Unterwegs traf ich einige Läufer, die ich allesamt überholte - bis auf einen, den Vater einer Klassenkameradin meiner Tochter, der in kurzen Klamotten unterwegs war und mir im Affentempo entgegenkam. Ich weiß nicht, wie schnell er gewesen ist,aber ich war sehr beeindruckt. Er sah ziemlich konzentriert aus und nahm keine Notiz von mir.

Die 12,1-km-Laufstrecke bewältigte ich in 58:39 Minuten - ich lief also wie ein Uhrwerk genau die gleiche Zeit hin wie zurück. War auch kein Kunststück, denn ich lief die ganze Zeit auf Anschlag, schneller hätte ich nicht gekonnt. Das zeigte sich in meinen Pulswerten: Durchsschnitt 173, Maximum 182 bei einem Pace von 4:50 min/km. Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gelaufen; am Ende war ich ziemlich fertig, aber wieder ganz wach und mit einem ordentlichen Endorphinschub. Damit hatte ich heute meinen 600. Kilometer in diesem Jahr absolviert.

Meinen Sohn konnte ich pünktlich abliefern (die Zeit reichte sogar, um einen -gräßlichen- Kaffee am Südbahnhof zu trinken); später stellten wir fest, daß wir noch mehr Zeit gehabt hätten, weil der Zug mit einer halben Stunde Verspätung eintraf.

1 Kommentar:

Anja Ridlberg hat gesagt…

Uff, das ist schnell. Glückwunsch dazu und zum 600. Kilometer - das ist viel!