Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007

Donnerstag, 15. Mai 2008

Neues aus der Ärztefront

Ich laufe ja nicht, aber ich kann wenigstens darüber berichten, wie es dazu kommt und was es sonst noch auf der Ärztewelt zu erzählen gibt.

Am Dienstag war ich beim Orthopäden. Der bestätigte die vorangegangene Diagnose (Arthrose im Sprunggelenk), meinte aber, so schlimm sei sie nicht. Der Knorpel ist auf etwa der halben Fläche deutlich dünner, aber nicht komplett abgetragen, so dass eine Rettung noch machbar ist. Soweit die gute Nachricht.

Die schlechte: erstens habe ich eine Schiene bekommen, um das Gelenk zu entlasten und es vor Umknicken zu schützen. Das für die Dauer von 6 (sechs!) Wochen, während denen ich auch nicht laufen soll. Dazu werde ich 5 Hyarulonsäurespritzen ins Gelenk bekommen, die den Knorpelabbau stoppen und evtl. umkehren sollen. Das dauert dann insgesamt 5 Wochen, wird aber parallel stattfinden. Danach wird sicherlich Krankengymnastik angesagt sein, weil die Muskulatur vom vielen Schienentragen geschwächt sein wird.

Außerdem war ich noch beim Gastroenterologen, um meine Magenprobleme endlich in den Griff zu bekommen. Ich habe unter anderem einen Laktoseintoleranztest gemacht, eine Ultraschall-Untersuchung und zur Krönung eine Magen- und Darmspiegelung bekommen. Alles ohne Befund, was zwar sehr erfreulich ist, die Frage aber immer noch offen läßt, was nun in meinem Bauch los ist. Unangenehm ist auch, daß ich wegen der Spritzen im Gelenk das Marcumar weiterhin abgesetzt haben Muß, was 5 Wochen mit der täglichen Bauchspritze bedeutet.

Alles in allem: es könnte schlimmer sein, aber auch schöner...

Dienstag, 13. Mai 2008

Kleine Testrunde im Saarland

Ich habe ein wunderschönes Wochenende im Saarland verbracht. Das Wetter war richtig schön, wie überall in Deutschland auch, die Landschaft lud zum Laufen ein, und da ich keine Schmerzen am Knöchel hatte, beschloss ich, mitzulaufen.

Die Runde war nur 4,2 Kilometer lang, war aber etwas hügelig mit einigen steilen Anstiegen. Wir liefen morgens um 8 los, kamen an einem Fischweiher vorbei, kletterten einen kleinen Berg hoch und kamen auf der anderen Seite vom Weiher wieder runter. Alles in allem eine angenehm zu laufende Strecke, die wir in 27:01 Minuten bewältigten.

Nach dem Lauf war ich angenehm überrascht, daß mein Knöchel alles brav mitgemacht hatte: er tat ein bißchen weh, aber nicht übermäßig. Dafür, daß der Weg über unregelmäßige Wald- und Schotterwege verlaufen war und ich sogar zweimal über eine Absperrung gesprungen war, ging es mir super.

Pulswerte habe ich nicht, da ich nicht geplant hatte zu laufen und deswegen den Brustgurt für die Pulsuhr nicht dabei hatte.

Heute Nachmittag habe ich einen Termin beim Orthopäden. Ich bin mal gespannt. Überhaupt bin ich zur Zeit viel bei Ärzten, letzte Woche hatte ich meine Bauchprobleme in Angriff genommen und einen Laktoseintoleranz-Test gemacht, diese Woche muß ich eine Magen- und Darmspiegelung machen lassen :( Dazu mußte ich das Marcumar absetzen, und seitdem mein Gerinnungswert heute morgen wieder runterging, muß ich mir täglich eine Heparinspritze in den Bauch jagen - auch nicht schön.

Dienstag, 6. Mai 2008

Mein zweiter Marathon

Ich war gut vorbereitet. Ich war fit. Ich hatte hart trainiert. Ich hätte es wissen müssen :(

Mein Knöchel hatte mir am 23. April einen bösen Streich gespielt. Ich war im Wald beim Laufen umgeknickt und hatte pausieren müssen. Die Zeit bis zum Marathon war knapp, und ich hatte Sorgen, ich könnte wegen des Knöchels gar nicht starten, obwohl ich mich so gut vorbereitet hatte. Nach der Pause blieb mir gerade Zeit für zwei kurze Trainingseinheiten, und ich beschloß zu starten, obwohl ich immer noch nicht hundertprozentig ausgeheilt war. Da spielte wohl auch etwas Wunschdenken eine Rolle.

Für den Marathon bin ich schon am Samstag nach Mainz gefahren. Ich traf dort auf Jörg, Kathryn und Martin, die ich aus dem Laufforum um die Splittergruppe aus dem Kilometerspiel kannte; dazu kam Marianne, die den Halbmarathon mitlaufen wollte. Es war ein netter Nachmittag und Abend mit Nudelnessen und "traditionellem" Abendessen bei Vincenzo in der Mainzer Innenstadt. Bei der Marathon-Mall ließ ich mich von Fachleuten aus dem Sanitätshaus Lammert beraten, die dort mit einem Stand vertreten waren. Stefan Benner, selbst Mitläufer, massierte mir das Gelenk, setzte mir einige Akupunkturpflaster und riet mit ernster Miene, nach dem Marathon einige Wochen Laufpause einzulegen. Ich sollte bandagiert laufen, aber die Bandagen waren nicht mehr vorrätig, also verabredeten wir uns für den nächsten Morgen.

Am Morgen waren wir schon einer weniger: Jörg hatte einen Virusinfekt bekommen und konnte die ganze Nacht nicht schlafen, so daß er gar nicht starten konnte. Dafür bekam ich von Kathryn seine Lauf-T-Shirts angeboten, ich sollte eins aussuchen, weil es doch ziemlich warm war und mein T-Shirt nicht ärmellos war. Ich suchte eins aus, Martin ein anderes, und so waren wir komplett ausgestattet und liefen zur Rheingoldhalle.

Schon bandagiert, fühlte sich mein Knöchel viel besser an. Ich hatte zwar immer noch leise Zweifel, aber die waren viel zu leise: ich wollte unbedingt laufen. Wir machten noch ein paar Bilder und gingen langsam Richtung Start. Um 9:30 ging es langsam los, und mit etwa 6 Minuten Verspätung setzten wir uns in Bewegung.

Ich lief die ersten 3 Kilometer mit Marianne in ihrem Tempo, dann verabschiedeten wir uns, ich lief dann etwas schneller, sie blieb zurück an einer Versorgungsstation. Mein Knöchel tat manchmal ein bißchen weh, aber ich konnte das durch eine veränderte Haltung gut ausgleichen. Ich passierte die 10 km bei 52 Minuten und war gut dabei; danach kam eine unangenehme kurze Strecke durch die Altstadt, die mit Kopfsteinpflaster bedeckt war - unangenehm für den Knöchel. Aber die war nicht zu lang, und schon ging es auf den langen Abschnitt am Rhein entlang. Hier hoffte ich Martin zu sehen, der mir entgegenkommen würde, konnte ihn aber nicht entdecken; nach dem Wendepunkt suchte ich auch vergebens nach Marianne. Nach etwa 19 Kilometern war die lange Gerade zu ende, und ich kam an der Stelle vorbei, bei der wir gestartet waren. Dann kam die Abzweigung der Halbmarathonläufer, die sollten nach rechts abbiegen, während die Marathonläufer geradeaus laufen sollten. Ich passierte den Halbmarathon nach 1:52 Stunden und war recht zufrieden mit mir.

Danach ging es über die Rheinbrücke nach Mainz-Kastel und Kostheim. Die Läufermenge war schon deutlich überschaubarer, und in Kostheim war auch das Publikum nicht mehr so zahlreich. Mein Knöchel tat schon weh, und im linken Oberschenkel zog es unangenehm, weil ich ihn durch die Schonhaltung etwas beanspruchte, aber es lief noch ganz gut. Ich hatte ein relativ konstantes Tempo von 5:20 min/km, es lief erstaunlich gut. Ich kam bei km 27,5 wieder über die Rheinbrücke, danach kam die Weiche für den 2/3-Marathon. Kilometer 30 passierte ich bei 2:44 Stunden, war also etwas langsamer geworden, aber immer noch ganz gut dabei. Vor den Schott-Werken war eine lange Durststrecke ohne Versorgungsstation, aber zum Glück gaben mir Zuschauer eine Flasche Wasser - die brauchte ich auch. An der Versorgungsstation bei Schott, etwa km 32, holte ich mir noch was zu trinken und eine halbe Banane. Als ich wieder anlief, bekam ich einen Krampf im linken Oberschenkel - jetzt rächte sich die Schonhaltung.

Ich ging ein paar Meter und lief ohne Schonhaltung weiter, aber da begann der Knöchel richtig an zu schmerzen. Ich änderte ein paarmal den Laufstil, aber das ergab entweder Schmerzen oder Krämpfe. In den nächsten 3 Kilometern mußte ich 4 oder 5 Gehpausen einlegen, beim letzten Mal mit gleichzeitigen Krämpfen im linken und rechten Oberschenkel, bis ich es einsah: ich mußte aufhören. Ich setzte mich an den Rand auf eine Bank und erklärte den Lauf für beendet. Ich rief Marianne im Ziel an, die Fotos machen wollte, um Bescheid zu sagen, ich telefonierte eine Weile rum und jammerte, aber da war nichts zu machen, ich war fertig.

Nach etwa 15 Minuten dachte ich, irgendwie müßte ich ins Ziel kommen, und gehen würde genauso weh tun wie laufen, also entschied ich mich doch, weiterzumachen: langsam und behutsam machte ich mich auf den Weg. Ich unterhielt mich mit einem Mainzer Läufer, der auch seinen zweiten Marathon lief; er war ganz schön fertig, lief aber tapfer weiter. Ich mußte drei- oder viermal krampfbedingte Gehpausen einlegen, aber da ich vom vielen Rumsitzen ganz frisch war, konnte ich ihn immer wieder einholen. Wir beschlossen, gemeinsam ins Ziel zu laufen, aber bei der Zielgerade wurden wir vom Publikum so nett angefeuert, daß ich doch nochmal ein bißchen Gas gab. Das Ziel erreichte ich nach 4:23:54 Minuten.

Gestern war ich ganz schön deprimiert, und mein Knöchel tat richtig weh. Er ist heute zwar immer noch geschwollen, ich kann aber wieder fest auftreten und humpel nicht mehr so beim Gehen. Trotzdem ärgere ich mich über mich: ich hätte es nicht übers Knie brechen sollen, ich hätte gar nicht erst starten dürfen. Jetzt droht eine längere Pause.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Köppern am Mittag und positive Prognose

Gestern war richtig schönes Wetter, zumindest bis zum Mittag. Die Kollegen beschlossen zu grillen, und diesmal hatte ich genug Zeit zur Vorbereitung, also tat ich beides: ich grillte mit und ging vorher laufen.

Der Lauf sollte der letzte Test und die Entscheidung werden, ob ich am Sonntag in Mainz starten könnte. Es ging mir recht gut, der Knöchel meldete sich zwar immer noch, aber erstaunlicherweise schien der Lauf am Montag besser getan zu haben als die zehn Tage Pause zuvor; jedenfalls ging es mir besser als am Montag.

Ich hatte auch etwas mehr Kraft und konnte entspannter auftreten, was sich in ein höheres Tempo ausdrückte. Die Zeit bis zur Bahnschranke an der Friederichsdorfer Straße war mit 12:36 ganz ordentlich; bis dahin war aber der Boden ziemlich eben und regelmäßig. Danach kommt man in den Wald mit unebenen Waldwegen, Steigungen und Kurven. Mittendrin passierte was Merkwürdiges: auf der entspanntesten Fußstellung, also beim Hochziehen des Fußes, spürte ich einen Knacks, der ziemlich schmerzte und mich beinahe zum Stolpern brachte. Danach waren die Schmerzen wie weggezaubert, und ich konnte den Fuß viel lockerer bewegen, manche Fußstellung war wieder möglich. Ich muß eine Fehlstellung oder Blockade im Gelenk gehabt haben, die sich beim Laufen spontan löste.

Der Rest der Strecke ging dann richtig angenehm, ich kam nach 39:06 Minuten ans Ziel und war so richtig glücklich. Das entsprach einem Pace von 4:59 bei Pulsen um die 172 (179 maximal).

Nachdem ich mich abgekühlt hatte (und ein Würstchen und ein Steak gegessen hatte), ging es dem Knöchel immer nocht gut. Ich werde also in Mainz laufen, wobei ich heute, morgen und am Samstag noch pausiere. Danach dürfte der Knöchel so richtig gut dabei sein :)

Montag, 28. April 2008

Wiederanlauf, Knöcheltest bestanden

Nach 10 Tagen Pause wollte ich es heute endlich ausprobieren und meinen Knöchel einer ersten Belastungsprobe unterziehen. Richtig in Ordnung war er nicht (sowieso nicht, da ist ja meine Arthrose, die mir nach wie vor zu schaffen macht. Den Zustand vor dem Abknicken würde ich aber schon gern erreichen.

Heute war es warm und sonnig. Aber nicht beim Laufen: genau in dem Moment, als ich aus dem Haus kam, fing es an zu nieseln. Warm blieb es dabei trotzdem. Unnötig zu sagen, daß der Regen aufhörte, sobald ich wieder im Haus war...

Ich lief vorsichtig los, wobei ich gleich ein paar Dinge merkte: erstens, schmerzfrei war der Knöchel nicht. Zweitens, eine 10-Tages-Pause macht sich auch so bemerkbar; mir fiel das Laufen ziemlich schwer. Der rechte Knöchel tat bei jedem Schritt weh, so daß ich bald eine Schonhaltung gefunden hatte: der Fuß leicht nach außen gestreckt, so daß ich einen Watschelgang wie eine Ente hatte. Das ging eine Weile gut, bis es irgendwann anfing, richtig weh zu tun; ich änderte daraufhin von der Schonhaltung in eine Korrekturhaltung, d.h. der Fuß eher nach innen gebogen. Das tat anfangs weh, aber es erledigte sich relativ schnell, nachdem ich mich warm gelaufen hatte. Gut so, denn der Watschelgang hatte schon dazu geführt, daß sich mein linker Oberschenkel mit Ziepen und Ziehen bemerkbar machte.

Ansonsten lief ich in erhöhter Alarmbereitschaft, die Augen immer am Boden, um die Unebenheiten des Bodens zu erkennen und abzuschätzen, ob sie mir gefährlich werden konnten. Das war ansterngend, und richtig entspannt konnte ich nicht laufen, trug aber Früchte: ich knickte diesmal nicht um.

Nach 41:28 Minuten war ich am Ziel. Es war kein Spaßlauf, und ich mußte mich teils ganz schön anstrengen, aber ich bin froh, daß es so gut gelaufen ist. Jetzt, nach dem Duschen und wieder abgekühlt, spüre ich zwar den Knöchel, aber richtig schmerzen tut er nicht.

Meine Pulswerte: 165 im Durchschnitt, 178 maximal.

Sonntag, 20. April 2008

Köppern noch matschiger, Knöchel im Eimer

Am Dienstag habe ich dann pausiert, um meinen Knöchel zu schonen. Am Mittwoch bin ich wieder bei übel vermatschter Strecke gelaufen. Das hat keinen Spaß gemacht, und mittendrin passierte es: ich rutschte im Matsch aus und verknickte mir den Knöchel, der sowieso etwas angeschlagen war.

Ich lief weiter, es tat nicht zu sehr weh, und konnte die Strecke nach 40:11 Minuten beenden. Die Pulse waren bei 168 im Durchschnitt, Maximum war 177.

Der Knöchel tat danach richtig weh. Er war ziemlich geschwollen und fühlte sich heiß an. Nach der Dusche setzte ich mich an den Arbeitsplatz, und als ich nach einer Weile wieder aufstand, merkte ich, daß ich kaum noch auftreten konnte.

Jetzt sind schon 4 Tage vergangen; ich habe die Stelle mit Voltaren eingerieben, habe mir ein paar Tage Pause verordnet und trete ganz langsam und vorsichtig auf. Es wird besser, aber es ist noch lang nicht gut.

Das trifft mich hart, es sind nur noch zwei Wochen bis zum Marathon. Vielleicht werde ich den ganz absagen müssen. Abgesagt habe ich meine Teilnahme an dem 999-Stühle-Lauf, der nächste Woche ist und bei dem ich etwa 16 bis 18 Kilometer laufen wollte.

Jetzt wird das Wetter langsam doch schön, und ich sitze hier frustriert zuhause und warte, daß meine Schmerzen wieder verschwinden :(

Mittagslauf in Köppern

Schon wieder ein paar Tage ohne Bloggen, ich hole es nach.

Am Montag bin ich wieder in Köppern gelaufen: schlechtes Wetter, Matsch, Kälte, eigentlich nichts Schönes. Der Matsch war so stark, daß ich Probleme mit dem Knöchel bekam. Lief trotzdem noch einigermaßen erträglich.

Ich lief die Strecke in 40:04 Minuten bei Pulsen von 166 im Durchschintt und 178 maximal.

Sonntag, 13. April 2008

Niddalauf mit Franziska im Regen

Nach zwei Tagen Pause war es heute wieder soweit. Das Wetter war einigermaßen schön, und so beschlossen wir, zusammen ohne Hund rauszulaufen. War war es, also zog ich meine kurzen Laufsachen an; Franziska hatte sich neulich eine Dreiviertelhose und ein Lauf-T-Shirt gekauft, ganz schick. Wir liefen gegen 14:30 los, sie gab das Tempo vor, ich paßte mich an. An der Bahnunterführung sprang ich wieder über die Absperrung. Kaum einen Kilometer später fing es wieder an zu regnen - na toll. Es roch aber eigenartigerweise schon nach Sommerregen, obwohl das Wetter sonst auch keinen sonderlich sommerlichen Eindruck machte.

Wir liefen gemütlich in einem Schritt knapp über 6 km/min. Unterwegs waren viele Jogger, einige Spaziergänger mit oder ohne Hund. Der Regen schien niemanden richtig zu stören. Wir liefen Nidda-abwärts in Richtung Heddernheim, Praunheim, Hausen und Rödelheim und kamen dann über den Niddapark zurück. Die Strecke betrug 15,56 km, und wir waren nach 1:35:16 Stunden völlig durchnäßt wieder zurück. Am Ende startete Franziska einen Sprint, und ich lief mit, so schnell ich konnte.

Ich bin fit. Das kann ich daran ermessen: als ich vor ein paar Monaten mit meiner Freundin Petra an der Nidda eine etwa 10 Kilometer lange Strecke gelaufen war, war ich am Anfang auch über die Absperrung der Bahnunterführung gesprungen; damals meinte ich: fit bin ich dann, wenn ich auch am Ende des Laufs wieder darüber springen kann. Heute ging das problemlos, und zwar sogar nach dem Sprint.

Meine Pulswerte waren völlig in Ordnung: 142 im Durchschnitt, 171 maximal. Es war trotz des Regens ein schöner, entspannender Lauf mit guter Unterhaltung und einem befriedigenden Gefühl am Ende.

Donnerstag, 10. April 2008

Wieder in Köppern im Matsch, bekloppter Autofahrer

Heute bin ich wieder in den Matsch rausgegangen. Wieder war ich etwas antriebslos, hatte schlecht geschlafen und Bauchschmerzen, aber ich mußte doch raus. Diesmal war es noch matschiger, ich mußte an mehreren Stellen gehen, weil ich sonst durchs Wasser gegangen wäre. Ich kam nach 41:57 Minuten ans Ziel bei Pulsen um 164 im Durchschnitt und 176 Maximum.

Die Strecke endet an der Hauptstraße, und das letzte Stück, etwa 200 Meter, gehe ich immer zurück, um mich schon vor dem Eintritt ins Gebäude etwas abzukühlen, da ich sonst noch mehr schwitze. An einer Kreuzung ging ich gerade über die Straße, als ein BMW-Fahrer von hinten angeschossen kam, hupte, und bog um die Ecke. Er blieb knapp vor mir stehen und zwigte mir den Vogel; ich wollte gerade weitergehen, da fuhr der los und verpaßte mich nur um wenige Zentimeter. Ich haute ihm kräftig auf den Rückspiegel und auf die hinter Seitenscheibe, da blieb er stehen und öffnete die Fahrertür; ich war schon auf der anderen Straßenseite angekommen. Er sah aus, als wollte er aussteigen, wir schrien uns gegenseitig an, und da muß ich ihn ziemlich böse angeschaut haben, denn er überlegte es sich anders, setzte sich wieder hin und fuhr weiter.

Nun ja, ich war etwas schlecht gelaunt, da störte mich sowas schon sehr. Meine Bauchschmerzen sind wieder schlimmer, die Kopfschmerzen kommen langsam wieder, und ich bin gespannt, was meine Leberwerte machen. Heute habe ich wieder eine Blutprobe abgegeben, morgen bekomme ich die Ergebnisse mitgeteilt, nächste Woche ist Besprechungstermin. Immerhin: ich scheine mittlerweile gut ohne den Betablocker auszukommen, meine Blutdruckwerte waren heute mit 115/80 wieder vorbildlich.

Mittagslauf in Köppern im Matsch

Der Lauf gestern: das Wetter bestrafte mich weiterhin, auch mein Magen war nicht besonders gutgelaunt, und ich hatte wieder schlecht geschlafen. Aber ich ging trotzdem raus, weil mir das einfach gut tut. Diesmal konnte ich zwar ein bißchen schneller laufen, aber ich kam relativ schnell aus der Puste. Der Boden war richtig matschig, an manchen Stellen kaum passierbar, aber ich lief dafür ganz gut. Ich kam nach 39:51 Minuten ans Ziel und war zwar fertig, aber ganz zufrieden. Die Pulse: 171 Durchschnitt, 179 Maximum.

Köppern am Mittag bei Schneematsch

Am Montag hätte ich eigentlich laufen wollen, aber ich habe zum ersten Mal seit längerem vor dem Wetter kapituliert: es schneite! Im April! Und zwar sogar ziemlich viel, und der Schnee blieb auch recht lange liegen. Meine Tochter konnte einen Schneemann bauen. Ich blieb also im Büro.

Am Dienstag dann ging ich in der Mittagspause wieder raus. Es war sehr matschig, aber es regnete, und mir fiel keine plausible Ausrede, die vor mir selbst Bestand gehabt hätte.

Ich lieb die sattsam bekannte 7,8 km lange Strecke mit ziemlicher Mühe: erstens der Matsch, der schon gestört hat, aber vor allem war ich etwas antriebslos, weil ich in der Nacht aufgrund von Magenschmerzen ziemlich schlecht geschlafen hatte. Ich versprach mir von dem Lauf eine Besserung, aber so richtig wollte sie sich nicht einstellen, ich fühlte mich schwach und demotiviert. Ich beendete die Strecke nach 43:27 Minuten, also ein Pace von 5:33 min/km. Die Pulswerte waren mit 161 im Durchschnitt und 175 als Maximum im erwarteten Bereich.

Niddalauf mit Marianne und Hund

Ich habe mal wieder die Eintragungen in meinen Blog vernachlässigt...

Also: am Freitag war ich nach Hause zurückgelaufen, also genehmigte ich mir am Samstag einen Tag Pause. Am Sonntag hatte ich mich Marianne wieder zum Laufen verabredet.

Es war relativ warm, aber es regnete. Ich überlegte noch, ob ich in kurzem T-Shirt rausging, Marianne dagegen zog sich gleich noch eine Jacke über. Wir nahmen den Hund mit, der wieder Auslauf brauchte, und liefen los.

Ich wählte die Niddastrecke in Richtung Bad Vilbel, weil sie sich gut einteilen kann: ich kenne die Wendepunkte für 10, 12 und 14 Kilometer, und so konnten wir auf der halben Strecke je nach Kondition entscheiden, wie lange wir laufen wollten. Das klappte auch ganz gut, zwar war es immeer wieder nervig, wenn der Hund die Seite wechselte und wir uns mit der Leine verhedderten, oder wenn er unbedingt stehen bleiben mußte, um irgendwas zu beschnuppern - und dann hinterher umso schneller vorwärts wollte. Das war Training für die Armmuskeln, ich hatte ihn ja die ganze Zeit an der Leine.

Der 10-Kilometer-Punkt kam für Marianne gar nicht in Frage, sie wollte wenigstens die 12, besser 13 laufen. Am 12er Wendepunkt entschied sie kurzerhand, daß wir doch bis zur Brücke der B3 laufen sollten, die in Sichtweite lag - also volle 14 Kilometer. Das war auch prima, denn ab da hatten wir Sonne, und es wurde so richtig nett - natürlich abgesehen von den Pfützen und davon, daß wir ja schon völlig durchnäßt waren. Wir liefen die Strecke in 1:28:21 Stunden, was einem Pace von 6:18 entspricht.

Ein schöner Lauf. Am Ende hatte ich doch das Gefühl, Marianne ein bißchen überfordert zu haben, aber sie hat sich nicht beklagt. Ich mußte den Snoop komplett abduschen, und danach tranken wir einen schönen, wärmenden Tee. Marianne verabredete sich gleich für einen Lauf am nächsten Morgen, also kann sie nicht so sehr gelitten haben :)

Meie Pulswerte waren mit 148 im Durchschnitt und 168 maximal ganz OK.

Freitag, 4. April 2008

Heimlauf im Regen, geht wieder!

Heute ging es mir wieder besser. Zwar hatte ich immer wieder leichte Kopfschmerzattacken, die gingen aber schnell vorüber. Ich wollte so gegen 16:30 nach Hause loslaufen, aber ich haderte noch mit ein paar Computerproblemen, die gelöst werden wollten; danach bekam ich Nachricht, daß ich einen iPod touch gewonnen hatte. Wow, was für ein Start ins Wochenende!

Danach konnte ich gutgelaunt loslaufen. Leicht verspätet, aber doch noch rechtzeitig (wir haben ja Sommerzeit) und mit Musik aus dem Blackberry im Ohr - nur noch für kurze Zeit, demnächst aus dem iPod! Es lief sehr gut, ich lief wieder die bekannte Strecke, wobei ich die letzten 300 Meter ausließ und insgesamt 21,5 km lief. Zwischendrin hatte ich wieder Kopfschmerzen, was ich beim Laufen schon lange nicht mehr gespürt hatte, aber auch hier verschwanden sie schnell wieder. Auf dem letzten Drittel fing es an zu regnen, und irgendwie kam mir die Motivation abhanden. Gut, daß zufällig Led Zeppelins Song "Rock and Roll" aus dem MP3-Player kam - ich steigerte sogar das Tempo, um mit dem Rhythmus mithalten zu können. Danach war ich etwas fertig, aber wieder motiviert. Ich kam nach 1:48:46 Stunden an.

Die Pulswerte waren etwas hoch, 172 im Durchschnitt mit einem Maximum von 183. Dabei bin ich ein Durchschnittspace von 5:03 min/km gelaufen, das ist schon mal was. Muskelkater und leichte Gelenkschmerzen hatte ich auch, und Durst. Eine heiße Dusche und die gute ColdPack-Pferdesalbe taten sehr gut.

Donnerstag, 3. April 2008

Zäher Köpperner Mittagslauf

Irgendwie hat das Laufen heute keinen Spaß gemacht. Es war wieder etwas kühler, windig, ein paar Tropfen kamen auch runter. Vor allem aber fühlte ich mich schlapp, die Beine mußte ich regelrecht zwingen, sich zu bewegen. Es gab auch unterwegs nichts, was mich irgendwie aufgeheitert hätte, der Boden war matschig, Menschen traf ich so gut wie keine. Ich erreichte das Ende der Strecke nach 41:12 Minuten und war froh, daß ich es hinter mir hatte. Zurück im Büro hatte ich dann Kopfschmerzen :(

Die Pulswerte: 165 im Durchschnitt bei 176 Maximum.

Mittwoch, 2. April 2008

Mittagslauf in Köppern, relativ schnell

Heute war wieder leichte Erholung dran, nachdem ich gestern wieder schnell unterwegs gewesen war. Das Wetter war unverändert, zwischendrin hatte es noch ein bißchen geregnet, aber als ich rauskam, war es wieder trocken - und etwas windig.

Obwohl ich nicht wollte, bin ich doch relativ schnell gelaufen. Ich merkte es an den Beinen, die mich nicht so gerne tragen wollten, war aber irgendwann doch eingelaufen, und es lief ganz gut. Am Ende der Strecke hatte ich 39:09 Minuten bei Pulsen um 166 im Durchschnitt und 176 als Maximum.

Mittagslauf in Köppern mit neuer PB

Gestern kribbelte es schon in den Füßen: in Weimar war ich nur einmal gelaufen, davor war auch Pause gewesen, also mußte ich unbedingt raus. Das Wetter war dafür optimal: ich konnte mit meinen kurzen Laufklamotten raus, das Wetter war mild und angenehm.

Ich lief etwas ruhiger los, weil ich ein Ziehen an meinem Sprunggelenk spürte, das aber nach und nach verschwand, je wärmer ich wurde. Dann konnte ich das Tempo auch ein bißchen anziehen, und siehe da, an der Bahnschranke hatte ich 12:32 Minuten drauf, eine gute Zeit. Ich versuchte, das Tempo beizubehalten, was aber relativ schwer wurde, weil der Weg doch ziemlich vermatscht war. Es ging trotzdem gut, und nach einer Weile merkte ich, daß die Streckenbestzeit heute wieder fallen könnte. So war es auch: ich erreichte das Ende nach 37:26 Minuten, 11 Sekunden schneller als die bisherige Bestmarke. Das erkaufte ich mir mit einem Durchschnittspuls von 169 bei 180er Maximum.

Schöner Lauf in Weimar am Ilmpark

Am Wochenende bin ich mit meiner Frau nach Weimar gefahren. Das war eine doppelte Feier: erstens hatte sie Geburtstag (sie wurde 40), und zweitens hatten wir unseren 25jährigen Kennenlerntag.

Wir nahmen unsere Laufsachen mit, weil wir abseits von Kind, Hund und Arbeit in Ruhe laufen wollten. Es zeigte sich, daß wir dafür optimal untergebracht waren: unser Hotel war in zwei Minuten Laufweite des wunderschönen Parks an der Ilm gelegen, der sich mit seinen vielen Wegen richtig gut zum Laufen eignete. Wir waren auch nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen waren; zwischendrin war das eine ziemliche Rennstrecke, aber voll wurde sie nicht: der Park ist dafür sehr weitläufig.

Wir liefen gemütlich eine lange, fast 5 km lange Strecke und dann wieder zurück. Insgesamt waren wir 59:07 Minuten unterwegs und hatten 9,8 Kilometer drauf; meine Pulswerte waren im Durchschnitt bei 149 mit einem Maximum von 188 - das habe ich einem Spurt am Ende der Strecke zu verdanken.

Insgesamt eine sehr schöne Strecke, die wir leider nicht häufiger laufen werden. Überhaupt waren wir läuferisch nicht sehr aktiv, dafür in jeder anderen Sicht: wir wanderten, ließen es uns im Hotelzimmer gutgehen, gingen in die Sauna, schlenderten über die Altstadt, aßen hier ein Eis und dort einen Kuchen, tranken Kaffee, gingen abends essen - ein richtig schönes Verwöhn-Wochenende.

Donnerstag, 27. März 2008

Schnelle 14 Kilometer an der Nidda

Heute brauchte ich etwas zum Auspowern, nachdem ich wegen diverser Widrigkeiten nicht hatte laufen konnte. Ich bin erst relativ spät raus und lief einigermaßen zügig, aber nicht wirklich schnell los - mir steckte der schnelle Lauf von neulich noch in den Knochen. Aber langsam ging es wieder gut, und ich bekam wieder Lust auf Tempo.

Auf dem 6-km-Wendepunkt hatte ich 30:20 Minuten, und ich war überrascht, weil es nicht wesentlich mehr war. Ich lief aber bis zur 7-km-Wende, wweil ich heute 14 Kilometer laufen wollte. Irgendwo sah ich einen Radfahrer, der nicht viel schneller zu fahren schien als ich, und ich dachte, den müßte ich kriegen. Ich verfolgte ihn über 4 Kilometer, aber irgendwann wurde der Abstand doch größer.

Egal, als ich auf der Homburger Landstr. hatte ich 55 Minuten drauf, und da brauche ich normalerweise etwa 15 Minuten zurück. Also war es klar, daß ich es in 1:10 schaffen könnte, wenn ich dran blieb. Stimmte auch: nach 1:08:04 hatte ich die Strecke, die 13,99 Kilometer betrug, geschafft. Schön!

Meine Pulswerte waren etwas hoch, aber das war zu erwarten: 173 Durchschnitt, 183 Maximum.

Mittwoch, 26. März 2008

Neuer Lauf mit Marianne am Mainufer

Gestern waren wir wieder am Mainufer laufen. Wir starteten leicht verspätet und versuchten, noch einen Freund von Marianne anzutreffen, der um 18:00 Uhr am Eisernen Steg sein wollte; dazu mußten wir schneller laufen als sonst. Marianne ächzte zwar ein bißchen, aber sie machte gerne mit. Brav.

Wir kamen absolut pünktlich an und waren dafür relativ frisch. Mariannen mußte noch die Toilette besuchen, aber die öffentliche Anlage am Eisenen Steg war geschlossen. Wir liefen dann über die Brücke bis zum Römer, wo sie dann beim italienischen Eiscafé höflich fragte. Das alles kostete etwas Zeit, so daß ich die Vermutung äußerte, daß wir trotz des schnelleren Laufs doch etwas länger brauchen würden. Stimmte aber dann doch nicht: nach 1:03 Stunden waren wir wieder zurück, und das trotz der Pause.

Insgesamt war das wieder ein guter Lauf, trotz des Wetters, das kalt und zeitweise regnerisch war und zudem auch ziemlich windig. Meine Pulswerte: Durchschnitt 152, Maximum 161.

Sonntag, 23. März 2008

Schneller Niddalauf alleine

Ich hatte gestern eine kurze, schlechte nacht und war heute ziemlich müde; nach dem späten Osterfrühstück, der gleichzeitig Mittagessen wurde, habe ich noch das Feuer im Holzofen angemacht und bin irgendwann auf dem Sofa eingeschlafen.

Als ich aufwachte, dachte ich, ich bräuchte etwas, was mich wieder aufweckte. Nichts Besseres dafür als Laufen, aber es war kalt, windig, und überhaupt mußte ich mich dazu durchringen. Zudem mußte ich meinen Sohn um 16:45 am Südbahnhof abliefern, der heute für eine Woche nach Hamburg gefahren ist. Es war kurz vor 3, ich hatte elso genau eine Stunde. Ich lief los.

Ich lief sofort ziemlich schnell los, weil ich mich ein bißchen auspowern wollte und auch sehen wollte, wie weit ich in einer Stunde kommen könnte. Ich lief genau die gleiche Strecke wie vorgestern: von uns aus bis an die Nidda, und dann immer flußaufwärts an der Nidda entlang bis zur Harheimer Brücke. Da hatte ich genau 29:18 Minuten drauf, also kehrte ich um und lief im gleichen Tempo zurück.

Unterwegs traf ich einige Läufer, die ich allesamt überholte - bis auf einen, den Vater einer Klassenkameradin meiner Tochter, der in kurzen Klamotten unterwegs war und mir im Affentempo entgegenkam. Ich weiß nicht, wie schnell er gewesen ist,aber ich war sehr beeindruckt. Er sah ziemlich konzentriert aus und nahm keine Notiz von mir.

Die 12,1-km-Laufstrecke bewältigte ich in 58:39 Minuten - ich lief also wie ein Uhrwerk genau die gleiche Zeit hin wie zurück. War auch kein Kunststück, denn ich lief die ganze Zeit auf Anschlag, schneller hätte ich nicht gekonnt. Das zeigte sich in meinen Pulswerten: Durchsschnitt 173, Maximum 182 bei einem Pace von 4:50 min/km. Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gelaufen; am Ende war ich ziemlich fertig, aber wieder ganz wach und mit einem ordentlichen Endorphinschub. Damit hatte ich heute meinen 600. Kilometer in diesem Jahr absolviert.

Meinen Sohn konnte ich pünktlich abliefern (die Zeit reichte sogar, um einen -gräßlichen- Kaffee am Südbahnhof zu trinken); später stellten wir fest, daß wir noch mehr Zeit gehabt hätten, weil der Zug mit einer halben Stunde Verspätung eintraf.