Von der Herzoperation Silvester 2005 zum Marathon Oktober 2007

Mittwoch, 23. Januar 2008

Mittagslauf in Köppern, allein

Heute bin ich wieder allein gestartet - Akki ist ja nicht mehr dabei, und Markus hatte zwar "möglicherweise" zugesagt, entschied sich aber doch dafür, essen zu gehen.

Ich spürte die Beine von gestern, lief also nicht allzu schnell. Die Wege waren relativ trocken, es war mit 2 Grad kalt, aber nicht zu kalt. Es ging ganz gut.

An einer Stelle, bei der ich mich mit einer Steigung abmühte, sprach mich ein älterer Herr an, etwa rüstiges Rentneralter:
"Hiä! Un für was soll des gut sei?"

Ich stammelte etwas von wegen gesund und fit werden, was sicherlich nicht dem von mir abgegebenen Eindruck entsprach, und ein spöttisches Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit.
"Naja, es ist wohl eher der Glaube, was?"

Ich hielt an, schnaufte etwas von Abnehmen, beweglich bleiben, aber er grinste mich immer noch frech an. Dann zuckte ich mein Totschlagargument:
"Ich zeig Ihnen mal was!" Und tatsächlich machte ich den Reißverschluß meines Laufshirts auf und zeigte ihm meine Narbe. "Herz-OP. Vor zwei Jahren. Da war ich völlig bewegungsunfähig. Dann habe ich mit dem Laufen angefangen, und sehen Sie mich jetzt an!"

Das Grinsen war verschwunden. Große Augen. "Oh. Ja, ich sehe Sie ja öfters hiä. Klar, jedem das Seine!"

Ich lief weiter. Eine nette kleine Pause, die hatte ich gut brauchen können. Ich brauchte für die Strecke insgesamt 42:40 Minuten - nicht schlecht, wenn man das Schwätzchen mit einbezieht.

1 Kommentar:

Anja Ridlberg hat gesagt…

Uff, dem Herrn war Deine Offenherzigkeit aber sicher unangenehm. Aber selbst schuld, wer so blöde Kommentare abgibt.